KESS: Kinder-Eltern-Spiel-Studier-Zimmer

Jungen Eltern das Studieren leicht(er) gemacht – Eröffnung des KESS in der Universitätsbibliothek Rostock

9. Juni 2010, von
Kinder-Eltern-Zimmer an der Uni Rostock
Kinder-Eltern-Zimmer an der Uni Rostock

Dass es nicht ganz einfach ist, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, ist allgemein bekannt. Um ihre zahlreichen Studenten deshalb bei der Familienplanung zu unterstützen, hat sich die Rostocker Universität jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: nämlich KESS, das Kinder-Eltern-Spiel-Studier-Zimmer.

Zuerst einmal gab es eine große Premiere für mich, da ich noch niemals zuvor in der Rostocker Universitätsbibliothek gewesen war. Warum auch, als Nicht-Studentin? Von außen ist das imposante Gebäude natürlich wohl bekannt, vor allem aus meinen vielen Fahrstunden in der Südstadt. Der Innenraum war jedoch noch viel beeindruckender, als ich es mir je vorgestellt hatte. Da lohnt es sich ja fast, in Rostock zu studieren.

Der kleine Noah (1) ist einer der ersten Besucher
Der kleine Noah (1) ist einer der ersten Besucher

Um mich nicht gleich zu verlaufen, ließ ich mir den Weg zum neuen Kinder-Eltern-Zimmer an der Anmeldung beschreiben. Treppe rauf, Mittelgang folgen, immer geradeaus. Kein Problem. An der unscheinbaren Glastür schließlich angekommen, deutete auch schon eine bunte Beschriftung darauf hin, dass ich mein Ziel offensichtlich erreicht hatte.

Als erste neugierige Besucherin wurde ich auch sogleich von Annette Meier, Geschäftsführerin der Familienfreundlichen Hochschule, und Christina Haacker, Sozialreferentin des AStA, freundlich begrüßt. Auch das neue Zimmer beeindruckte mit freundlichen Farben und viel Sonnenlicht, wie man es von einem Kinderzimmer erwartet hätte.

Prof. Wolfgang Schareck bei der Kreativarbeit
Prof. Wolfgang Schareck bei der Kreativarbeit

Der erste potenzielle Nutzer der neuen Räumlichkeiten traf wenig später ebenfalls ein. Der kleine Piet, gerade mal ein halbes Jahr alt, sah sich aufmerksam vom Arm seiner jungen Mutter aus um und fand offensichtlich ebenso Gefallen am Kinder-Eltern-Zimmer wie sie.

Zur feierlichen Eröffnung kam natürlich auch Prof. Wolfgang Schareck dazu, Rektor der Universität Rostock. „Wir wollen nicht nur familiengerecht, sondern familienfreundlich sein“, begründet er die neue Investition. Im KESS können die Studenten Arbeit und Familie perfekt miteinander verknüpfen, aber auch Gastprofessoren und Nicht-Eltern sind im neuen Zimmer gern gesehen.

Spielzeug im KESS der Universitätsbibliothek
Spielzeug im KESS der Universitätsbibliothek

Vom Gitterbett bis zur kleinen Sitzecke ist das KESS für Kinder aller Altersgruppen geeignet. Auch Spielzeug, Bücher und Plüschtiere stehen zur intensiven Beschäftigung und zum Liebhaben bereit. „Eltern können gern auch Spielzeug stiften, das zu Hause nicht mehr benötigt wird“, erklärt Prof. Schareck die Idee des KESS.

Aus Sicherheitsgründen gibt es im neuen Bibliothekszimmer allerdings keine Computer. „Die vielen Kabel wären für die Kinder viel zu gefährlich“, sagt Annette Meier. Laptops können aber selbstverständlich mitgebracht werden und auch das Ausleihen eben dieser ist in Planung.

Auch der kleine Piet beteiligt sich mit einem Handabdruck
Auch der kleine Piet beteiligt sich mit einem Handabdruck

Wegen der positiven Resonanz bei Professoren und Studenten wurde bereits gestern zeitgleich ein zweites Kinder-Eltern-Spiel-Studier-Zimmer in der Ulmenstraße (Haus 3) eröffnet, welches junge Eltern nutzen können.

Zum Andenken an den Tag dürfen sich alle noch an einem gemeinsamen Kunstwerk beteiligen, welches zukünftig das KESS schmücken soll: eine weiße Leinwand mit bunten Handabdrücken. Ob der kleine Piet die winzige grüne Hand wohl als seine eigene identifizieren wird, wenn er in 20 Jahren hier studiert?

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