Klubkultur „Par excellence“ – MAU-Club unter den besten Clubs

Die Initiative Musik zeichnet den Rostocker MAU-Club als einen der drei besten Clubs Deutschlands aus

11. April 2013, von
MAU-Club in Rostock
MAU-Club in Rostock

Für den Live Entertainment Award in der Kategorie „Club des Jahres“ musste der Rostocker MAU-Club zwar dem Aschaffenburger Colos-Saal den Vortritt lassen. Aber schon die Nominierung unter die letzten drei sei eine Ehre, heißt es auf der Homepage des Clubs im Stadthafen.

Besonders Konzertbühnen in kleineren Städten jenseits der Metropolen standen bei der vierten Preisverleihung im Fokus der 14-köpfigen Fachjury der Initiative Musik der deutschen Musikwirtschaft, die auch aus Bundesmitteln gefördert wird. Neben der niedersächsischen Musik Hall Worpswede stehe auch der Rostocker Klub „für eine Klubkultur ‚par excellence‘“ und wurde mit 5000 Euro prämiert. „Diese Spielstätten sind in den jeweiligen Regionen essenziell für das Kulturleben“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Es ist cool, gesehen zu werden“, freut sich MAU-Booker Thomas Fanter. „In Hamburg und Berlin kennt jeder die großen Konzerthallen. Da müssen wir auch als Standort Rostock kämpfen.“

Mit Erfolg: Namhafte Bands und Musiker haben schon den Weg in die Konzerthalle gefunden, die bis zu 850 Besuchern Platz bietet. Darunter die Beatsteaks, die Ärzte, die Bloodhound Gang oder Rammstein, damals noch als Vorband von Oomph! Wir sind Helden waren zu Beginn ihrer Karriere hier vor elf Leuten aufgetreten.

Abseits vom Mainstream: Im MAU findet auch das kleine Publikum sein Konzerterlebnis
Abseits vom Mainstream: Im MAU findet auch das kleine Publikum sein Konzerterlebnis

Denn nicht nur etablierte Künstler treten im MAU auf, auch der Nachwuchs – vor allem auch der hiesige – erhält hier Gelegenheit, sich einem meist jungen Publikum vorzustellen. DJ- und Skater-Workshops gehören ebenfalls zum Angebot des Jugendclubs, der vom Zabrik e.V. betrieben wird. Als freier Kulturträger wurde das MAU in den letzten Jahren jährlich mit etwa 130.000 Euro von der Stadt unterstützt.

Das MAU kann bereits auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken, erzählt Thomas Fanter. Schon 1895 lockte es als Ballhaus des Ostens mit Musik und Unterhaltung. In den 1950er Jahren habe ein gewisser Dieter Mau den Kulturbetrieb übernommen. Seine Nachfolger behielten den Namen bei und auch die dazugehörige Gastronomie Dieter’s trägt noch heute seinen Vornamen. Irgendwann wurde daraus ein Jugendclub. 1995 zog das MAU von seinem alten Backsteingebäude in der Blücherstraße, das später abgerissen wurde, in den Stadthafen.

Obwohl das MAU klar Rock-gefärbt und als „Metalschuppen“ eine bekannte Adresse ist, möchte der neue Booker, der seit einem Jahr die Bands und Musiker engagiert, den Club zukünftig stärker für andere Stilrichtungen öffnen. „Die Musik soll nicht mehr ganz so hart sein. Mit mir persönlich geht es eher in Richtung Pop“, sagt Thomas Fanter, der es klein und gemütlich mag.

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