Feliks Büttner und Helga Villanyi in der Galerie Möller

Die erste Jubiläumsausstellung der Galerie Möller zeigt zwei Künstler in einer Ausstellung, die unterschiedlicher nicht sein könnten

11. März 2011, von

Feliks Büttner, Helga Villanyi und Ulrike-Sabine MöllerWas haben Silberschmuck und abstrakte Malereien oder Grafiken miteinander zu tun? Auf den ersten Blick erst mal gar nichts. Und auf den zweiten eigentlich auch nicht, wenn ich ehrlich bin. Nur im Kopf von Ulrike-Sabine Möller, der Galeristin, hatten sich gewisse Parallelen gefunden, die sie veranlassten, beides zusammen auszustellen.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Galerie Möller wird es in den nächsten Ausstellungen um „Neuauflagen“ von bereits Dagewesenem gehen. „Im Jubiläumsjahr der Galerie gibt es einige ‚Ausstellungspaarungen‘, die sowohl Beständigkeit als auch Veränderungen in den Arbeiten der Künstler hinterfragen“, sagte Möller in ihrer Eröffnungsrede.

Kette von Helga VillanyiDie erste Paarung durfte gestern Abend begutachtet werden. Es handelte sich dabei um Helga Villannyi und Feliks Büttner. Sie präsentiert ihren Schmuck und er seine Malereien und Grafiken.

Helga Villanyi machte sich unter anderem mit der Herstellung des Ehrenpreises des Schweriner Filmkunstfestivals einen Namen. Auch die Gestaltung des Bauherrenpreises der Hansestadt Rostock kann sie sich auf die Fahnen schreiben. Vor allem aber fertigt sie Kleinplastiken und Schmuck, die sie nun wieder in der Galerie in Warnemünde ausstellt.

Helga Villanyi Besonders Silber hat es ihr angetan, welches sie liebend gern mit allem Möglichen kombiniert, um ihren Schmuck herzustellen. Beim Kombinieren hätte sie dann aber keine Materialfavoriten: „Eigentlich alles, was sich gut und interessant mit Silber verbinden lässt“, gibt sie sich offen. Und so kann sich der Besucher der Ausstellung auf eine Mischung nicht nur von Materialien, sondern auch von Formen freuen. Die Auswahl reicht von dezenten Ringen über auffallende Ketten bis hin zu riesenhaften Schmuckfedern aus Silber.

Feliks Büttner neben seinem Bild "Selbst"Weitaus bekannter als Helga Villanyi ist aber der Zweite im Bunde. Feliks Büttner machte sich vor allem durch Mund und Augen der AIDA-Flotte einen Namen. Die Kreuzfahrtschiffe tragen dank seiner Zeichnungen ein sympathisches Gesicht, das nun zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Dass er nicht nur Schiffe anmalt, zeigen die Malereien und Grafiken, die seit gestern in der Galerie Möller zu sehen sind.

Von Landschaften bis hin zu politischen Bildern malt er eigentlich alles. Der Künstler möchte sich dabei weder auf Lieblingsmaterialien festlegen, noch auf bestimmte Motive. „Ich male Landschaften, Frauen – nackte, angezogene, schlafende –, Männer, die arbeiten und auch Tiere“, erzählt Büttner. Nur faule Männer male er nicht. Häufig taucht der Künstler selbst als Motiv auf seinen Bildern auf. „Mir gefällt besonders das Bild von Feliks am Busen der Natur“, verriet Reinhold Raphael. „Das symbolisiert das pure Leben.“

Reinhold Raphael mit dem Bild "Der Weinfreund"Vorgestellt wurde er von Gottfried Siegmund, der normalerweise keine Eröffnungen mache, wie er sagte. Vor Jahren hatte er schon einmal eine Eröffnungsrede für Büttner gehalten und so ergriff er gestern noch einmal das Wort. Er versuchte, den Hintergrund von Kussmund und Augen zu erklären und erinnerte an alte Kriegsschiffe, die mit ihrer Bemalung ihre Feinde abschrecken sollten. Bei der AIDA sei das natürlich anders, da sagten die Bemalungen eher: „Wir kommen friedlich und wünschen euch gute Tage“, so Siegmund.

Gottfried SiegmundEbenso scheinen auch Büttners andere Bilder eine fröhlich machende Wirkung zu haben. Sehr farbenfroh und kunterbunt übereinander gemalt kommen die Acryl- und Siebdruckbilder daher. Einige kommen mit ein paar Strichen aus, andere sind von oben bis unten mit Farbe bedeckt. Genauso vielseitig wie seine Pinselführung, sind auch die Malgründe. So nutze er etwa für einige der ausgestellten Bilder alte Plakate, die von der Druckerei als Ausschuss beiseitegelegt wurden.

Bilder von Feliks BüttnerWer sich eine Portion gute Laune abholen möchte, sollte sich die erste Jubiläumsausstellung der Galerie Möller nicht entgehen lassen. Zu sehen ist diese noch bis zum 19. April Am Strom 68 in Warnemünde. Man darf dann gespannt sein, welche Ausstellungspaarung als Nächstes zu sehen sein wird.

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