Maybebop in der Stadthalle Rostock

Welthits und tolle Geschichten im a cappella Gewand

20. Februar 2012, von
A cappella Pop mit Maybebop
A cappella Pop mit Maybebop

R.E.M., Nirvana, Die Scorpions, Spandau Ballet und Vadder Abraham und die Schlümpfe in fünf Minuten auf einer Bühne. Unmöglich? Keinesfalls! Maybebop machen es möglich. In ihrem Welthitmedley treffen alle Künstler aufeinander und das sogar a cappella. Doch das Covern von Hits ist nur ein kleiner Teil des umfangreichen Repertoires der vier Musiker. Was sie noch alles so drauf haben, zeigten sie gestern bei ihrem Konzert in der Stadthalle.

Leider waren nicht so viele Leute zur Rostock-Premiere der Band gekommen, was sie jedoch mit Humor nahmen: „Wir sind das erste Mal in Rostock und trotzdem ist jemand da, das hätten wir nicht erwartet.“ Die Gäste, die den Weg in die Stadthalle gefunden hatten, kamen dafür voll auf ihre Kosten und jubelten extra laut, sodass man die leeren Plätze fast gar nicht bemerkte.

Maybebop bei ihrem Konzert in der Stadthalle Rostock
Maybebop bei ihrem Konzert in der Stadthalle Rostock

Maybebop ist eine Kombination aus den englischen Worten maybe und Bebop. Bebop ist ein Jazzstil, im weiteren Sinne also eine Musikrichtung, und maybe bedeutet vielleicht. Es gibt also vielleicht Jazz, vielleicht aber auch andere Musikrichtungen auf den Konzerten der Band, jedoch ist es immer überraschend für die Gäste. Seit zehn Jahren machen Jan, Lukas, Sebastian und Oliver schon mit diesem Credo Musik und seit der aktuellen Tour gibt es sogar wirklich einen Bebop im Programm – „Es tanzt ein Bebop-Butzemann in unserm Kreis herum.“

Doch auch das ist ja wieder nur eine Coverversion. Den Großteil des Programms machten aber ihre eigenen deutschen Popsongs aus. Diese erzählen lustige Geschichten des Alltags. So ging es um Mülltrennung beim Frühstück, den Wunsch, einmal „Panzerfahrn“ zu können und natürlich auch um „Kuscheln, Sex und Händchenhalten“.

Sebastian, Lukas, Jan und Oliver sind Maybebop
Sebastian, Lukas, Jan und Oliver sind Maybebop

Ein besonderes Highlight waren zwei spontan improvisierte Songs. Das Publikum sollte Begriffe rufen und eine Musikrichtung nennen und daraus machten Maybebop einen Song. Dabei kam zuerst eine Reggaenummer mit den Begriffen Leuchtturm, Tischler, Schule, Unterhose und Abstiegskampf heraus. Der zweite Song war eine Rocknummer mit einer hohen Aktualität. Es wurde besungen, wie der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff betrunken am Ostseestrand sitzt und fragt, was er nun tun soll.

Sebastian mit seinem DVD-Gewinn
Sebastian mit seinem DVD-Gewinn

Auch das Publikum wurde mit eingebunden. Um den Fortbestand des Volksliedes zu sichern, wurden zwei Gäste ausgewählt, die ein Quiz auf der Bühne spielen durften. Maybebop sangen dazu einen bekannten Volksliedtext auf eine andere Melodie. Wer drei der Melodien erraten konnte, sollte der Gewinner sein. Durchsetzen konnte sich Sebastian aus Rostock, der zum Beispiel erkannte, dass sich hinter „Sah ein Knab ein Röslein stehen“ in Wahrheit „Alle Vögel sind schon da“ versteckte.

Die Musiker im Gespräch mit den Fans
Die Musiker im Gespräch mit den Fans

Für ihn gab es als Preis eine DVD der Band. Noch vor dem Konzert scherzte er mit seiner Sitznachbarin: „Zum Glück sitzen wir nicht in der ersten Reihe, die müssen ja meist mitmachen.“ Trotzdem hat er den Spaß gerne mitgemacht. Der Mann ist auch ganz der Aufforderung des Bandnamens gefolgt und hat sich komplett überraschen lassen. „Ich wusste vorher nicht, was mich erwartet. Ich bin auf gut Glück hergekommen und bin jetzt ziemlich begeistert und finde den Abend sehr lohnenswert.“

Auch wenn es natürlich schade war, dass so wenig Publikum da war, bringt es Sebastian sehr gut auf den Punkt: „Es ist doch besser, wenn wenige Leute da sind und die aber sehr viel Spaß haben, als wenn der Saal voll ist und die Hälfte in der Pause geht.“ Das ist gestern nicht passiert. Es ist niemand in der Pause gegangen und viele Gäste nutzten die Gelegenheit, nach der Show noch mit den Musikern zu erzählen und sich Autogramme zu holen.

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