LED-Informationstafel soll Warnemünde vom Verkehr entlasten

Eine neue LED-Informationstafel an der Stadtautobahn steuert künftig Verkehrsströme und soll bei Großevents auf den PR-Parklatz am IGA-Park hinweisen

2. August 2017
LED Informationstafel an der Stadtautobahn in Richtung Warnemünde
LED Informationstafel an der Stadtautobahn in Richtung Warnemünde

Für einen gut fließenden Verkehr ohne langwierige Parkplatzsuche sowie eine reduzierte Luftverschmutzung sorgt ab heute eine neue LED-Informationstafel an der Stadtautobahn (B 103) Richtung Warnemünde. Autofahrer sollen bereits im Vorfeld des Kreuzungsbauwerks Lütten Klein dazu angeregt werden, eine alternative Anreise zu wählen oder in Lütten Klein auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) umzusteigen. Dafür sind beispielsweise die 427 Stellplätze auf dem Parkplatz an der „Alten Warnemünder Chaussee“ zukünftig für Park & Ride nutzbar und werden bei Rückstaugefahr oder Großveranstaltungen über die Anzeigetafel ausgewiesen.

„Wir wollen gerade das städtische Ostseebad Warnemünde als Ziel von Tagestouristen und Naherholenden mit einem breit gestaffelten und frühzeitig greifenden Managementsystem vom Parksuchverkehr frei halten, zum Nutzen für alle“, unterstrich Senator Holger Matthäus heute bei der Inbetriebnahme der ersten Anlage dieser Art in der Hansestadt. Auf der B 103 Richtung Ostseebad Warnemünde kommt es im sommerlichen Urlaubsverkehr regelmäßig zu Rückstaus und zähfließendem Verkehr. Mit den Parkflächen im Bereich des S-Bahn Haltepunkts Lütten Klein verfügt die Hansestadt Rostock über Kapazitäten, die angesichts der Parksituation im Ostseebad Warnemünde bisher nicht ausreichend genutzt werden.

Die Hansestadt Rostock setzt gemäß ihrem „Mobilitätsplan Zukunft“ auf eine optimierte Nutzung der städtischen Infrastruktur und weniger auf Neu- und Ausbau. Dazu gehören neue vernetzte Angebote für den Umweltverbund bei Öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Fahrrad- und Fußgängerverkehr sowie Carsharing-Offerten.

Insbesondere der Kfz-Verkehr soll mit einem durchdachten Verkehrsmanagement sicher gesteuert werden, auch um Räume für den Wirtschaftsverkehr zu schaffen. Dazu gehören neben der im Internet jeder Zeit einsehbaren aktuellen Verkehrslage (Reisezeitmessung in Echtzeit) eine umfangreiche statische Beschilderung sowie nun zunehmend auch die dynamische Verkehrsbeeinflussung mit LED-Informationstafeln.

Die jetzt noch zeitabhängig gesteuerte Anzeige wird weiter ausgebaut, damit künftig auch dynamisch auf die aktuelle Verkehrslage Richtung Warnemünde reagiert werden kann. Um zusätzlich Reisezeitverluste für eine Fahrt nach Warnemünde anzuzeigen, ist im Laufe des Jahres die Kopplung mit der Verkehrslagezentrale des Landes vorgesehen. Die Baukosten dieser ersten LED-Informationstafel belaufen sich auf rund 71.000 Euro.

Quelle: Hansestadt Rostock, Pressestelle

Schlagwörter: Parken (9)Verkehr (328)Warnemünde (773)

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3 Kommentare

  • Thomas Ladeck sagt:

    Meine Fresse 71.000 EUR für so ’n sinnfrein Großdisplay … in einer 200.000 Einwohnerstadt mit ner wenige Kilometer langen Stadtautobahn inkl. einer handvoll Abfahrten. Es gibt ja auch nichts Wichtigeres …

  • Georg Schmidt sagt:

    Der Platz in Warnemünde ist nun mal begrenzt und nicht jeder kann direkt am Hafen oder Strand parken. Also muss man Besucher rechtzeitig umlenken, dynamisch auf den Verkehr einfluss nehmen. Je nachdem was die Lage gerade erfordert. Das geht jetzt.
    Das hat auch nichts mit der Anzahl der Einwohner oder der länge der Stadtautobahn zu tun. Da wo regelmäßig sehr viele Menschen zusammenkommen, benötigt man Systeme zum Regulieren. Und das Parkplatzdilemma in Warnemünde, kann man mit dem angedachten Konzept, auf vorhandene Infrastruktur zu setzen und den Verkehr auf diese zu lenken, umschiffen.

  • Birger X sagt:

    „Das geht jetzt.“ Den letzten Absatz komplett überlesen? Es geht noch nicht, soll erst eines Tages nachgerüstet werden.
    Es gibt aber schon das altmodische Radio. Das Sie schon bevor sie Rostock erreicht haben über die Verkehrssituation informieren kann. In diesem Monolog kann man auch deutlich mehr Info unterbringen, als auf einer Anzeigetafel die man mit 80km/h passiert.
    Einige Leute werden mit Navi oder Smartphone-Routing anreisen und die Leute hören meistens viel besser auf Ihr Navi, als auf eine Anzeigetafel. Ach ja einige der Geräte haben das dynamische sogar schon an Bord.
    Jetzt zum vermutlich eigentlichen Problem warum P+R ungern angenommen wird. Sagen wir man reist mit 5 Personen an. Um nach Warnemünde zu kommen kostet das 10,5 Euro, wollen sie dann nochmal in den Stadthafen sind wir bei 21 Euro, wollen Sie auch noch zurück zu Ihrem Auto sind wir bei 31,5 Euro. Da geben die Leute doch lieber das Geld für einen Parkplatz aus und warten dafür ein wenig.
    Auf dem Papier mag das Konzept ja sehr süss aussehen. Ich muss dem Vorvorredner recht geben. Vor dem Hintergrund der bestehenden Systeme, des ständig verfügbaren Internets nicht nur an einem einzelnen Punkt, sieht das Preis-Ergebnis Verhältnis sehr bescheiden aus.

    :) :) Das nächstemal einfach an den P+R Abfahrten ein normales Schild aufstellen mit: Wer auf diesen Platz fährt kriegt für jeden Insassen ein Tagesticket für den Nahverkehr. Ich glaube da sind die ca 71000 Euro besser angelegt. :) :)

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