Mit Drogen und Ersatz-Urin in Geschwindigkeitskontrolle geraten

Ein 31-Jähriger Audi-Fahrer, der aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei gestoppt wurde, hatte neben einer Tüte mit Amphetaminen auch einen Beutel mit Ersatz-Urin bei sich

8. April 2019
Mit Drogen und Ersatz-Urin in Geschwindigkeitskontrolle geraten
Mit Drogen und Ersatz-Urin in Geschwindigkeitskontrolle geraten

Am vergangenen Wochenende hat die Rostocker Polizei erneut Geschwindigkeitskontrollen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt. Bei den Kontrollen wurden insgesamt 145 Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit festgestellt. 29 Pkw Fahrer müssen nun mit einem Bußgeld rechnen.

Herausragend war jedoch die Kontrolle eines 31-Jährigen Audi-Fahrers, der am Sonnabend gegen 14:30 Uhr mit 76km/h bei erlaubten 50km/h in die Kontrollstelle auf der Rövershäger Chaussee fuhr. Schon bei der Überprüfung der Personalien stellten die Beamten bei dem Mann drogentypische Auffälligkeiten fest. Der Rostocker sollte sich nun freiwillig einem Drogenvortest in Form einer Urinprobe unterziehen. Bevor er dazu aus seinem Fahrzeug stieg, steckte er sich einen im Fahrzeug abgelegten Beutel in die Hosentasche.

Zu seinem Leidwesen hatten die Beamten dies jedoch bemerkt und bei der anschließenden Kontrolle fanden sie nicht nur eine Tüte mit Amphetaminen, sondern auch den Beutel, der mit sogenanntem Ersatzurin gefüllt war. Ganz offensichtlich wollte der 31-Jährige damit den Urintest manipulieren.

Der Rostocker reagierte nun äußerst aggressiv und war auch nicht in der Lage eine echte Urinprobe abzugeben. Zur Feststellung seines Drogenkonsums wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet und durchgeführt. Der Führerschein des Rostockers wurde sichergestellt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Quelle: Polizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Drogen (98)Polizei (3536)

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2 Kommentare

  • Anonymous sagt:

    Es sollten langsam mal bessere Testmethoden entwickelt werden. Drogenkonsum und Straßenverkehr lassen sich prima trennen, aber bei den derzeitigen Tests führt jeder Drogenkonsum innerhalb der letzten Monate bereits zu einer langwierigen Prozedur, die mit vorläufigem Führerscheineinzug, Bluttest, lange Wartezeit bis zur Auswertung und vor allem auch zu rechtlichen Konsequenzen führt. Auch ein Konsum innerhalb der letzten 48 Stunden kann zu Problemen führen, da die Grenzwerte für die Wirkstoffe ebenfalls teilweise viel zu niedrig angesetzt sind. Vier Stunden nach einem Joint ist man einfach nicht mehr high, aber Autofahren kann man mindestens die nächsten 24 Stunden knicken. Alkohol wirkt sich viel stärker und gefährdender auf das Verhalten im Straßenverkehr aus, aber mit einer Stunde Wartezeit nach einem Bier ist man aus dem Schneider. Und der Schwarzmarkt bedient diesen Mangel mit Urinbeuteln und bestimmt noch einigem anderen Getrickse …

    Und Geschwindigkeitskontrollen sind Geschwindigkeitskontrollen und keine allgemeinen Verkehrskontrollen – dachte ich … also ich empfinde es auch schon immer als ärgerlich, solange gefilzt zu werden, bis man wegen einem fehlenden Hundegurt oder einem abgelaufenen Verbandskasten noch eins drüber kriegt aus Rache dafür, dass man so schön nach Konsument aussieht, aber leider sauber wie Meister Propper ist und bei einem einfach nichts zu finden ist ….

    Auch was das Aggressionspotential oder die Pampigkeit einiger Beamten angeht, wird oft nichts kommentiert … die Reaktion darauf aber immer …

  • Anonym sagt:

    Joint ist nicht gleich Joint und deshalb sind so pauschalaussagen „Nach vier Stunden ist man nicht mehr high“ kompletter Unsinn!

    Grundsätzlich aber Zustimmung: hier läuft was sehr verkehrt!

    Jeder der sich mit illegalisierten Rauschmitteln berauscht, wird unter den Augen der StVO als Mensch mit einem Sucht- bzw. Drogenproblem hingestellt. Man hat im Vergleich zu Alkohol mit unsinnigen Grenzwerten, viel zu hohen Strafen/Maßnahmen und Behördenwillkür zu kämpfen.

    Man kann sogar den Führerschein verlieren, wenn man gar nicht berauscht am Straßenverkehr teilnimmt, sondern nur konsumiert bzw. der verdacht auf Konsum besteht. Wenn so mit Alkohol verfahren würde, wäre es rechtens, jedem der Alkohol trinkt oder besitzt die Tauglichkeit ein Fahrzeug zu führen abzuerkennen.

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