Kinderkonzert „Ein bunter Hund am weiten Meer“

Liedermacher Matthias Meyer-Göllner entert das Piratennest

14. Juli 2011, von
Matthias Meyer-Göllner und sein Publikum beim Ritterrüstungs-Tanz
Matthias Meyer-Göllner und sein Publikum beim Ritterrüstungs-Tanz

Was macht „Quietsch, quietsch, tschadukka, doing, buff“ und steht am Warnemünder Strand? Matthias Meyer-Göllner und ungefähr zwanzig Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren. Die Laute, die der Musikpädagoge und sein junges Publikum von sich geben, sind die einer alten Ritterrüstung. Während die Eltern nur zusehen, machen die Kinder begeistert die Bewegungen und Geräusche zum Refrain mit.

Dieses Lagerfeuerkonzert gibt es mittlerweile seit drei Jahren. Und Ute Klawonn von der Tourismuszentrale ist sichtlich zufrieden damit. „Auch, wenn wir immer etwas Pech mit dem Wetter haben.“ Genauso an diesem Mittwochabend. Der Regen, der am Nachmittag einsetzte, hat zwar schon aufgehört, doch der Wind weht immer neue graue Wolke über die Ostsee. Aber selbst bei strömenden Regen hätte das Lagerfeuerkonzert stattgefunden. Dann allerdings mit Laternen statt Feuer und einem Dach über den Köpfen der Kinder.

Musikalische Verstärkung: Fünf Kinder durften das Instrument Kazoo spielen
Musikalische Verstärkung: Fünf Kinder durften das Instrument Kazoo spielen

Die Anwesenden, Kinder wie Erwachsene, sind jedoch hartgesotten und trotzen den herrschenden Wetterbedingungen mit Regenjacken und guter Laune. Viele haben es sich auf Decken und Handtüchern gemütlich gemacht. Doch die Kinder bleiben nicht lange am Boden, denn Meyer-Göllner fordert sie zum Mitmachen auf. Sie müssen imaginäre Dudelsäcke aufpusten oder Insekten, mit dem Instrument Kazoo imitieren. Beim Muschelhüpfer-Tanz dürfen sogar die Eltern mitmachen, um die kalt gewordenen Glieder wieder etwas zu erwärmen.

Das Piratennest ist eine schöne Kulisse für das Lagerfeuerkonzert. „Das Konzept gibt es schon seit ungefähr zehn Jahren, anfangs mit einer Holzhütte“, erzählt Klawonn. Das jetzige Piratenschiff ist ein alter Container der Rettungsschwimmer, der von Kindern bemalt wurde. Es ist ein Anlaufpunkt für die verschiedensten Aktionen, die die Tourismuszentrale für Urlauber sowie die Rostocker Kinder plant. Dazu gehört zum Beispiel auch eine Piratenfahrt oder, in diesem Jahr, das Musiktheater Rumpelstil.

Samantha (l.) und Madeleine Behrendt, Urlauber aus Berlin
Samantha (l.) und Madeleine Behrendt, Urlauber aus Berlin

Auch Madeleine und Samantha Berendt sind auf das Ferienangebot am Piratennest aufmerksam geworden. Die beiden Berlinerinnen machen gerade zwei Wochen Urlaub an der Ostsee. Sie sind zwar nicht zum ersten Mal in Warnemünde, aber Matthias Meyer-Göllner haben sie dort vorher noch nie gesehen. „Es hat uns sehr gut gefallen“, erzählt die größere der beiden Schwestern, nachdem sie sich eine Postkarte des Sängers abgeholt haben.

Hier ist Mitmachbereitschaft gefragt: Die Erwachsenen lassen die "Muscheln" hüpfen
Hier ist Mitmachbereitschaft gefragt: Die Erwachsenen lassen die "Muscheln" hüpfen

Nach über einer Stunde und zwei Zugaben, die alle Kinder lautstark vom Musiker forderten, kehrt Ruhe ein am Ostseestrand.

Doch natürlich kann es an so einem Piratennest nicht lange ruhig zugehen, spätestens am nächsten Tag in der Früh kommt das Gewusel beim Piratenfest mit Schatzsuche zurück. Und auch Matthias Meyer-Göllner verabschiedet sich nach seinem Auftritt nur vorerst. Denn wer auch Kazoo spielen oder den Ritter-Tanz mit quietschender Rüstung tanzen will, kann am 18. August um 19 Uhr (noch einmal) zum Warnemünder Piratennest, am Strand in Höhe des Hotels Neptun, kommen.

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