Neujahrskonzert der DSR 2011

Konzert junger musikalischer Talente der Young Academy in der HMT

28. Januar 2011, von
Wakana Yamazaki und Eva Gasparyan
Wakana Yamazaki und Eva Gasparyan

Beim diesjährigen Neujahrskonzert der Deutschen Seereederei (DSR) wurden wieder fleißig Spenden gesammelt. Die Gelder kommen der Horst-Rahe-Stiftung zugute, die damit die jungen musikalischen Talente der Young Academy Rostock (YARO) unterstützt.

14 Musiker und Musikerinnen zeigten einen Querschnitt dieses Internationalen Zentrums für musikalisch Hochbegabte. Im voll besetzten Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater (HMT) kamen an diesem Abend etwa 5000 Euro zusammen.

Dass die Einnahmen gut angelegt werden, bewies Eva Gasparyan. Die junge Flötistin des YARO-Netzwerkes ist bereits eine gute Bekannte auf dem traditionellen Neujahrskonzert. Spielte sie doch bereits im letzten Jahr vor diesem großen Publikum, was sich für sie als Glücksfall erweisen sollte. Denn durch die großzügigen Spenden der Konzertbesucher konnte ihr Wunsch nach einer neuen Querflöte erfüllt werden.

„Vielen Dank für diese wunderschöne Flöte. Ich spiele viel und gern darauf“, bedankte sie sich brav bei den großzügigen Geldgebern, nachdem sie das Instrument mit einem Flötenkonzert von Joseph Joachim Quantz vorgestellt hatte.

Eva Gasparyan war aber nicht die einzige junge Stipendiatin der Horst-Rahe-Stiftung, die sich an diesem Abend präsentierte, auch die Pianistin Rebecca Krause vom Rostocker Konservatorium gab einen Einblick in ihr herausragendes Können. Mit einer Klaviersonate von Mozart eröffnete sie das diesjährige Neujahrskonzert.

Oksana Gorestzka
Oksana Gorestzka

Den Wunsch, an der Young Academy zu studieren, hegt auch die zehnjährige Oksana Goretska. Dafür legt sie so oft wie möglich den weiten Weg aus der Ukraine nach Rostock zurück. Und das ist gar nicht immer so einfach. So hatte sie die letzten drei Tage vor dem Konzert im Konsulat in Kiew verbracht und auf ein Visum gewartet. Nur wenige Stunden, bevor sie am großen Flügel des Katharinensaals saß und „Aus dem Karneval“ von Edvard Grieg spielte, war sie erst angekommen.

Eine weitere Kandidatin, die sich um ein Stipendium der Horst-Rahe-Stiftung bewirbt, ist die junge Pianistin Kärt Rubel. Sie stellte sich mit einem Auszug einer Sonate von Sergej Prokofieff vor. Ihre Zwillingsschwester Triin Ruubel wird bereits von der Stiftung unterstützt. Gemeinsam gestalteten sie an der Violine und am Flügel mit der Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate den Abschluss des Konzertabends.

Ravi Shankar Domingues
Ravi Shankar Domingues

Aber nicht nur Anwärter und Neulinge der Horst-Rahe-Stiftung wirkten am Neujahrkonzert mit. Ravi Shankar Domingues gab mit einem Stück von Antonio Pasculli seine Abschiedsvorstellung. Der Oboist aus Brasilien ist nur noch ein paar Wochen für die Abschlussprüfungen in der Hansestadt. Dann wird er in sein Heimatland zurückkehren, wo ihm ein Orchester nach einem Gastspiel im Sommer auf der Stelle ein festes Engagement angeboten hatte.

Den besonderen Anspruch der Young Academy Rostock, junge Talente von weither zu fördern, unterstrich auch deren Leiter Professor Stephan Imorde. Zweieinhalb Jahre nach der Gründung der YARO vermeldete er, dass das Internationale Zentrum für musikalisch Hochbegabte mit 21 Frühstudenten und 49 Schülerinnen und Schülern im YARO-Netzwerk seine Kapazitätsgrenze erreicht hat.

Triin und Kärt Ruubel
Triin und Kärt Ruubel

Als besonderes Projekt in diesem Jahr kündigte der Dozent der HMT die Zusammenarbeit mit dem bekannten Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim an, der sich die Rostocker Musikhochschule als einen Partner für den Aufbau seines West-Eastern-Divan-Institutes gewünscht habe.

Bereits im Frühjahr sollen Musiker aus Israel und arabischen Ländern nach Rostock kommen und gemeinsam mit den jungen Musikern der YARO musizieren.

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