Elektroschmuck und Grafiken in der Galerie Möller

Werke von Holger Koch, Karolina Dworzecka und Marina Nörren in der Galerie in Warnemünde

23. Februar 2012, von
Die neue Ausstellung in der Galerie Möller in Warnemünde mit Marina Nörren, Karolina Dworzecka und Holger Koch
Die neue Ausstellung in der Galerie Möller in Warnemünde mit Marina Nörren, Karolina Dworzecka und Holger Koch

Volles Haus in der Galerie Möller in Warnemünde. Nachdem mit Karl-Heinz Moeller ein einzelner Maler das Ausstellungsjahr 2012 eröffnete, sind es nun gleich drei Künstler, die ihre Werke in der kleinen Galerie am Alten Strom ausstellen. Holger Koch zeigt seine vielfältige Malerei und Karolina Dworzecka und Marina Nörren präsentieren ihre Elektronik-Schmuckstücke.

Bei den drei spannenden Künstlern und dem großen Freundeskreis der Galerie ist es nicht verwunderlich, dass zur Ausstellungseröffnung am heutigen Abend auch besuchertechnisch volles Haus angesagt war. Gut 40 Gäste lauschten den Begrüßungsreden von Galeristin Ulrike-Sabine Möller ebenso wie der Loungemusik von Gitarrist Tommy Thomann und nutzen im Anschluss daran die Gelegenheit, mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen.

Der Maler Holger Koch
Der Maler Holger Koch

Der Freiberger Holger Koch ist schon ein alter Bekannter an der Ostseeküste. Seit über zehn Jahren arbeitet er mit der Galerie Möller zusammen, was vor der aktuellen schon zu zwei weiteren Ausstellungen führte. Der Maler hat sich nicht auf eine Technik festgelegt, sondern arbeitet mit ganz unterschiedlichen Formaten und Materialien. Unter den ungefähr 50 ausgestellten Arbeiten befinden sich Ölbilder, Handzeichnungen, Aquarelle, Radierungen und sogar sieben Skulpturen.

"Riesentraum" von Holger Koch
"Riesentraum" von Holger Koch

Seine Bilder fallen durch die farbenfrohe Bildkomposition und immer wiederkehrende Motive und Symbole auf. Dabei wirken viele Motive wie fantasievolle Illustrationen eines Kinderbuches. Da tummeln sich Elefanten, Vögel und auch menschliche Wesen vor komischen Kulissen. „Ich beginne meist einfach mit dem Arbeiten und ein wirkliches Bild entwickelt sich erst im Prozess“, beschreibt der Maler seine Arbeitsweise.

Etwas anders war es bei dem Bild „Riesentraum.“ Da hatte er schon vorher die Idee, dass man ja meist von Dingen träumt, die man sich wünscht. „Ich dachte mir, dass vielleicht auch Tiere träumen. Und wahrscheinlich träumen Hasen von Riesenkarotten, was ich dann in dem Gemälde umgesetzt habe.“ Anders als die anderen Wesen kamen die Hasen nicht wieder in anderen Bildern vor und blieben so einzigartige Gaststars.

Marina Nörren und Karolina Dworzecka präsentieren Elektroschmuck
Marina Nörren und Karolina Dworzecka präsentieren Elektroschmuck

Einzigartig sind auch die Schmuckstücke von Karolina Dworzecka und Marina Nörren. Sie verarbeiten Elektroschrott zu Ketten, Ohrringen und anderen wertvollen Gegenständen. Die Idee kam den beiden Freundinnen sehr spontan. Bei einem Umzug im Jahr 2007 fiel ein Fernseher runter, zerbrach und gab so den Blick auf sein Innenleben frei. Die Frauen entdeckten die eigentümliche Schönheit der Transistoren und Platinen. „Sie schrien förmlich nach Schmuck“, erzählt Marina Nörren.

Elektroschmuck "Transformator Art"
Elektroschmuck "Transformator Art"

Beide Künstlerinnen machen zwar auch einzeln Schmuck, am liebsten arbeiten sie aber gemeinsam. Dies ist jedoch schwierig, da Marina in Hamburg und Karolina in Oslo lebt. „Wenn wir zusammenarbeiten, ist es wie eine Person, weil wir uns auch menschlich so gut verstehen“, erzählt Karolina Dworzecka. Ganz neue Geräte eignen sich übrigens weniger für die Transformation, am besten eignen sich Elektrogeräte aus den 80er Jahren. Da ist dann aber die Vielfalt auch groß – Telefone, Fernseher, Kameras, sie alle können ihr Innenleben zu Schmuck machen lassen.

Die Ausstellung kann die nächsten sechs Wochen besichtigt werden und natürlich können alle Stücke auch gekauft werden. Ab dem 4. April werden in der Galerie Möller Grafiken von Walter Herzog und Objekte von Iris Stoff zu sehen sein.

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1 Kommentar

  • Sigri Hagen-Janßen sagt:

    Liebe Frau Nörren, ich liebe Ihre Schmuckstücke!! Einige habe ich in Ihrem Geschäft in Ottensen gekauft.
    Leider sind Sie nicht mehr dort anzutreffen. Ich finde es soooo schade!! Nun muß ich mich an das Internet-Angebot halten. Leider fehlt mir die sinnliche Erfahrung, den Schmuck z.B. in die Hand zu nehmen, die wunderbaren Creationen zu betrachten, und überhaupt auch Ihre Person. Schade, schade!
    Ich wünsche Ihnen viel Glück und Mut, diesen Weg weiter zu gehen. Alles Gute, Ihre Sigrid Hagen-Janßen

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