Stiftungsprofessur für Wasserwirtschaft an der Uni Rostock

Eurawasser Nord finanziert Professur für Wasserwirtschaft an der AUF der Rostocker Universität

23. April 2011, von
Eurawasser Nord - Stiftungsprofessur für Wasserwirtschaft an der Universität Rostock - Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor der Universität Rostock), Gesine Strohmeyer (Geschäftsführerin Eurawasser Nord GmbH), Nicolas Bockhoff (Technischer Direktor Eurawasser Nord GmbH) und Prof. Dr. Elmar Mohr (Dekan der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät)
Eurawasser Nord - Stiftungsprofessur für Wasserwirtschaft an der Universität Rostock - Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor der Universität Rostock), Gesine Strohmeyer (Geschäftsführerin Eurawasser Nord GmbH), Nicolas Bockhoff (Technischer Direktor Eurawasser Nord GmbH) und Prof. Dr. Elmar Mohr (Dekan der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät)

Die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät (AUF) an der Universität Rostock ist um eine Professur reicher. Am Donnerstag unterzeichneten die Eurawasser Nord GmbH und die Universität Rostock den Stiftervertrag zur Einrichtung einer Professur für Wasserwirtschaft. Die AUF verfügt damit künftig über 18 Professuren, für die Universität Rostock ist es die achte Stiftungsprofessur.

Aspekte der Energie- und Wasserwirtschaft sollen ebenso im Mittelpunkt der Professur stehen wie Verfahren der Trinkwasseraufbereitung und Abwasserreinigung oder die Regulierung des Wasserhaushalts im ländlichen Raum.

Bereits sei 1994 kooperiert der Wasserversorger mit der Uni Rostock. „Mit der Stiftungsprofessur wollen wir die lockere Art der Zusammenarbeit auf festere Fundamente stellen“, erklärte Gesine Strohmeyer, Geschäftsführerin der Eurawasser Nord GmbH. Wissenschaftliche Leistungen sollen im Vordergrund stehen, aber auch mit praktischen Themen kombiniert werden, so Strohmeyer, die sich von der Stiftung auch gut ausgebildete Absolventen für ihr Unternehmen erhofft.

Prof. Dr. Elmar Mohr
Prof. Dr. Elmar Mohr

Für Prof. Dr. Elmar Mohr, Dekan der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät, ist die Professur eine „tatsächliche Bereicherung der Fakultät“ und keineswegs nur das Auffangen von Einsparungen im Landeshaushalt.

Eurawasser habe sich hinsichtlich der Ausrichtung der Professur sehr offen gezeigt, betonte Mohr. Es gab keine stringenten Vorgaben in eine Richtung, wie es für einen Industriepartner durchaus möglich wäre. Die Kombination zwischen Natur- und Ingenieurwissenschaften ermögliche es, „den abgesteckten Rahmen wirklich füllen zu können.“

Nachdem Anfang des Monats der Prodekan der AUF Prof. Ralf Bill sein Amt niederlegte und in den letzten Tagen verstärkt Verunsicherungen über die Zukunft der Studiengänge an der Fakultät auftraten, ging Rektor Prof. Wolfgang Schareck noch kurz auf die Umstrukturierung ein.

Prof. Wolfgang Schareck, Gesine Strohmeyer und Nicolas Bockhoff
Prof. Wolfgang Schareck, Gesine Strohmeyer und Nicolas Bockhoff

„Es ist notwendig, dass es einen Bachelor gibt“, so Schareck, „aber vier Master.“ Neben Aquakultur, Tierproduktion und Biomasseverwertung „sollen auch die Umweltingenieurwissenschaften weiter in der Fakultät als Masterstudiengang gelehrt werden“, versicherte er.

Wann genau es soweit ist und ob den aktuellen Absolventen im Bachelor Landeskultur und Umweltschutz (LKU) doch noch ein nahtloser Übergang in den Masterstudiengang ermöglicht wird, bleibt jedoch weiterhin offen.

Die Stiftungsprofessur ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren angelegt, „aber auch danach soll es weitergehen“, bekräftige Strohmeyer. Die Ausschreibung der Stelle soll in den nächsten Wochen erfolgen, bis zum Start werden aber voraussichtlich noch mindestens sechs Monate vergehen. Insgesamt 400.000 Euro stellt der Wasserversorger für Personal- und Sachkosten bereit.

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1 Kommentar

  • Kai-Uwe sagt:

    Dann finanziere ich jetzt über meine Wassergebühren also indirekt auch eine Stiftungsprofessur mit – ich bin stolz auf mich! ;-)

    Sicher nicht ideal, was Unabhängigkeit von Forschung und Bildung betrifft, aber dennoch positiv, wenn die Wirtschaft dort aushilft, wo die Politik mit ihren Einsparungen versagt.

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