„Fête de la Musique“ am 21. Juni 2011 in Rostock

Das internationale Fest der Musik wird in diesem Jahr erneut auf den Straßen der Hansestadt gefeiert

25. März 2011, von

Matthias Herrmann, Karina Jens, Karolin Trusch und Stéphanie Queudet„Wir sind eine Stadt der Musik und wollen das auch sein“, verkündete Karina Jens, Präsidentin der Bürgerschaft. Aus diesem Grund unterstützt sie in diesem Jahr das Institut franco-allemand und den Deutsch-Französischen Club bei der Organisation der „Fête de la Musique“. Bereits 1992 und 2009 gab es Versuche, das Fest in Rostock zu etablieren, die jedoch scheiterten. Mit der Hilfe der Stadt wird es diesmal größer aufgezogen und soll so dauerhaft in den Kalender aller Rostocker Einzug halten.

Karina JensUrsprünglich kommt das Fest aus Frankreich und findet seit 1982 traditionell am 21. Juni statt. Inzwischen finden sich in über 340 Städten auf der ganzen Welt Bürger zusammen, um unter dem Motto: „Musik von jedermann für jedermann“ einen Tag voller Musik zu verleben. Neben rund 20 anderen Städten in Deutschland soll das nun auch hier in Rostock seine Umsetzung finden. „Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihre Instrumente einpacken und auf dem Marktplatz wieder auspacken!“, so Jens.

Matthias HerrmannSo sollen am längsten Tag des Jahres von 15 bis 22 Uhr so viele Menschen wie möglich in die Innenstadt kommen, um dort zu musizieren oder einfach nur den Klängen zu lauschen. „Wir versuchen auch ganz bewusst die aufzurufen, die das nicht professionell machen, einfach mal den Mut aufzubringen und hinzugehen und zu spielen“, so Matthias Hermann, Vorsitzender des Clubs franco-allemand. „Wenn dann mal was schief geht, ist das ja nicht schlimm.“

Karolin Trusch und Stéphanie Quendet, Institut franco-allemandNatürlich sind aber auch alle professionellen Musiker herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Generell dürfen sich Musiker aller Stilrichtungen, die die Möglichkeit wahrnehmen möchten, sich vor Publikum zu präsentieren, angesprochen fühlen. Um das Ganze organisatorisch zu bewerkstelligen, müssen sich alle Künstler bis zum 10. Mai per E-Mail, Telefon oder auf der Internetseite des Festes anmelden. Da das Ganze für die Besucher kostenfrei sein wird, gibt es für Musizierende keine Gage.

Bisher stehen schon der Neue Markt, der Universitätsplatz und der Platz rund um das Kröpeliner Tor als Veranstaltungsorte im Freien fest. Weiterhin hat die HMT zugesagt, ihr Haus für Musiker und Besucher zu öffnen und stellt auch selbst Künstler aus den eigenen Reihen sowie der Young Academy. Nun würde noch alles dafür getan, ein paar Restaurants mit ins Boot zu holen und sie davon zu überzeugen, ein paar der Künstler bei sich spielen zu lassen, so Karina Jens.

Niklas Bockhoff, Vorsitzender des Clubs franco-allemandAuf dem Neuen Markt wird es eine große Bühne geben, die von der Eventagentur Goliath beigesteuert wird. Diese soll vor allem von Schul- und Studentenbands und anderen Ensembles genutzt werden. Auf dem Universitätsplatz ist dann genug Raum für alle, die ohne akustische Verstärkung Musik machen wollen. Am Kröperliner Tor werden das MAU und der Radiosender Lohro das Publikum mit von ihnen ausgewählten Künstlern beschallen. Im MAU soll im Anschluss dann auch die After-Show-Party stattfinden.

Neben Musikern werden vor allem auch weiterhin Kooperationspartner gesucht, die sich an der Organisation beteiligen. Bisher unterstützt beispielsweise die Stadtdruckerei Weidner den Druck von Flyern, Postern und ähnlichen Dingen.

Ob Jung oder Alt, alle Bürger aus Rostock und Umgebung sind gefragt, den 21. Juni zu einem Erlebnis für sich und alle anderen zu machen. Denn „Je mehr mitmachen, desto schöner wird es!“, so Matthias Herrmann.

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