Hansa Rostock schließt die Südtribüne der DKB-Arena

Hansa schließt die Südtribüne, richtet eine Hotline für Hinweise zu Straftaten ein und strebt einen personifizierten Kartenverkauf für Auswärtsspiele ab 2012 an

1. Dezember 2011, von
Hansa Rostock schließt die Südtribüne
Hansa Rostock schließt die Südtribüne

Hansa Rostock schließt mit sofortiger Wirkung die Südtribüne der DKB-Arena. Dies ist eine von vier Maßnahmen, auf die sich der Vorstand des Vereins heute geeinigt hat.

„Ich möchte mich im Namen des FC Hansa Rostock ausdrücklich bei den Fans für die vergangenen Geschehnisse entschuldigen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann. „Der im Juni mit der aktiven Fanszene beschlossene Kodex wurde mit Füßen getreten. Die Vorkommnisse haben uns dazu veranlasst, konsequent zu handeln, um die Sicherheit für die Besucher der DKB-Arena zu verbessern.“

Die Jahreskarten für den Bereich der Südtribüne sind ab sofort für die Blöcke 27 und 27A gültig. Bereits erworbene Tageskarten können kostenfrei gegen Tickets im Bereich der Nordtribüne umgetauscht werden.

„Wir wollen zudem die unbelehrbaren Straftäter, die dem Verein bewusst Schaden zufügen, ausgrenzen und bitten dabei weiterhin um Unterstützung durch die Rechtsordnung“, führt Hofmann weiter aus.

Für seine Fans bietet Hansa Rostock ab sofort unter der Telefonnummer 0381-444 35 80 eine Hotline (auch per E-Mail: info@ra-klopsch.de oder Fax: 0381-444 358 19) an, bei der man (auch anonym) Hinweise zu Straftaten weitergeben kann.

Ab dem kommenden Kalenderjahr strebt der Verein für Auswärtsspiele einen personifizierten Kartenvorverkauf an. Bei sicherheitsrelevanten Spielen werden künftig ständig Sprengstoffspürhunde zum Einsatz kommen.

Nach den Geschehnissen beim Nordderby gegen St. Pauli am 19. November 2011 bat Hansa Rostock in seiner Stellungnahme öffentlich um Hilfe. Heute tauschte sich der Vorstand des Vereins mit Innenminister Lorenz Caffier und dem Polizeipräsidenten des Präsidiums Rostock Thomas Laum aus.

„Ich möchte darauf hinwirken, dass Staatsanwaltschaft und Justiz eine schnellere Abwicklung der Strafanträge und härtere Bestrafung sicherstellen. Wir werden unsere Arbeit im präventiven und repressiven Bereich verstärken“, erklärte Caffier.

Im Rahmen der laufenden Ermittlungsverfahren konnten bereits erste Ergebnisse verkündet werden:

„In Zusammenarbeit mit dem FC Hansa Rostock konnten bisher gegen 63 Personen Strafverfahren eingeleitet werden und mit dem Abschießen von Leuchtraketen in den Gästefanblock ein Fall der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz aufgeklärt werden“, so Thomas Laum.

Unabhängig von diesen Maßnahmen droht Hansa Rostock ein Geisterspiel als Strafe des DFB für die Geschehnisse beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli.

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