Kulturen des Wissens – Vorlesung der Uni Rostock

Joachim Jungius – Die Ordnung des Wissens

5. Januar 2010, von

Hörsaal Anatomie der Universität Rostock Nach der gestrigen feierlichen Veranstaltung anlässlich des Rostocker Zoo-Jubiläums steht heute mal wieder etwas trockene Kost auf dem Zettel. Im Rahmen der Kulturen des Wissens 2009/10 fand heute in der Kategorie „Rostocker gelehrte Köpfe“ eine Vorlesung über Joachim Jungius statt.

Prof. Dr. Christoph Meinel von der Universität Regensburg referierte über das Thema „Die Ordnung des Wissens: Joachim Jungius, die ’syndiakritische‘ Methode und die Erfindung des Zettelkastens“.

Ringvorlesung: Kulturen des Wissens 2010 Meine letzte Vorlesung liegt auch schon eine gewisse Zeit zurück, daher bin ich mal gespannt, inwieweit das doch aufs erste hoch komplizierte Thema verständlich vorgetragen wird. Und die Bedeutung des Wortes „syndiakritisch“ musste ich auch erstmal nachschlagen. Dabei kam heraus, dass es sich um eine Wortschöpfung von Jungius selbst handelt. Joachim Jungius war ein deutscher Mathematiker, Physiker und Philosoph.

Er wurde 1587 in Lübeck geboren und wirkte unter anderem auch an der Universität Rostock, wo er 1622 die erste naturwissenschaftliche Gesellschaft nördlich der Alpen gründete. Im Alter von 69 Jahren verstarb der umtriebige Wissenschaftler in Hamburg. Dieser kurze Abriss des Lebens sollte erstmal genügen. Die Ringvorlesung „Kulturen des Wissens“ ist im Übrigen eine Gemeinschaftsveranstaltung der Moritz-Schlick-Forschungsstelle, des Arbeitskreises „Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte“ und der Universitätsbuchhandlung Weiland.

Wolfgang Schareck und Renate Bähker Die heutige Vorlesung war vielleicht nicht quantitativ, dafür aber qualitativ gut besucht. Unter anderem nahm der Rektor der Universität Rostock, Prof. Wolfgang Schareck, ebenso Platz wie die amtierende Direktorin der Universitätsbibliothek Rostock, Renate Bähker.

Ganz professorenuntypisch begann der Vortrag von Meinel ein paar Minuten später. Dafür war er verständlich und gut vorgetragen.

Christoph Meinel Er selber als Chemiker und Wissenschaftsgeschichtler habe lange geforscht über das Leben und Handeln von Jungius. Gegliedert wurde das Referat in drei Stufen. Als erstes gab es einen Abriss der Biografie, gefolgt von der Thematik der Wissenschaftsreform und abschließend wurde über die Wissenschaftsordnung und deren Bezug zur Praxis diskutiert.

Rostock verfügt ja sogar über eine Joachim-Jungius-Straße, wo auch zufälligerweise das Büro meines Chefs liegt. Ob das der Grund für die Wahl dieser Veranstaltung war? Interessant war der Besuch in jedem Fall.

Die nächste Vorlesung dieser Reihe findet am 19.01.2010 im Hörsaal Anatomie statt. Prof. Dr. Konrad Zimmermann spricht zum Thema „Gottfried von Lücken – Hochschullehrer in drei Systemen“. Eine gute Möglichkeit, um ein wenig in die Geschichte der Universität einzutauchen.

Schlagwörter: Joachim Jungius (2)Universität Rostock (334)Wolfgang Schareck (56)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.