Hansa Rostock unterliegt dem VfL Osnabrück mit 2:3 | Rostock-Heute

Hansa Rostock unterliegt dem VfL Osnabrück mit 2:3

Osnabrück dreht nach einem 0:2-Rückstand die Partie gegen Hansa und beschert den Rostockern trotz guter Leistung in letzter Minute eine bittere 2:3-Niederlage

31. März 2013, von
Hansa Rostock - VfL Osnabrück: Michael Blum im Zweikampf mit Timo Staffeldt
Hansa Rostock - VfL Osnabrück: Michael Blum im Zweikampf mit Timo Staffeldt

Trotz guter Leistung und einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung kehrt Hansa Rostock auch aus Osnabrück mit leeren Händen heim. Den Lila-Weißen gelang es, die Partie zu drehen und in der letzten Minute der Nachspielzeit zum Endstand von 3:2 einzunetzen.

10.800 Zuschauer sehen in der Osnatel-Aena eine im Vergleich zum Darmstadt-Spiel auf zwei Positionen veränderte Rostocker Startelf. Leonhard Haas ersetzt nach abgesessener Sperre Julien Humbert, Johan Plat muss auf der Bank Platz nehmen. Im Sturm setzt Hansa-Trainer Marc Fascher auf Sargis Adamyan und Tom Weilandt.

Von Zurückhaltung ist bei den Rostocker Gästen von Beginn an wenig zu spüren. Hansa präsentiert sich angriffslustig, stört die Hausherren früh in deren Hälfte und lässt dem VfL wenig Raum zum Spielaufbau. Nach einer Zimmermann-Ecke von rechts steigt Ken Leemans im Osnabrücker Strafraum am höchsten, köpft den Ball jedoch deutlich am Tor vorbei (6. Minute).

Hansa Rostock - VfL Osnabrück: Noёl Alexandre Mendy bringt Hansa per Strafstoß in Führung Als Nico Zimmermann in der 15. Minute fast auf der Linie der linken Strafraumecke von Thijs Bouma gestoppt wird, zeigt der Unparteiische Christian Dietz sofort auf den Elfmeterpunkt. Noёl Alexandre Mendy lässt sich diese Chance nicht entgehen und verwandelt souverän. Über den Strafstoß lässt sich streiten, unverdient ist die Hansa-Führung zu diesem Zeitpunkt aber keinesfalls.

Auf der Gegenseite ist es Simon Zoller, der in der 32. Minute die größte Chance für Osnabrück hat. 25 Meter vor dem Tor der Rostocker fischt er sich nach einen Befreiungsschlag von Timo Beermann die Kugel aus der Luft, verzieht – bedrängt durch den spät nacheilenden Maurice Trapp – aus fünf Metern jedoch deutlich.

Zwingende Torchancen bleiben bis zum Pausenpfiff Mangelware und so verabschieden sich die Teams mit dem Stand von 0:1 zum Pausentee. Unverändert kommen beide Mannschaften aus den Kabinen zurück.

Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer im Duell mit Gaetano Manno (VfL Osnabrück)
Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer im Duell mit Gaetano Manno (VfL Osnabrück)

In der 53. Minute kann sich Sebastian Neumann nach einer Ecke im Kopfballduell gegen Leemans und Holst durchsetzen, trifft aus fünf Metern jedoch nur den Querbalken. Kurz darauf muss er das Feld für Emil Jula räumen. Und auch der nach einem Foul im ersten Abschnitt angeschlagene Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer muss den Platz verlassen. Für ihn kommt Michael Blum ins Spiel (54. Minute).

Statt den Ausgleich zu erzielen, macht Osnabrück den Gästen dann aber ein ganz besonderes Ostergeschenk. Etwas bedrängt von Tom Weilandt spielt Beermann einen Rückpass zu seinem Keeper Marcus Rickert, dem die Kugel nach einem groben Patzer durch die Beine ins Tor kullert (61. Minute).

Der VfL steckt jedoch keineswegs auf und baut ordentlich Druck auf. Erst verpasst Simon Zoller eine schöne Eingabe von Daniel Nagy nur knapp (62. Minute), dann vergibt Alexander Krük nach einem Eckball die Chance zum Anschlusstreffer, als sein Schuss von der linken Torraumgrenze aus weit übers Tor der Rostocker geht (63. Minute).

In der 69. Minute lässt der eingewechselte Jula die Lila-Weißen dann jedoch jubeln. Nach einer Flanke von Gaetano Manno hechtet er sich in den Ball und köpft aus acht Metern unhaltbar für Brinkies zum Anschlusstreffer ein.

Ken Leemans (Hansa Rostock) im Duell mit Timo Staffeldt (VfL Osnabrück)
Ken Leemans (Hansa Rostock) im Duell mit Timo Staffeldt (VfL Osnabrück)

Nur zwei Minuten später folgt sogar der Ausgleich. Als Trapp einen Schuss von Marcus Piossek blockt, ist sein Ellenbogen mit im Spiel. Schiedsrichter Dietz entscheidet auf Handelfmeter, den Timo Staffeldt sicher zum 2:2 verwandelt.

Die Partie ist wieder vollkommen offen und beide Teams haben Chancen in Führung zu gehen. Ein Beermann-Kopfball landet am linken Pfosten (73. Minute), auf der Gegenseite streicht ein Distanzschuss von Blum knapp über den Querbalken (84. Minute).

Hansa-Trainer Marc Fascher wirkt nach der Niederlage gegen Osnabrück enttäuscht und nachdenklich
Hansa-Trainer Marc Fascher wirkt nach der Niederlage gegen Osnabrück enttäuscht und nachdenklich

Als alles schon nach einer Punkteteilung aussieht, gelingt dem VfL in der letzten Aktion der Nachspielzeit doch noch der entscheidende Treffer. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Zoller und Jula nimmt Jula den Ball volley und versenkt ihn von der linken Torraumecke aus im langen Eck.

Auch wenn bei den Hansa-Treffern etwas Glück im Spiel war und einige Defizite nicht wegzureden sind, hat die Fascher-Elf an diesem Samstag ihre bis dato beste Rückrundenleistung abgeliefert. Umso bitterer ist die Niederlage in letzter Sekunde. Weiter geht der Kampf um den Klassenerhalt am kommenden Samstag, wenn mit Arminia Bielefeld der Tabellenzweite in der DKB-Arena zu Gast ist.

Tore:
0:1 Noёl Alexandre Mendy (16. Minute, Foulelfmeter)
0:2 Timo Beermann (61. Minute, Eigentor)
1:2 Emil Jula (69. Minute)
2:2 Timo Staffeldt (71. Minute, Handelfmeter)
3:2 Emil Jula (90+3. Minute)

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Johannes Brinkies (Torwart)
Noёl Alexandre Mendy, Matthias Holst , Maurice Trapp, Sebastian Pelzer (Michael Blum, ab 54. Minute)
Ken Leemans, Leonhard Haas
Emil Rilke (Julien Humbert, ab 90+1. Minute), Nico Zimmermann (Ben Zolinski, ab 65. Minute)
Sargis Adamyan, Tom Weilandt

Fotos: osnapix/Titgemeyer

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