Hansa Rostock empfängt den 1. FC Kaiserslautern

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Hansa Rostock morgen in der DKB-Arena auf den Erstliga-Absteiger Kaiserslautern

18. August 2012, von
Hansa-Trainer Wolfgang Wolf hat vor dem Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern Personalsorgen in der Innenverteidigung
Hansa-Trainer Wolfgang Wolf hat vor dem Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern Personalsorgen in der Innenverteidigung

„Im Pokal hast Du immer eine echte Chance“, stellt Hansa-Trainer Wolfgang Wolf klar und erinnert sich, wie ihm als Trainer des Drittligisten Kickers Offenbach 2010 eine Pokalsensation gegen Borussia Dortmund gelang, als der OFC den späteren deutschen Meister im Elfmeterschießen mit 4:2 bezwang.

„Ich sehe, dass wir wirklich eine Chance haben weiterzukommen, aber da muss alles passen“, gibt sich Wolf optimistisch. „Ohne Angst vor Fehlern“, sollen seine Jungs in die Pokalpartie gehen, „vielleicht fällt uns das in dem Spiel etwas leichter“, hofft der Trainer, nachdem Hansa zuletzt gegen Chemnitz sehr verunsichert aufgetreten ist.

Zwar sind die Rostocker nicht in der Favoritenrolle, doch Druck gibt es trotzdem, die Zuschauer hätten schon Erwartungen, stellt der Hansa-Coach klar: „Wenn die Leute herkommen, erwarten die, dass eine Pokalsensation gibt.“ Und auch die Mannschaft selbst habe nach dem zuletzt spielerisch schwachen Auftritt Ansprüche an sich selbst.

Hinter dem Einsatz von Abwehrchef Matthias Holst steht noch ein großes Fragezeichen
Hinter dem Einsatz von Abwehrchef Matthias Holst steht noch ein großes Fragezeichen

Dank „erstligareifem Sturm mit Bunjaku und Idrissou“ schätzt Wolf den FCK momentan stärker ein als in der Abstiegssaison aus der ersten Liga. „Da gilt es dagegen zu spielen, die Räume eng zu machen und auch couragiert nach vorne zu spielen.“ Zwar sieht sich Wolf nicht in der Pflicht, nach vorne zu spielen und möchte erstmal Sicherheit auf dem Platz bekommen, doch um am Sonntag nicht einzugehen, „müssen wir jetzt einen enormen Schritt nach vorne machen“.

Was den Kader betrifft, sieht es bei Hansa Rostock vor allem in der Innenverteidigung nicht rosig aus. „Wenn er niest, hat er im Bauchbereich riesige Probleme“, beschreibt Wolf den Zustand von Abwehrchef Matthias Holst. Auf jeden Fall vermeiden möchte der Hansa-Coach, dass Holst sich „für das Pokalspiel fit spritzen lässt“ und dann möglicherweise in den drei wichtigen Punktspielen der bevorstehenden englischen Woche fehlt.

Da auch Stephan Gusche noch nicht zu 100 Prozent fit ist, könnte bei Bedarf wieder Kapitän Sebastian Pelzer – wie schon gegen Babelsberg – in der Innenverteidigung aushelfen, vielleicht zusammen mit Ronny Marcos auf der linken Seite.

Mohammed Lartey fällt mit einer Knochenentzündung im Schambeinbereich mindestens drei Monate aus
Mohammed Lartey fällt mit einer Knochenentzündung im Schambeinbereich mindestens drei Monate aus

Hinter Michael Blum, Edisson Jordanov und Ondrej Smetana stehe zwar noch „das eine oder andere Fragezeichen“, so Wolf, sie sollten jedoch bis Sonntag fit sein.

Schlechte Nachrichten gibt es hingegen von Mohammed Lartey – mit einer Knochenentzündung im Schambeinbereich fällt er mindestens drei Monate aus. „Wenn wir Glück haben, ist er zu Beginn der Rückrunde wieder dabei“, erklärt Wolfgang Wolf, „das trifft mich sehr hart.“

Bis zum Ende der Transferperiode am 31. August wird der Verein versuchen, Verstärkung auf Larteys Position zu finden. In finanzieller Hinsicht wäre das Erreichen der nächsten Runde im DFB-Pokal dabei für den klammen Verein doppelt wichtig.

Zwischen acht- und zehntausend Fans werden morgen Abend in der DKB-Arena erwartet, darunter auch etwa 500 Anhänger der Roten Teufel – Anpfiff ist um 18:30 Uhr.

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