Karls 10. Eiszeit in Rövershagen - Wunderland aus Eis

Für Deutschlands größte Eisskulpturenausstellung zauberten internationale Künstler in Karls Erlebnisdorf in Rövershagen ein Erdbeerwunderland

21. Dezember 2012, von
Die weiße Königin aus Eis
Die weiße Königin aus Eis

In der ehemaligen Erdbeerkühlhalle in Karls Erlebnisdorf in Rövershagen ist ein Erdbeerwunderland aus Eis entstanden. 14 Künstler aus Russland, Polen, Litauen, Lettland, Frankreich, Bulgarien, Malaysia, der Ukraine und den Niederlanden haben sich von den Geschichten des englischen Autors Lewis Caroll inspirieren lassen und Motive aus „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ aus Eis geschnitzt. Bei minus acht Grad können die Besucher noch bis zum 3. März 2013 durch ein Labyrinth aus Eis- und Schneeräumen wandeln, deren Eingänge detailverliebt gestaltet wurden und auf die dahinter verborgene Szene einstimmen. Alice, der verrückte Hutmacher, der Dodo, die rote Königin, die Raupe – alle sind sie hier aus Eis auf einer Fläche von 2000 Quadratmeter anzutreffen.

Es sei Deutschlands größte Eisskulpturen-Ausstellung, sagt Othmar Schiffer-Belz von Karls Eiszeit. „Die Künstler senden Skizzen zum Thema ein und verwirklichen ihre Ideen vor Ort. So entstehen Originale, die es sonst nirgends zu sehen gibt.“

Das Weiße Kaninchen in einer Eisträne
Das Weiße Kaninchen in einer Eisträne

220 Tonnen klares und milchiges Eis haben die internationalen Bildhauer in imposante Skulpturen verwandelt und dabei ihre persönliche Handschrift hinterlassen. Die einen haben eher rundlich, die anderen sehr filigran mit extrascharfem Beitel, Meißel und Kettensägen gearbeitet. Besonders eindrucksvoll ist der große Jabberwocky des Eisschnitzweltmeisters Sergey Tselebrovskiy und seines Partners Sergey Zaplatin geraten. Im entscheidenden Kampf auf dem Schachbrett gegen Alice steht sein fast 1,5 Meter langes Barthaar nahezu waagerecht vom Maul ab, bemerkenswert angesichts des Gewichtes des Eises. Ein Block wiegt etwa 130 Kilogramm. Für größere Figuren werden Teile verschiedener Blöcke zusammengeklebt.

Einer in der Ausstellung außergewöhnlichen Methode hat sich die russisch-französische Künstlerin Natasha Chistyakova bedient. Als Konterrelief hat sie das weiße Kaninchen in eine mannsgroße Träne aus Eis gemeißelt. In einer anderen Szene lädt das eilige Tier die Kinder zum Rutschen und Karrussellfahren ein.

Neben der Grinsekatze steht ein gewölbtes Fenster aus Eis. Schaut man hindurch, erscheint das Wunderland verzerrt. Ob zu groß oder zu klein, die Künstler haben sich einiges einfallen lassen, um die Abenteuer von Alice zu einem Eiserlebnis zu machen.

Durch die Welle geht es zum Tränensee
Durch die Welle geht es zum Tränensee

Das Erdbeerwunderland wäre aber kein Erdbeerwunderland, würden zwischen der verrückten Teegesellschaft, dem Tränensee, dem großen Kampf zwischen der roten und der weißen Königin nicht auch immer wieder Erdbeeren auftauchen. Nicht nur für die leckeren Früchte, die zum Markenzeichen von Karls geworden sind, wurde zum ersten Mal das Eis rot gefärbt. In Szene gesetzt mit farbigen Lichtinstallationen und märchenhafter Hintergrundmusik wird auch ohne Erdbeeraroma das Erdbeerwunderland zu einem kühlen und fantasievollen Erlebnis für alle Sinne.

Zum Schluss besteht wieder die Möglichkeit selbst ein paar Runden auf der 300 Quadratmeter großen Schlittschuhbahn zu drehen. Der Verleih der Schlittschuhe ist im Eintrittspreis enthalten. Dieser beträgt am Wochenende für Erwachsene 8 Euro und für Kinder von vier bis zwölf Jahren 6 Euro. Von montags bis freitags kosten die Karten 50 Cent weniger. Alle Karten sind Dauerkarten. Einmal bezahlt kann man Karls 10. Eiszeit auch mehrmals besuchen, bevor das Eis schmilzt.

Mit 100.000 Besuchern wurde in der 9. Eiszeit ein Besucherrekord aufgestellt. Im nächsten Jahr soll die Eiszeit weiter wachsen, vor allem in die Höhe, um noch imposantere Skulpturen zu zeigen, gewährt Othmar Schiffer-Belz Einblick in die Pläne für die 11. Eiszeit. Dafür soll eine neue Halle entstehen, deren Kühltechnik noch besser auf die Eiskunstwerke abgestimmt ist und in der auch die Eisbahn untergebracht ist.

Öffnungszeiten bis 3. März:

  • täglich von 9 und 19 Uhr
  • 24. Dezember von 9 bis 14 Uhr
  • 25. und 26. Dezember 9 bis 18 Uhr
  • 31. Dezember 9 bis 16 Uhr
  • 1. Januar 9 bis 18 Uhr

Fotos von Karls 10. Eiszeit 2012/2013 in Rövershagen:

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2 Kommentare

  • Carmen Staggat sagt:

    Wir waren schon mehrfach auf dem Erdbeerhof zu Gast.Die Sandskulpturen sind schon eine Wucht, aber die diesjährige Wintermärchenwelt ist bislang nicht zu toppen super toll…

  • reuter sagt:

    Kann man auch 2014 die Eisskulpturen bewundern ? Wenn JA > bitte den Zeitraum.
    DANKE

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