US-Botschafter Philip D. Murphy zu Gast in Rostock

Philip Dunton Murphy trägt sich in das Gästebuch der Hansestadt ein

3. September 2010, von
Empfang für den US-Botschafter vor dem Rostocker Rathaus
Empfang für den US-Botschafter vor dem Rostocker Rathaus

Vor dem Rostocker Rathaus hatte sich gestern ein kleines Polizeiaufgebot postiert, welches auch den Passanten auf dem Neuen Markt ins Auge fiel.

„Kommt Obama?“, scherzte ein Jugendlicher angesichts der schwarzen Limousinen, die vorgefahren wurden. Na ja, fast richtig – der persönliche Repräsentant des Staatsoberhauptes der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland Philip Dunton Murphy saß in einem der Wagen und wurde offiziell vom Oberbürgermeister Roland Methling und der Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens in Empfang genommen. Im Protokollzimmer hatte der Botschafter dann die ehrenvolle Aufgabe sich ins Gästebuch der Stadt einzutragen.

US-Botschafter beim 2. Offshore-Gipfel
US-Botschafter beim 2. Offshore-Gipfel

Der Wind hatte Philip D. Murphy, der seit gut einem Jahr das Amt des US-Botschafters bekleidet, nach Rostock geweht.

Bereits am Morgen nahm er an der Eröffnung des 2. Offshore-Gipfels teil. Auf dem internationalen Treffen der Offshore-Windbranche soll die Zusammenarbeit zwischen Nordamerika und Europa bei der küstennahen Gewinnung von Windenergie gefördert werden.

„Das ist eine wunderbare Gelegenheit, um Informationen über ein Thema auszutauschen, welches ganz oben auf der Prioritätenliste von Präsident Barack Obama steht“, machte der Diplomat den Konferenzteilnehmern deutlich.

Gerade vor dem Hintergrund der Ölkatastrophe wächst die Bedeutung ökologisch nachhaltiger Energiegewinnung in den USA. 80 Milliarden US-Dollar habe die amerikanische Regierung seit Beginn von Obamas Amtszeit in die Windenergie investiert. Bis Ende 2012 sollen in den gesamten USA damit 700.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen werden, teilte der US-Botschafter mit.

Philip Dunton Murphy trägt sich ins Gästebuch der Hansestadt Rostock ein
Philip Dunton Murphy trägt sich ins Gästebuch der Hansestadt Rostock ein

Am Nachmittag, nachdem die repräsentativen Aufgaben erledigt waren, konnte sich Philip D. Murphy seiner privaten Leidenschaft widmen: dem Fußball. Der 54-jährige und seine Familie sind selbst begeisterte Spieler. In Rostock nutzte er die Gelegenheit, dem FC Hansa einen Besuch abzustatten und während des Trainings auch selbst eine Kostprobe seines Könnens zu demonstrieren.

Der ehemalige Investmentbanker und Multimillionär hat sogar eine eigene Damenfußballmannschaft in New Jersey. Schon jetzt hat er sich den Termin für das Endspiel der Frauenfußball WM nächstes Jahr in Deutschland gemerkt und hofft, dass dann die deutsche gegen die amerikanische Mannschaft antreten wird.

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