MV führt Maskenpflicht im ÖPNV ein

In Mecklenburg-Vorpommern muss aufgrund der Coronakrise ab dem 27. April ein Mund-Nasen-Schutz in Bussen und Bahnen getragen werden

17. April 2020, von
MV führt Maskenpflicht im ÖPNV ein (Symbolfoto mit gebrauchter Maske)
MV führt Maskenpflicht im ÖPNV ein (Symbolfoto mit gebrauchter Maske)

Nach Sachsen führt Mecklenburg-Vorpommern als zweites Bundesland eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Ausnahmen gelten für Menschen, die diese aufgrund von Erkrankungen nicht nutzen können.

Die Regelung gilt ab dem 27. April, da zu diesem Zeitpunkt die Schulen für die Abschlussklassen wieder geöffnet werden und allein durch die Schülerbeförderung deutlich mehr Fahrgäste erwartet werden.

„Es ist ein zusätzlicher Schutz“, erklärt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). „Aber nur wenn wir ihn alle tragen, können wir uns schützen.“ Auch wenn es bisher nicht so zu unserem Leben gehört hat, sollen die Menschen beim Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen „mutig vorangehen“, so Schwesig.

Einfache Stoffmasken genügen

Getragen werden sollen einfache Stoffmasken und keine medizinischen Masken, da diese in der Medizin und Pflege gebraucht werden.

Das Land will den Kreisen und kreisfreien Städten eine Grundausstattung an Masken zur Verfügung stellen, um diese in Schulen oder den öffentlichen Verkehrsmitteln an Personen ohne Schutz zu verteilen.

Mund-Nasen-Schutz in Geschäften empfohlen

Im Gegensatz zu Sachsen ist in Mecklenburg-Vorpommern bislang keine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht beim Einkaufen geplant, das Tragen wird jedoch auch hier „dringend empfohlen“.

Zoos und Sportplätze werden geöffnet

Ab Montag (20. April) dürfen auch Zoos, Tier- und Vogelparks im Land wieder öffnen. Der Rostocker Zoo hat seine Wiedereröffnung bereits angekündigt. Tierhäuser, Spielplätze und Gastronomie bleiben dort allerdings vorerst weiter geschlossen, dafür gelten reduzierte Eintrittspreise.

Sportplätze werden ebenfalls wieder geöffnet und können genutzt werden, um allein oder – etwa beim Tennis – zu zweit Sport zu treiben.

Kleine Demonstrationen/Kundgebungen erlaubt

Ebenfalls erlaubt werden Versammlungen nach dem Versammlungsrecht mit bis zu 50 Teilnehmern. „Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut und wir können es unter den jetzigen Bedingungen nicht weiter beschneiden“, so Schwesig. Die Ministerpräsidentin rät allerdings dazu, nur „gezielt“ davon Gebrauch zu machen, damit es nicht zu viele Kontakte gibt.

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