Schreiender Hengst von Jo Jastram eingeweiht

Nach Spendenaktion steht Jo Jastrams Bronzefigur vor dem Kröpeliner Tor

5. September 2014, von
Feierliche Einweihung von Jo Jastrams Figur "Schreiender Hengst" auf dem Kröpeliner Tor-Vorplatz.
Feierliche Einweihung von Jo Jastrams Figur "Schreiender Hengst" auf dem Kröpeliner Tor-Vorplatz.

Ab sofort wiehert der „Schreiende Hengst“ auf dem Platz vor dem Kröpeliner Tor. Doch der Weg des bronzenen Pferdes zu diesem Platz war kein einfacher. Denn um die Plastik des 2011 verstorbenen Bildhauers Jo Jastram in neuem Bronzeguss aufstellen zu können, war eine Summe von etwa 120.000 Euro nötig. Um so schöner, dass der Hengst pünktlich zum 4. September, dem Geburtstag Jastrams, seinen Platz vor dem Kröpeliner Tor gefunden hat und der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte.

Neben finanziellen Unterstützern wie der Hansestadt Rostock, der Jahresköste der Rostocker Kaufmannschaft und der Ostseesparkasse, haben vor allem zahlreiche private Spender dazu beigetragen, dass das Vorhaben realisiert werden konnte. Unter ihnen auch Gesine Strohmeyer. „Ich finde es toll, dass man für etwas spenden kann, was fassbar ist und für die Nachwelt bleibt. Wenn ich in 20 Jahren an der Figur vorbeigehe, kann ich in ihr auch immer einen Teil von mir wiedererkennen“, freut sich Gesine Strohmeyer und ist gespannt auf die Enthüllung der Figur.

Mit dem „Schreienden Hengst“ erfährt die Hansestadt Rostock eine weitere Bereicherung an Kunst im öffentlichen Raum, die von dem Rostocker Bildhauer geschaffen wurde. Jo Jastram, der weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannt ist, hat sich bereits durch viele Arbeiten in der Stadt unvergesslich gemacht. So können sich Einwohner und Besucher Rostocks beispielsweise am „Brunnen der Lebensfreude“ (eine Gemeinschaftsarbeit mit Reinhard Dietrich), „Kasper Ohm“ oder der „Ringer-Gruppe“ an der Stadthalle erfreuen.

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling, Jo Jastrams Witwe Inge Jastram und Ministerpräsident Erwin Sellering bei der Einweihung des Schreienden Hengstes
Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling, Jo Jastrams Witwe Inge Jastram und Ministerpräsident Erwin Sellering bei der Einweihung des Schreienden Hengstes

„Wie kaum ein anderer Künstler hat Jo Jastram das Stadtbild Rostocks geprägt – überall in der Stadt begegnet uns der große Bildhauer. Nun auch am Kröpeliner Tor. Ich bin mir sicher, dass das bronzene Tier hier viele Blicke auf sich ziehen wird“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering.

Die erste Reaktion der Passanten lässt sich als eher verhalten beschreiben: „Ein schreiender Hengst? In meinen Augen sieht das Pferd ganz schön mitgenommen aus und etwas windschief, als würde es gleich umkippen“, äußerte sich eine Passantin.

Frau Hennigfeld hingegen sieht die Plastik als eine tolle Bereicherung für die Bewohner Rostocks an. „Auch wenn ich die Figur nicht als besonders schön beschreiben kann, schafft sie es doch die Leute zum Nachdenken zu bewegen. Kommt man an dem Hengst vorbei, kann man seine Gedanken schweifen lassen.“

Schlagwörter: Jo Jastram (8)Kröpeliner Tor (36)Kunst (143)

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1 Kommentar

  • Ana Mari Gomez sagt:

    Entschuldigen Sie mein Deutsch, aber ich denke, Sie sprechen nur Deutsch aber kein Englisch oder Spanisch oder Italienisch …. wollte sagen: Das geschmacklose dieser Skulptur, die gestern in Rostock aufgestellt wurde, die ist was? ein Hybrid oder eine Giraffe? Sie folgen bei der Befüllung der Stadt mit Skulpturen von der gleichen Person, die seit etwa zwei Jahre verstorben ist ???? Warum keine Gelegenheit für junge Bildhauer? Der Bildhauer war Ihr Freund sicher scheint?, Kommunistischen Skulpturen, Sie traurig böse nichts mit diesem Roctock tun? und der Steuerzahler und einige Arbeitnehmer bezahlen 125.000 Euro an die Witwe des Verstorbenen???? Wie ist das möglich? …. Oberbürgermeister Wahlen kommen wieder und das Geld wird zurück ……… die zahlen werde? Dass …… Politische Klasse hat das ganze nicht!!!!

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