Gewässerverunreinigung im Rostocker Seehafen

Beim Bebunkern eines niederländischen Frachters traten heute Morgen im Seehafen Rostock ca. 100 Liter Gasöl aus und gelangten größtenteils ins Hafenbecken

26. März 2016
Gewässerverunreinigung im Rostocker Seehafen
Gewässerverunreinigung im Rostocker Seehafen

Am 26.03.2016 kam es gegen 09:00 Uhr im Seehafen Rostock auf dem Liegeplatz 33 beim Bebunkern des niederländischen Zementfrachter „Gotland“ durch die norwegische Bunkerbarge „Oslo Tanks“ zu einem Overflow, wodurch ca. 100 l Gasöl aus der Tankentlüftung austraten und größtenteils ins Hafenbecken gelangten. Die dadurch verursachte Gewässerverunreinigung hatte ein Ausmaß von 150 x 850 m.

Zur Bekämpfung der Verunreinigung kamen Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Rostock mit dem Ölbekämpfungsschiff „Äsche“ und einem Schlauchboot sowie das Küstenstreifenboot „Warnow“ und zwei Schlauchboote der Wasserschutzpolizei Rostock zum Einsatz.

Ursächlich für den Overflow war vermutliche eine falsche Tankanzeige an Bord der „Gotland“ und/oder das Bebunkern mit einer zu hohen Pumpleistung.

Gegen den verantwortlichen Leitenden Ingenieur des M/V „Gotland“ wurde Strafanzeige wegen einer Gewässerverunreinigung gem. § 324 StGB gestellt und zur Sicherstellung des Strafverfahrens eine Sicherheitsleistung in Höhe von 8000,- EUR eingezogen.

Quelle: Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern

Schlagwörter: Seehafen (142)Umweltverschmutzung (16)Wasserschutzpolizei (80)

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