Mann entkleidet sich auf Hauptbahnhof

Ein Mann entkleidete sich gestern auf dem Rostocker Hauptbahnhof und setzte sich nackt auf eine Bank – er wurde von der Polizei in die Obhut einer Obdachlosenunterkunft übergeben

30. Mai 2016
Mann entkleidet sich auf Hauptbahnhof
Mann entkleidet sich auf Hauptbahnhof

Durch Mitarbeiter der DB AG wurde am gestrigen Abend gegen 17:50 Uhr über eine Überwachungskamera am Hauptbahnhof Rostock beobachtet, wie eine männliche Person sich am Bahnsteig 8 komplett entkleidete und auf eine Sitzbank setzte.

Die sofort verständigten Beamten der Bundespolizeiinspektion Rostock sowie Mitarbeiter der DB Sicherheit nahmen sich des Mannes unverzüglich an. Dieser war zu diesem Zeitpunkt wieder komplett bekleidet.

Die Beamten konnten ermitteln, dass es sich bei dem Mann um einen 57-jährigen tschechischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland handelte. Da der Mann der deutschen Sprache nicht mächtig war, musste eine Dolmetscherin herangezogen werden.

Zu seinem Motiv des Handelns gab er an, dass ihm einfach zu warm gewesen sei. Er sei erst wenige Stunden zuvor in Rostock angekommen und möchte so schnell wie möglich nach Hause. Auf seiner Reise sollen ihm sämtliche persönlichen Sachen, Ausweispapiere und Geld abhanden gekommen sein.

Nach Anzeigenaufnahme wegen exhibitionistischer Handlungen wurde der Mann in die Obhut einer Obdachlosenunterkunft übergeben.

Die Anzahl der Reisenden, die sich zu diesem Zeitpunkt am Bahnsteig aufgehalten haben, ist derzeit noch unklar. Weder bei der Polizei noch bei der DB AG sind bisher weitere Anzeigen und Beschwerden eingegangen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Exhibitionist (37)Hauptbahnhof (83)Polizei (3577)

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1 Kommentar

  • alfred esser sagt:

    Die Lust am Zeigen und die Lust am Bestrafen! Einerseits gibt es eine sexuelle Lust am Zeigen, der Exhibitionismus – eine sexuelle Präferenz die bislang in der Wissenschaft stark vernachlässigt wurde und somit noch so gut wie unerforscht ist. Auf der anderen Seite steht die Lust am Bestrafen (hinter der u.a. eine gehörige Portion Sadismus stecken kann). Dieses diskussionswürdige brisantes Tabuthema gilt es sachlich und neutral zu durchbrechen. Wer ist im Grund mehr geschädigt, der Exhibitionist dem verhältnismäßig eine harte Strafe erwartet oder die Frauen denen er sich zeigt (sie haben immerhin die Möglichkeit die Zurschaustellung zu ignorieren, oder einfach wegzuschauen). Aber warum gibt es Männer und Frauen die sich gerne “schamlos Zeigen” jedoch nur Männer kriminalisiert werden. Und warum fordern einige Frauen, aber auch Männer dazu auf männliche Exhibitionisten hart zu bestrafen während weibliche Zurschaustellung bei vielen Bürgern als “normal und gesellschaftsfähig“ angesehen wird? Welcher Schaden entsteht bei einer erwachsenen Frau die ungewollt mit einem Exhibitionisten konfrontiert wird und als Opfer und Geschädigte von der Polizei und Justiz angesehen wird? Und warum ist das im umgekehrten Fall völlig anders (das Männer in der Regel sich an den Anblick einer sich schamlosen zeigenden Frau erfreuen)? Wo bleibt hier eine neutrale, sachliche und gerechte Beurteilung ? Wer ist im Grunde letztlich das Opfer? Damit möchte ich keinesfalls so eine Zurschaustellung rechtfertigen. Alfred Esser

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