Neuer Fähranleger für die Linie Rostock-Gedser

Scandlines und Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock besiegeln Vertrag

7. Februar 2011, von

Sebastian Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung
Sebastian Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung
„Eine Fähre soll so einfach zu benutzen sein wie eine Brücke“, sagte der Staatssekretär vom Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Sebastian Schröder heute bei der Vertragsunterzeichnung für den neuen Fähranleger im Rostocker Hafen. Zusammen mit zwei neu gebauten Fähren ermöglicht dieser Anleger der Reederei Scandlines schnellere Verbindungen und höhere Transportkapazitäten von und nach Dänemark.

Nach langjährigen Bemühungen sei dies ein enorm wichtiger Abschluss für die Entwicklung unseres Landes. Schnelle, gute und vor allem einfache Erreichbarkeit Rostocks sei das Ziel dieser Vertragsunterzeichnung.

„Rostock befindet sich nicht am Rande Deutschlands, sondern im Herzen Europas.“ Die Meeresautobahn zwischen Rostock und Gedser ist ein großes Projekt mit hoffentlich ebenso großem Erfolg.

Scandlines Aufsichtsratsvorsitzender Bengt Pihl
Scandlines Aufsichtsratsvorsitzender Bengt Pihl

Scandlines Aufsichtsratsvorsitzender Bengt Pihl glaubt fest an die zunehmende Bedeutung des östlichen Korridors mit unserer Hansestadt als Standort. Außerdem freue er sich sehr über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (HERO), bei der Unterzeichnung vertreten durch Geschäftsführer Dr. Ulrich Baumeister, die in das gesamte Projekt 24 Millionen Euro investieren will.

Scandlines habe mit den neu entwickelten Fährtypen versucht, effizient und energiesparend zu bauen. So könne man zum Beispiel bei 130 Prozent mehr Volumen mit nur 35 Prozent des sonstigen Energieverbrauches fahren. Außerdem wurden die Ruder und der Rumpf so überarbeitet, dass die Fährschiffe auch in flachen Gewässern keinen Behinderungen ausgesetzt seien. Das Schiff passt sich quasi an die äußeren Gegebenheiten an.

Dr. Ulrich Baumeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock
Dr. Ulrich Baumeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock
Innovation und Modernität sind jedoch nicht nur im Bereich der Schiffe zu erkennen, sondern auch an der geplanten Hafenanlage. Dr. Ulrich Baumeister freut sich, berichten zu können, dass neuartige Rampen das Be- und Entladen der einzelnen Fähren zeitgleich ausführen lassen. So werde nicht nur die Ladezeit verkürzt, sondern auch gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, die Anzahl der Fahrten zu erhöhen.

Im Jahr 2010 transportierte die Reederei auf ihren insgesamt neun Routen 16 Millionen Passagiere, 3,7 Millionen Pkw und über eine Million Lkw und Trailer. Gerade weil Rostock ein Knotenpunkt der Schifffahrt wischen Zentraleuropa und Skandinavien ist, sei dieses Projekt auch „psychologisch wahnsinnig wichtig“. Dies stellt Rostocks Position als einen der führenden Fährhäfen Europas auch für die Zukunft sicher.

Kameradschaftliches Händedrücken nach der Vertragsunterzeichnung
Kameradschaftliches Händedrücken nach der Vertragsunterzeichnung
Mit einen Lächeln im Gesicht, sich freuend auf die kommende und hoffentlich erfolgreiche Partnerschaft und Zusammenarbeit, unterzeichneten Bengt Pihl und Dr. Ulrich Baumeister anschließend im Beisein des Staatssekretärs und der Pressevertreter den Vertrag und beschlossen damit endgültig den geplanten Ausbau des Fähranlegers am Liegeplatz 54.

“Wir erweisen damit nicht nur uns selbst einen Dienst, sondern auch der Stadt Rostock und der Umgebung.”

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