Familientag in der Kunstschule Rostock

Eltern und Kinder waren herzlich eingeladen sich unter dem Thema „Blau“ in drei Projekten auszuprobieren

27. Februar 2011, von
Iris Thürmer im "Dia-Forschungslabor"
Iris Thürmer im "Dia-Forschungslabor"

Bereits im Eingangsbereich der Kunstschule erkennt man das Thema des diesjährigen Familientags. Die Türen sind mit blauer Folie beklebt und lassen den dahinter liegenden Raum in einem schummrigen Licht erscheinen. Auch das Café im ersten Stock befindet sich ganz in der Gewalt der Blautöne. „Nur das mit dem Blaubeerkuchen hat nicht geklappt“, erzählt Karin Vogel, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Kunstschule.

In drei Projekten konnten sich die Kinder ausprobieren und neue Dinge entdecken. Im „Dia-Forschungslabor“ hatte Iris Thürmer allerhand Bastelmaterial zusammengetragen. Die Kinder konnten zum Beispiel mit Hilfe von Folie (natürlich überwiegend blauer) und Farbe kleine, transparente Bilder gestalten. Diese wurden dann mit einem Diaprojektor an die Wand geworfen. „Ich wollte die Kinder dazu anregen die verschiedensten Materialien zu erforschen“, sagt sie.

Janet Zeugner im "Fotolabor"
Janet Zeugner im "Fotolabor"

Einen Raum weiter fand sich das „Fotolabor“. Hier hatte Janet Zeugner, die sonst einen experimentellen Fotografie-Kurs für Jugendliche und Erwachsene leitet, schon etliche Behälter mit ominösen Flüssigkeiten aufgestellt. Die Kinder konnten mit Hilfe von Fotochemikalien Bilder auf spezielles Papier malen und dann anschließend durch mit weiteren Chemikalien gefüllte Schalen ziehen. Durch das einfallende Licht färbten sich die Bilder mit ein bisschen Glück blau ein.

Nicole Christel und Tochter Annalena-Pauline in der Kunstschule Rostock
Nicole Christel und Tochter Annalena-Pauline in der Kunstschule Rostock

In einer weiteren Station konnten die Kinder unter Anleitung von Wanja Tolko Bilder drucken. Zunächst mussten sie ihre vorgezeichneten Motive in Linoleum-Platten ritzten. Anschließend wurden diese dann mit Farbe bestrichen, die, wie sollte es anders sein, zumeist blau war. Die siebenjährige Annalena-Pauline verriet mir: „Das macht Spaß“. Sie war mit ihrer Mutter, Nicole Christel, extra aus Rostock-Schmarl gekommen. „Da unsere Fotos leider nichts geworden sind, nehmen wir auf jeden Fall die Sachen mit, die Annalena heute macht“, erzählt diese.

Wanja Tolko im "Drucklabor"
Wanja Tolko im "Drucklabor"

Besonders das Druck- und das Fotolabor sollten den Besuchern näher gebracht werden. „Es wäre ganz schön, wenn wir ein bisschen Interesse dafür wecken könnten. So könnten wir vielleicht wieder ein paar neue Sachen ins Kursprogramm aufnehmen“, erklärt Karin Vogel.

Neben den angebotenen Projekten gab es außerdem eine Ausstellung mit Bildern in den Fluren zu bestaunen. Diese stammen aus den Kursen der Kinder von drei bis dreizehn. „Dann können Oma und Opa auch mal gucken und die Kinder sind immer sehr stolz“, erzählt Christian Elgert, der sich um die Ausstellung gekümmert hat. „Und natürlich sehen die Kinder dann schon mal, wie so etwas an der Wand wirkt. Dann fühlen sie sich gleich noch ein bisschen mehr wie kleine Künstler.“

Christian Elgert vor dem bunten Engel
Christian Elgert vor dem bunten Engel

Besonders ins Auge stach dabei der große, bunte Engel, der im Treppenflur aufgehängt wurde. „Der ist in meinem Kurs entstanden“, erzählt Elgert. „Ich habe ihn vorgemalt und dann in einzelne Stücke zerlegt. Die Kinder konnten ihn dann ausmalen, ohne zu wissen, an welchem Stück sie gerade arbeiten. Erst zum Schluss hat man dann gesehen, wo was hingehörte.“

Die Kunstschule steht allen Interessierten von Montag bis Freitag immer von 10:00 bis 18:00 Uhr offen. Informationen zum Kursangebot finden sich auf der Homepage der Schule.

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