Fietes Schuppen-Schuppen eröffnet

Neues Aquarium auf Karls Erlebnishof in Rövershagen gibt Einblicke in die heimische Fischwelt

14. April 2014, von
In Fietes Schuppen-Schuppen in Rövershagen
In Fietes Schuppen-Schuppen in Rövershagen

„Bis auf ein gebratenes Zanderfilet hatten wir bis vor einem Jahr noch 0,0 Erfahrungen mit Fischen“, gesteht Robert Dahl, Inhaber von Karls Erdbeerhof. Seit dem Wochenende gibt es nun nach sechs Monaten Bauzeit eine neue Attraktion im Erlebnisdorf in Rövershagen: Fietes Schuppen-Schuppen, ein Aquarium mit heimischen Fischarten. „Wir fanden, dass dieser Bezug zur Ostsee und den Binnenseen in dieser Region nicht so gut repräsentiert ist.“ Mit dem Müritzeum oder dem Ozeaneum wolle man sich nicht vergleichen. Viel kleiner seien die 300.000 Liter fassenden Wasserbecken und der 600.000 Liter große Teich.

Karls setzt vielmehr auf Unterhaltung und erzählt die Geschichte des Fischfanatikers Fiete, der seine Werft zu einem maritimen Shop umfunktioniert hat und seinen Keller, in dem er einst wohnte, flutet. Seine Frau ist zwar angesichts seiner übermäßigen Fischliebe davongelaufen, aber umso mehr soll die entstandene Unterwasserwelt, in der sich etwa 1000 Fische tummeln, die Besucher begeistern.

Karls Geschäftsführer Robert Dahl
Karls Geschäftsführer Robert Dahl

Bislang haben sich die Sedimente nach dem Einbringen der Dekoration zwar noch nicht ganz gesetzt, aber die außergewöhnliche Gestaltung der zehn Aquarien ist schon jetzt in dem noch etwas trüben Wasser unübersehbar. Karpfen, Zander und fast 20 andere Fischarten schwimmen in Fietes geflutetem Schlafzimmer über das Doppelbett, einen gedeckten Tisch auf der Terrasse und durch die Garage, in der sogar noch ein Auto steht. Güster und Kaulbarsche sollen später noch hinzukommen. In der nächsten Saison soll auch die Meerforellenzuchtstation mit echtem Laich bestückt werden. Schon jetzt schwimmen einige dieser jungen Lachsfische in einem kleinen Aufzuchtbecken. Wenn sie fünf Zentimeter groß sind, sollen sie in den Peezer Bach gesetzt werden, erläutert Nadja Schriever von Karls Erlebnishof.

Aquaristiker Armin Scheibli ist Dorschfan
Aquaristiker Armin Scheibli ist Dorschfan

Für den Chef-Aquaristiker Armin Steibli ist das kleine Ostseebecken ein persönliches Highlight. Hier leben Seehase, Dorsch und Scholle in Fietes ehemaligen Kleiderschrank. Der 28-Jährige ist mit einem weiteren Mitarbeiter dafür zuständig die Fische zu füttern und die Wasserqualität sicherzustellen. Die ist besonders im ersten Becken, das ein bisschen an einen Fischladen erinnert, wichtig. Denn hier haben die Besucher die Möglichkeit Störe anzufassen. „Wenn man sie anfassen lässt, dann funktioniert das auch. Allerdings kann man keinen Fisch zwingen“, erklärt Armin Steibli.

Dank einer speziellen Filteranlage können die Besucher auch gut in einen Teich blicken. Nicht nur von oben von einem Steg aus, sondern auch von der Seite durch eine zwölf Meter lange Panoramascheibe im Keller.

Manchmal tauchen die Mitarbeiter auch mit einer Taucherglocke auf den Grund des Teiches und erzählen, Aug in Aug mit den stillen Fischen, Fietes Geschichte.

Vor allem unterhaltend soll diese Liveshow sein. Dennoch können die Besucher in Fietes Schuppen-Schuppen auch etwas lernen. Digitale Touchscreens und Schautafeln liefern biologische und gastronomische Informationen zu den Fischarten. In Fietes gemütlichem Wohnzimmer läuft ein naturkundlicher Film. Beantworten Kinder sieben Fragen richtig, werden sie mit Fietes Fisch-Diplom ausgezeichnet und erhalten einen Erdbeerlolli.

Ab 4 Jahren kostet der Eintritt 3 Euro.

Fotos aus Fietes Schuppen-Schuppen in Karls Erlebnishof in Rövershagen:

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