Seit dem 13. Juli 2026 wird zwischen Holbeinplatz und Doberaner Straße mit Hochdruck gearbeitet. Die ersten beiden Bauabschnitte konnten pünktlich fertiggestellt werden, doch „nun fordert die Komplexität des Gesamtvorhabens jedoch ihren Tribut“, wie die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) heute mitgeteilt hat. Bauliche Anforderungen, die sich erst im jüngsten Bauablauf ergeben haben, machen eine längere Bauzeit erforderlich – voraussichtlich bis einschließlich 12. September 2026 und damit rund drei Wochen länger als ursprünglich geplant.
Die Gründe für die Verzögerung sind vielfältig, so die RSAG: „Der Umfang der Tiefbauarbeiten war aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse wesentlich größer als erwartet und die Koordinierung der verschiedenen Gewerke, die Hand in Hand auf der komplexen Baustelle arbeiten, gestaltet sich dadurch umso anspruchsvoller.“
Linienführung und Ersatzverkehr bleiben bestehen
Zwischen dem RSAG-Betriebshof Hamburger Straße und dem Doberaner Platz findet weiterhin kein Straßenbahnverkehr statt, das Netz bleibt geteilt.
Die beiden getrennten Netzteile verbinden weiterhin die Ersatzbusse der Linien E1 und E2. Die SEV-Linie E1 verbindet den Betriebshof Hamburger Straße mit dem Hauptbahnhof Süd und hält in beiden Richtungen an den Haltestellen Betriebshof Hamburger Straße, H.-Schütz-Straße, Holbeinplatz, Maßmannstraße, Thomas-Müntzer-Platz, Campus Ulmenstraße, Saarplatz, Bei der Tweel, Erich-Schlesinger-Straße, Stadthalle und Hauptbahnhof Süd.
Die SEV-Linie E2 erschließt im Ringverkehr wichtige Bereiche der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Sie fährt im Uhrzeigersinn und bedient die Haltestellen Doberaner Platz, Volkstheater, Kabutzenhof, Maßmannstraße, Warnowufer und Kröpeliner Tor, bevor es zurück zum Doberaner Platz geht. Die Ersatzhaltestellen Maßmannstraße (Doberaner Straße vor dem Hostel) und Warnowufer (Höhe Prizeotel) sind nicht barrierefrei.
Für längere Wege zwischen Nordwesten und Innenstadt empfiehlt die RSAG zudem, die S-Bahn zu nutzen. An den Stationen Marienehe, Parkstraße und Hauptbahnhof ist ein bequemer Umstieg zwischen S-Bahn und Straßenbahn möglich.
Zum Schulstart wird das Angebot verstärkt
Zum Start des neuen Schuljahres gelten ab dem 24. August 2026 auf allen regulären Buslinien wieder die normalen Fahrpläne für Schultage. Die Straßenbahnlinien und die SEV-Linie E1 fahren dann bereits ab etwa 6:30 Uhr im dichten Takt des Tagesverkehrs.
Man ist sich bewusst, dass der verlängerte Sperrzeitraum für Fahrgäste und Anwohner zusätzliche Belastungen mit sich bringt, bittet die RSAG um Verständnis und Geduld.
Alle Informationen und die aktualisierten Fahrpläne stehen ab dem 13. August unter www.rsag-online.de bereit.
Worum es beim Bauvorhaben geht
Zwischen Max-Eyth-Straße und Doberaner Straße erhält die Straßenbahn eine neue Gleistrasse: Die Gleisanlagen werden erneuert und nach Norden verlegt, um Platz für die neuen Abbiegespuren ins künftige WIRO-Wohngebiet zu schaffen.
Hinzu kommen der Neubau der Haltestelle Maßmannstraße, drei wichtige Straßenquerungen und die bereits abgeschlossene Sanierung der Straßenbahnüberfahrt L22 mit Gleistragplatten. Parallel dazu werden die Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Fernwärme und Abwasser zukunftsfähig ausgebaut – die Gleisbauarbeiten der RSAG sind Teil dieses eng abgestimmten Gesamtprojekts.