Rentier-Taufe im Zoo Rostock

Kinder der Kita am Schwanenteich tauften heute die drei im Mai im Rostocker Zoo geborenen Rentiere

14. Juli 2016
Ein aufregender Termin heute für die Kleinen der Kita am Schwanenteich - zusammen mit Ministerpräsidenten Erwin Sellering und Tierpfleger Jörg Küchenmeister tauften sie die drei im Mai geborenen Rentiere. (Foto: Joachim Kloock)
Ein aufregender Termin heute für die Kleinen der Kita am Schwanenteich - zusammen mit Ministerpräsidenten Erwin Sellering und Tierpfleger Jörg Küchenmeister tauften sie die drei im Mai geborenen Rentiere. (Foto: Joachim Kloock)

Alva, Lisa und Kalle – auf diese Namen hören nun die drei im Mai geborenen Rentiere im Rostocker Zoo. Aus einer Vielzahl von Vorschlägen der Tierpfleger haben die Mädchen und Jungen der Kita am Schwanenteich diese drei Vorschläge ausgesucht. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Erwin Sellering wurden die drei munteren Jungtiere heute getauft. Anschließend hat der Ministerpräsident zusammen mit Zoodirektor Udo Nagel die historische Bärenburg besichtigt und sich über das Neubauprojekt Polarium, die neue Heimstätte der Eisbären und Pinguine, informiert. „Damit gewinnt der Zoo Rostock eine weitere außergewöhnliche Attraktion. Ich bin sicher, das Polarium wird die Rostocker und ihre Urlaubsgäste begeistern“, so der Regierungschef. „Das Land unterstützt den Neubau des Polarium mit rund 90 Prozent der Investitionskosten.“

Zur Taufe gab es heute für die kleine Rentierherde eine „Festtafel“ in ihrem begehbaren Gehege. Dabei darf das Lieblingsfutter der Hirschfamilie natürlich nicht fehlen, das Rentiermoos, eine Art Strauchflechte. Rentiere ernähren sich vorrangig von Knospen, Rinde, Flechten, Gräsern und Sträuchern. Im Rostocker Zoo lebt ein zwölf Jahre alter Rentierbulle aus Schweden mit seinen sechs Rentierdamen und den drei Jungtieren Alva, Lisa und Kalle. Übrigens haben bei den Rentieren auch Weibchen ein Geweih. Das ist einzigartig in der Familie der Hirsche. Das Rentier ist auch die einzige Hirschart, die zu einem Haustier wurde. Mit Hilfe der Rentiere können die Menschen im rauen Klima Nordeurasiens zurechtkommen und leben. Für den Menschen sind Rentiere Transportmittel, Fleisch-, Fell- und Milchlieferant. Die wilden Rentiere bewohnen vor allem die Tundra und die Wälder der Polargebiete. Sie ziehen in großen Herden umher und legen dabei weite Strecken zurück. Rentierbullen werden bis zu 2,20 Meter groß und 300 Kilogramm schwer.

„Unsere Rentiere sind gut an Menschen gewöhnt und relativ zutraulich. Es kommt vor, dass man sie bei einer Fütterung sogar streicheln kann“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Den drei Jungtieren geht es sehr gut. Sie entwickeln sich altersgerecht. Bei unserem männlichen Jungtier, welches besonders zutraulich ist, lassen sich schon Ansätze für sein späteres Geweih erkennen.“ Die Jungtiere fressen bereits wie die erwachsenen Tiere feste Nahrung. Maximal bis zu einem halben Jahr erhalten sie Muttermilch. In der Nachbarschaft der Rentiere in der Nähe der historischen Huftieranlage leben die Schneeziegen, Elche, Esel und Lamas.

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

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