Sommerzeit ist Erdbeerzeit – Erdbeerfestival bei Karls

Geburtstagsfeier mit 60 qm Erdbeertorte und Start der Erdbeer-Hochsaison bei Karls

28. Mai 2011, von
Total lecker - Leonie genießt ihren Erdbeerkuchen bei Karls
Total lecker - Leonie genießt ihren Erdbeerkuchen bei Karls

Sie hat es in sich, die Erdbeere. Klein, rot, rund und supergesund ist sie, des Deutschen liebste Frucht. Bei gerade einmal 35 Kilokalorien pro 100 Gramm steckt viel drin in den aromatischen Fitmachern: Spurenelemente, Mineralstoffe und sogar mehr Vitamin C als in Zitronen.

Doch eigentlich zählt ja nur eins: dass die süße Frucht so gut schmeckt. „Total lecker“ lautet daher auch das knappe Urteil von Leonie, bevor das nächste Stückchen Erdbeertorte zwischen ihren Lippen verschwindet. Die Sechsjährige muss es wissen, mag sie Erdbeerkuchen doch ausgesprochen gerne, wie sie erzählt.

Zusammen mit ihren Großeltern Heide Feucht und Dieter Kowalik ist sie an ihrem Oma-Wochenende extra aus Neubrandenburg ins Erlebnis-Dorf nach Rövershagen gekommen. Mit einem Erdbeerfestival feiert Karls hier an diesem Wochenende seinen 90. Geburtstag und zugleich den Start der Erdbeer-Hochsaison.

Erdbeertanz in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen
Erdbeertanz in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen

„Sommerzeit ist Erdbeerzeit“, erzählt Inhaber Robert Dahl nach dem Anschnitt der 60 Quadratmeter großen Erdbeertorte. 240 Tortenböden, 250 Kilogramm Pudding sowie 2.400 Kilogramm Erdbeeren und Tortenguss stecken in dem Meisterwerk.

Verglichen mit der Gesamternte fast schon bescheiden. „3.500 Tonnen Erdbeeren möchten wir in diesem Jahr erreichen“, nennt Dahl sein Ziel. Auf etwa 20 Hektar werden die Früchte von 1.000 Erntehelfern gepflückt, auf weiteren 10 Hektar wachsen die einjährigen Pflanzen heran.

Robert Dahl - Anschnitt der Erdbeertorte bei Karls
Robert Dahl - Anschnitt der Erdbeertorte bei Karls

Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. „Etwas zu windig ist es heute“, blickt Dahl auf den blauen Himmel, „doch eigentlich kann man einem Bauern das Wetter nie recht machen.“ Auch wenn die Erdbeerpflanzen über Tropfschläuche bewässert werden, sei er froh, dass die lange Trockenheit vorbei ist – zum Reifen der Beeren darf es dann wieder reichlich Sonne geben.

Verkauft werden die süßen Früchte ausschließlich im Direktvertrieb, so Dahl. Gut 270 der typischen Erdbeerhäuschen gibt es inzwischen. 37 stehen in Rostock, die meisten Früchte gehen jedoch nach Berlin – 170 Verkaufsstellen gibt es in der Hauptstadt.

Ganz freiwillig fiel die Entscheidung zum Direktvertrieb nicht, erzählt Dahl von dem Scheideweg, an dem sich der väterliche Betrieb in Schleswig-Holstein Anfang der Neunziger befand. Mit der Wende bezogen die Schwartauer Marmeladenwerke ihre Früchte plötzlich zu einem großen Teil aus Polen – ein Absatzmarkt brach weg, bot aber auch die Chance für den heute so erfolgreichen Direktverkauf.

Verführerische Früchte, serviert vom Erdbeerkönig
Verführerische Früchte, serviert vom Erdbeerkönig

Doch angefangen hat alles schon viel früher, vor genau 90 Jahren, als Karl Dahl, der Großvater des heutigen Inhabers, in Harmsdorf bei Rostock begann, Obst und Gemüse anzubauen. Nach einem Auslandsjahr in Polen kehrte Robert Dahl 1993 an die Wirkungsstätte seines Großvaters zurück.

Mit 21 Jahren eröffnete er seinen Erdbeer-Hof in Rövershagen und gab ihm den Namen des einstigen Gründers. Mit Bauermarkt und Erlebnishof entwickelte sich der landwirtschaftliche Betrieb inzwischen zu einem der beliebtesten Ausflugsziele von Mecklenburg-Vorpommern – von der Eiszeit bis zur Sandwelt in Warnemünde.

Und, mag man die roten Früchte überhaupt noch sehen, wenn man jeden Tag mit ihrem Anbau beschäftigt ist? „Klar esse ich selbst gern noch Erdbeeren“, bekennt Dahl schmunzelnd, „am liebsten frisch vom Feld.“

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