Joachim Gauck soll Bundespräsident werden

Union, FDP, SPD und Grüne haben sich geeinigt: Der parteilose Rostocker Theologe Joachim Gauck ist designierter Bundespräsident

19. Februar 2012, von
Joachim Gauck (Archiv)
Joachim Gauck (Archiv)

Der parteilose Rostocker Theologe, DDR-Bürgerrechtler und ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen Joachim Gauck soll Bundespräsident werden. Das gab Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend zusammen mit den Parteivorsitzenden von FDP und SPD im Kanzleramt bekannt.

Merkel, die sich lange gegen Gauck gesträubt hatte, lobte „die Idee der Freiheit in Verantwortung“. Bei aller Verschiedenheit sei es das, was sie mit Joachim Gauck verbinde, erklärte die Kanzlerin. Bereits am Nachmittag hatte sich die FDP dem Vorschlag von Sozialdemokraten und Grünen angeschlossen und Gauck ihre Unterstützung ausgesprochen.

„Ende gut, alles gut“, fasste SPD-Chef Sigmar Gabriel das Ergebnis zusammen. Schon bei der letzten Bundesversammlung 2010 hatten SPD und Grüne Joachim Gauck für das Amt vorgeschlagen. Laut Umfragen kann der 72-Jährige auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung zählen. Als parteiloser und parteienübergreifender Kandidat hat Gauck es nach seiner Wahl in der Hand, die Menschen im Land wieder für die Demokratie zu begeistern.

Schlagwörter: Joachim Gauck (12)Politik (118)

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2 Kommentare

  • Peter Krebs sagt:

    Welche der beiden Frauen wird die Repräsentationsverpflichtungen wahrnehmen?
    Das kann doch wohl nur die rechtmäßige Ehefrau?
    Gibt es heute in unserem Land keine integren Familien mehr?
    Herr Gauck kennt sicher die biblische Wahrheit; wie steht es dann um den so dringend benötigten Segen Gottes?

  • Ekkard Bäuerle sagt:

    Der Segen Gottes ruht jedenfalls sicher nicht auf jenen, die falsches Zeugnis ablegen über Dritte. Das »Leben in wilder Ehe« ist außerhalb süddeutsch-katholisch geprägter Milieus übrigens zum Normalzustand geworden. Über Gottessegen und Moral sagt dies m. E. relativ wenig aus.

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