Zwo, Eins, Risiko! - Rostocks-Offene-Bühne-Show!

FreitagNachtFoyer im Theater im Stadthafen

29. Januar 2011, von
Beautiful Sweatlana und Rawman
Beautiful Sweatlana und Rawman

„Ich möchte über Tiere sprechen. Wir hatten jetzt Kinderlieder, hier wird eine Kanone gebastelt. Da kann man auch mal über Tiere sprechen.“

Tiere? Kinderlieder? Kanonenbastelei? Wie passt das denn bitte zusammen? Normalerweise gar nicht, aber was ist schon normal im FreitagNachtFoyer des Theaters im Stadthafen, denn dort fand gestern zum zweiten Mal „Zwo, Eins, Risiko – Rostocks-Offene-Bühne-Show“ statt.

Ugly Katharina
Ugly Katharina

Wie bereits im Oktober vergangenen Jahres führte Rawman unter Assistenz von Beautiful Sweatlana und Ugly Katharina durch den Abend. Eröffnet wurde die Show erneut mit dem Song „Zwo-Eins-Risiko“ und natürlich sollte das Publikum auf die Frage „Rostock are you happy?“wieder mit einem „happy, happy, happy“ antworten.

Als erster Gast des Abends betrat Jim die Bühne. Rawman erzählte dazu zunächst, wie Jim ihm, Beautiful Sweatlana und Ugly Katharina das Leben vor einem Bären gerettet hatte, als sie gerade nach Deutschland gekommen war – und zwar mit einer Kartoffelkanone! Diese doch reichlich ungewöhnliche Waffe, die in erster Linie aus Abflussrohr besteht, wollte er im Laufe der Show nachbauen und am Ende demonstrieren.

Peter Thiers
Peter Thiers

Während Jim mit der Konstruktion beschäftigt war, begrüßte Rawman den nächsten Gast auf der Bühne. Dabei handelte es sich um Peter Thiers, der auch schon im Oktober mit von der Partie war: „Den ersten Text hab ich heute Morgen um halb sieben fertig geschrieben. Das macht aber gar nichts, der war ja davor schon bescheuert.“ In besagtem Text ging es um ein Telefonat, das man so eigentlich niemals führen möchte. Der zweite Text war weniger abgedreht, konnte das Publikum aber ebenfalls überzeugen. Zur Belohnung gab es Pfeffi von Ugly Katharina.

Theresa
Theresa

Der nächste Gast, war ebenfalls ein Wiederholungstäter, denn bereits im Oktober hatte Theresa die Bühne betreten und eine Diskussion zum Thema Trash eröffnet. Das Thema sollte das gleiche bleiben, allerdings ging es dieses Mal um Theresas Weg zu selbigem. Und so verwandelte sie sich auf der Bühne zur Trash Queen, was dem Publikum einige Lacher entlockte. Zur Belohnung, ihr ahnt es, gab es Pfeffi.

Wer bin ich Kandidaten Lisa und Björn
Wer bin ich Kandidaten Lisa und Björn

Anschließend war Publikumsbeteiligung gefragt, denn es wurde „Wer bin ich?“ gespielt. In Runde eins spielten Lisa als David Hasselhoff und Björn als Spiderman gegeneinander. Björn tendierte zunächst in Richtung Tarzan. Zwar schwingt dieser von Baum zu Baum, ähnlich wie Spiderman durch den Großstadtdschungel, dennoch war Lisa am Ende schneller am Ziel und konnte die Runde gewinnen.

In Runde zwei standen sich Julia (Alf) und Eike gegenüber und obwohl letzterer Silvio Berlusconi zunächst im Dschungelcamp vermutet hatte, deckte er seine Identität als Erster auf. Italien ist ja auch naheliegender als Melmak.

Jörg, Rawman und Marie
Jörg, Rawman und Marie

Da es ein besonderes Anliegen von Rawman ist, die Welt ein bisschen besser zu machen, wurden im nächsten Beitrag Kinderlieder gesungen, denn wo ist die Welt besser als in Kinderliedern? Marie sang zunächst „Ich hab mich verlaufen“ von Rolf Zuckowski und Jörg „Jule wäscht sich nie“ von Gerhard Schöne. Und weil es so schön war, gab es im Anschluss noch ein Duett. Ein herrlich schräger Auftritt, der natürlich wieder mit Likör belohnt wurde.

Jens
Jens

Nun war es Zeit, wie eingangs erwähnt, über Tiere zu sprechen. Im ersten Beitrag von Jens, einem Gedicht, ging es um einen Pandabären, hier ein kleiner Auszug: „Sein Blick schweift über Bambusstiele, die hat er alle ausgelutscht.“ Von den Pandas ging es weiter zu den Löwen in der Kurzgeschichte „Wie ich zu meinem Löwen kam“.

Ein völlig überdrehtes, urkomisches Werk über eine Zeitreise ins antike Rom und wieder zurück. Die Zeitreise erfolgte in diesem Fall übrigens nicht etwa per De Lorian oder Telefonzelle, sondern: „Ich reiste per Fön und demgemäß spürte ich einen warmen Luftzug.“

Herzblatt
Herzblatt

Und auch im nächsten Beitrag wurden die Lachmuskeln strapaziert. Jörg, der zuvor bereits Kinderlieder gesungen hatte, spielte ein Stück, in dem es um die Erweckung des Lazarus von den Toten ging. Dabei verkörperte er gleich eine ganze Reihe von Personen im fliegenden Wechsel, die als Schaulustige gekommen waren um das Wunder zu sehen.

Anschließend wurde es Zeit für das große Finale: Herzblatt! Drei Kandidatinnen aus dem Publikum mussten, wie im Original, Fragen beantworten, um den männlichen Kandidaten, Paul vom Ton, von sich zu überzeugen. Die Antworten wurden am Ende selbstverständlich von Susie noch einmal zusammengefasst. Das Rennen um den einsilbigen Paul machte Marie, die sich gegen Samira und Christin durchsetzte.

Jan, stolzer Besitzer der Kartoffelkanone
Jan, stolzer Besitzer der Kartoffelkanone

Damit war der letzte Beitrag zu Ende und der Abend so gut wie vorbei. Doch halt, nicht so schnell! Da war doch noch diese Kartoffelkanone. Und genau die wurde nun vor dem Theater demonstriert:

Ein wenig Feuerzeugbenzin eingefüllt, Kartoffel in den Lauf gestopft und Feuer. Verblüffend, wie gut das Ding funktioniert! Bei der anschließenden Versteigerung gab Jan mit 15 € das Höchstgebot ab und durfte sich über eine nagelneue Kartoffelkanone inklusive einem Sack Munition, äh Verzeihung, einem Sack Kartoffeln, freuen.

Die Show von Rawman (Michale Ruchter vom Volkstheater) und Beautiful Sweatlana (Janny Fuchs, Dramaturgin) konnte erneut das Publikum begeistern, das sich bestimmt schon auf das nächste Mal freut.

Das wird im März sein und wer auch einmal auf der Bühne bei „Zwo-Eins-Risiko“ stehen möchte, der schreibt einfach eine E-Mail an Janny Fuchs vom Volkstheater Rostock mit einer Beschreibung des geplanten Auftritts.

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1 Kommentar

  • NervigerBesserwisser sagt:

    Ist der Sinn einer Openstage nicht eigentlich dass man sich vorher nicht anmelden muss? Sondern einfach jeder der Lust hat auf die Bühne gehen kann? Aber ich schätze das wäre auch eher was für eine Bar. In einem Theatersaal würde sowas ja eventuell schnell natürlich traurig enden.

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