Sieger des Labelwettbewerbs an der Uni prämiert

Qualitätsplaketten sollen Studienwahl erleichtern

23. Juni 2011, von

Wer Student ist oder schon einmal studiert hat, wird es kennen. Da informiert man sich im Vorfeld viele Tag über mögliche Studienstandorte, Fächer, Stundenpläne und Voraussetzungen, bis man überhaupt erst anfängt zu studieren. Und dann die große Ernüchterung. Nicht nur das ausgewählte Fach ist ganz anders als erwartet, sondern man wird auch überhaupt nicht beim Studienstart unterstützt. Um solche Überraschungen künftig zu vermeiden, sollen die Studiengänge der Uni Rostock Labels bekommen. Diese weisen schon vor Studienbeginn, zum Beispiel im Internet, auf besondere Merkmale des jeweiligen Faches hin.

Entwürfe der Gewinner Internationalität, Studienklima, Forschung, Starthilfe und Praxis sind die fünf Auszeichnungen, die Studiengänge vermutlich ab 2012 tragen können. Die Idee kam im Rahmen des Wettbewerbes „Vermarktungsfähige Attraktivität der Studienbedingungen an ostdeutschen Hochschulen“ der Bundesregierung. Mit dem Konzept: „Die Universität Rostock passt (zu) Dir“ hatte die Hochschule den mit 100.000 Euro dotierten Preis gewinnen können. Die Umsetzung der Ideen befindet sich im Moment in der Pilotphase. Dazu gehörte auch ein Wettbewerb für die grafische Gestaltung der Labels.

Teilnehmer des Labelwettbewerbes 28 Entwürfe von Studierenden sind eingegangen. „Das ist viel mehr, als wir erwartet haben und ein sehr gutes Zeichen“, sagte Rektor Wolfgang Schareck bei der heutigen Verkündung der Sieger des Wettbewerbes. Zwar bekamen alle Teilnehmer eine Kleinigkeit, einen Kalender, einen Stadtführer und ein Büchlein über die Uni, richtig interessant waren aber vor allem die Geldpreise. 500 Euro für den ersten, 300 für den zweiten und 200 für den dritten Platz wurden vergeben. In der Jury saßen der Rektor, Studenten und weitere Mitarbeiter der Uni.

Platz 2: Ali Al Saegh (abwesend) Platz 1: Maria Kuckenburg Platz 2: Andrea Hoferichter Die Plätze 3 und 2 gingen an Andrea Hofrichter und Ali Al-Saegh. Da dieser nicht anwesend war, nahm ein Freund den Scheck entgegen, was der Rektor mit den Worten: „Wir gratulieren Ihnen zu so einem Freund“, kommentierte. Bei Platz eins überzeugte die Jury vor allem der innovative Gehalt und die gute technische Umsetzung der Gestaltung. Und gewonnen hat ihn Maria Kuckenburg.

Gewinnerin Maria Kuckenburg mit Wolfgang Schareck, Ludmila Lutz-Auras und Heidrun Jander Die 26-jährige Studentin war sichtbar glücklich. „Ich hatte nicht damit gerechnet, zu gewinnen!“ Sie studiert Grund- und Hauptschullehramt und kann das Preisgeld super gebrauchen. „Ich bekomme kein BAföG, daher kann ich mit dem Geld meine Miete bezahlen.“ Maria hofft, dass die Vorschläge und Ideen auch wirklich umgesetzt werden und nicht nur eine leere Ankündigung bleiben. Beim Design habe sie sich am runden Logo der Uni orientiert und die Labels wie Aufkleber gestaltet.

Ludmila Lutz-Auras und Heidrun Jander vom Projekt erklärten im Anschluss, wie es nun konkret weitergeht. „Im Moment sind wir dabei zu versuchen, die Studienstartbedingungen zu verbessern.“ Es gibt dafür bereits Pilotprojekte an drei Fakultäten, so bietet die Elektrotechnik zum Beispiel ein Tutorensystem an und die Physik studentische Navigatoren. Die Phase soll noch bis Ende 2012 gehen, danach sollen alle Studiengänge Labels bekommen können.

Voraussetzung für die Vergabe der Auszeichnungen ist eine erfolgreiche vorherige Evaluation. „Alles passiert in Absprache mit den Studenten“, sagte Heidrun Jander. „Es soll schon von Anfang an das Gefühl vermittelt werden, hier gut angekommen zu sein.“

Bleibt zu hoffen, dass dieses Gefühl auch wirklich die Studenten erreicht. Denn es ist nicht nur wichtig, irgendwo gut anzukommen, sondern auch, sich weiterhin wohlzufühlen.

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