120. Spielzeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock

Mit einer musikalischen Ostsee-Reise durch die 120. Spielzeit: Die Philharmonische Gesellschaft, die Norddeutsche Philharmonie und das Volkstheater Rostock stellen das Konzertprogramm der Saison 2014/15 vor.

15. September 2014, von
Die Philharmonische Gesellschaft, die Norddeutsche Philharmonie und das Volkstheater Rostock stellten das Konzertprogramm der kommenden Saison vor
Die Philharmonische Gesellschaft, die Norddeutsche Philharmonie und das Volkstheater Rostock stellten das Konzertprogramm der kommenden Saison vor

Am 20. September geht das Traditionsschiff „Volkstheater“ endlich wieder auf große Fahrt. Interessierte können mit an Bord kommen und sich auf eine spannende Reise freuen. Die große Welle führt das Publikum musikalisch in unterschiedliche Ostseeländer und hält Stücke berühmter Komponisten und Auftritte namhafter Gastdirigenten bereit.

Los geht die Reise am kommenden Samstag mit dem dreiteiligen, spartenübergreifenden Auftaktspektakel „1. STAPELLAUF Neubeginn“, das bis in den Oktober sieben Mal wiederholt werden soll. Neben dem Theaterstück „Wie im Himmel“ und der Uraufführung des Erstlingsromans „Ingrid Babendererde“ von dem norddeutschen Dichter Uwe Johnson wird die erste Mitspieloper der Musikgeschichte „Untergang der Titanic“ aufgeführt.

In Zukunft soll jede Spielzeit mit einem solchen spartenübergreifenden Theaterspektakel eröffnet und mit einem „RostockerVolkstheaterSommer“ aller Sparten beendet werden.

Auch wenn in Stadt- und Landespolitik derzeit vieles auf eine Zielvereinbarung mit nur noch zwei Sparten deutet, machte der neue Intendant Sewan Latchinian nochmals deutlich, dass auch künftig alle vier Sparten des traditionsreichen Volkstheaters bestehen bleiben. Sogar zwei zusätzliche Sparten seien in Planung: das Figurentheater und die Rostocker Bürgerbühne. Auch an der lang umstrittenen Sparte der Norddeutschen Philharmonie Rostock wird festgehalten. „Eine Verkleinerung oder Herabstufung dieses wunderbaren A-Orchesters unseres Volkstheaters ist mit mir nicht zu machen. Wir haben an einem tollen Programm gearbeitet und wollen zeigen, dass vier Sparten mit dem uns zur Verfügung stehenden Geld genauso gut funktionieren können“, so Latchinian.

Intendant Sewan Latchinian im Kinderstück „Peter und der Wolf“
Intendant Sewan Latchinian im Kinderstück „Peter und der Wolf“

Für Latchinian war die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Chor und den Orchestermusikern eine tolle neue Erfahrung. Anscheinend hat es ihm sogar so gut gefallen, dass er prompt die Sprechrolle in dem Kinderstück „Peter und der Wolf“ übernahm. Das von dem russischen Komponisten Sergej Prokofjew inszenierte Märchen feiert am kommenden Sonntag im Großen Saal des Volkstheaters seine Premiere. Der Zoo-Tierpfleger (Sewan Latchinian) erzählt, begleitet von der Orchestermusik der Norddeutschen Philharmonie, die abenteuerliche Geschichte von dem kleinen Jungen Peter, der einem Wolf dabei hilft, ein neues Zuhause im Zoo zu finden. Hierbei wird jedes Tier von einem anderen Instrument verkörpert. Auch wenn bei der heutigen Generalprobe das Orchester nicht von Anfang an dabei war und die Musik nur im Hintergrund spielte, konnte man schön beobachten, wie Darsteller und Musik sich zusammen zu einem Stück ergänzten.

Doch es gibt nicht nur ein vielfältiges Programm für Kinder. Auch beliebte Konzertreihen wie „Classic Light“ in der Yachthafenresidenz Hohe Düne, die „Barocksaalklassik“, die Kammerkonzerte in der Kunsthalle oder die Solistenkonzerte werden wieder angeboten.

Thomas Diestel (Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft), Prof. Dr. Christian Plath (Mitbegründer und stellv. Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft Rostock), Hans-Michael Westphal (Orchesterdirektor) und Andreas Ott (aus dem Orchestervorstand)
Thomas Diestel (Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft), Prof. Dr. Christian Plath (Mitbegründer und stellv. Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft Rostock), Hans-Michael Westphal (Orchesterdirektor) und Andreas Ott (aus dem Orchestervorstand)

„Wir haben unser Kunstvorhaben für 2014/15 erfolgreich auf den Weg gebracht. Jedes einzelne Konzert spricht für sich“, freut sich Thomas Diestel, Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft Rostock. So werden namhafte Dirigenten wie Michael Boder aus Kopenhagen oder Hendrik Vestmann aus Bonn zu Gast sein. Ein weiteres Highlight stellt zudem das 2. Klavierkonzert von Brahms mit dem Pianisten Lars Vogt dar.

Neu dieses Jahr ist der Konzertspieltag am Dienstag. „Wir hoffen, dass damit auch wieder vermehrt Jugendliche ins Theater kommen. Am Wochenende wurden Aufführungen gerade von jungen Leuten nur sehr wenig angenommen“, so Diestel.

Unter dem Motto „Theater trifft Schule im Konzert“ werden in der kommenden Saison auch viele Kinderkonzerte und Konzerte für Teens angeboten. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock verfolgt dabei das Ziel, junge Zuschauer wieder vermehrt an klassische Musik heranzuführen. Den gleichen Gedanken verfolgt das Schulprojekt „Rhapsody in School“. Im Rahmen dieser Initiative wird der Pianist Lars Vogt am 29.09.14 die Werkstattschule in Rostock besuchen.

In diesem Sinne wünschen wir dem Volkstheater und der Norddeutschen Philharmonie Rostock eine tolle 120. Spielzeit und gute Fahrt!

Schlagwörter: Klassik (74)Konzert (318)Norddeutsche Philharmonie (28)Sewan Latchinian (14)Volkstheater (246)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.