Rechenzentrum der Uni Rostock - Richtfest

Richtfest für das Institut für Informatik der Universität Rostock

22. April 2010, von
Bauminister Volker Schlotmann
Bauminister Volker Schlotmann

Gestern wurde im Rohbau des künftigen Instituts für Informatik auf dem Südstadt-Campus der Universität Rostock die Richtkrone aufgezogen. Im Institut werden sich nach Fertigstellung das Rechenzentrum sowie ein Audiovisuelles Medienzentrum befinden.

Bauminister Volker Schlotmann freute sich über die, trotz des harten vergangenen Winters, erbrachte Leistung und sagte: „Hier werden Studien- und Arbeitsplätze der ersten Kategorie gewährleistet. Auch darauf können wir in Rostock stolz sein.“ Er führte weiterhin aus: „Ich glaube, mit diesem Institutsneubau wird ein weiteres überzeugendes Projekt im größten Entwicklungsgebiet der Universität in Angriff genommen.“

Neues Rechenzentrum auf dem Campus Südstadt der Uni Rostock
Neues Rechenzentrum auf dem Campus Südstadt der Uni Rostock

Die Gesamtbaukosten betragen ca. 21,3 Millionen Euro.

Im Juni 2009 erfolgte die Grundsteinlegung. Inzwischen ist der Rohbau des viergeschossigen Gebäudes fast vollständig fertiggestellt. Im Dezember erfolgte die Dacheindeckung und man begann mit dem Einbau der Fensterelemente. Hohlräume für die Installation der Daten- und Elektrokabel sind verfertigt und erste Trockenbauwände bereits errichtet worden. Die Verglasung des Atriums wurde ebenfalls montiert. Schon im Sommer dieses Jahres soll mit der Errichtung der Unterkonstruktion für die Fassadenplatten begonnen werden. Ende Juni wird das Gerüst an der Südseite abmontiert.

Neubau Rechenzentrum der Universität Rostock
Neubau Rechenzentrum der Universität Rostock

Der Umzug der Arbeitsplätze aus dem alten Informatikgebäude in den Neubau soll noch in diesem Jahr stattfinden. Im März 2011 wird das Bauvorhaben vollständig abgeschlossen sein. Dann werden auf einer Hauptnutzfläche von 4.201 m² Studien- und Arbeitsplätze für etwa 650 Studenten und Mitarbeiter der Universität geboten.

Das Rechenzentrum stellt einen zentralen Punkt für die Kommunikationsstruktur aller universitären Standorte in Rostock dar. Hier sollen alle Daten von Forschung, Lehre und Verwaltung gesichert werden. Die hierfür notwendige hochgradige technische Ausrüstung des Gebäudes erfordert die Berücksichtigung alternativer Energiekonzepte. So können laufende Betriebskosten gesenkt werden. Der „Einsatz thermoaktiver Decken oder auch die Nutzung der Abwärme aus den Räumen mit hohen Wärmelasten“, erfreue ihn ganz besonders, erklärte Schlotmann.

Der Neubau des Instituts für Informatik ist allerdings nur ein erster Schritt innerhalb einer ganzen Reihe von Baumaßnahmen auf dem Campus in der Südstadt. Derzeit befindet sich ein Entwurf für den Neubau der Physik in Arbeit. Forschungs- sowie Hörsaalgebäude und der Neubau für das Department Licht, Leben und Materie, eine 2007 gegründete interdisziplinäre Fakultät, sind ebenfalls Teil dieser Planungen. Seit dem Juli 2009 wird zudem das Gebäude des Fachbereichs Elektrotechnik saniert.

Wolfgang Schareck, Volker Schlotmann, Woldemar Venohr, Djamshid Tavangarian und Peter Forbrig
Wolfgang Schareck, Volker Schlotmann, Woldemar Venohr, Djamshid Tavangarian und Peter Forbrig

Der Rektor der Universität Rostock, Prof. Wolfgang Schareck, erklärte, dass er den Bau des neuen Rechenzentrums als Meilenstein für die Entwicklung der Universität verstehe. „Zukunft kann man bauen“, sagte er.

Djamshid Tavangarian, Leiter des Lehrstuhls für Rechenarchitektur, erklärte, dass er sich jetzt schon vorstellen könne, wie schön das Gebäude einmal aussehen werde und wie gut seine Kolleginnen und Kollegen hier arbeiten werden können.

Richtkrone, Rechenzentrum Universität Rostock
Richtkrone, Rechenzentrum Universität Rostock

Nachdem dann auch der Richtspruch gesprochen worden war, galt es den vielen Worten Taten folgen zu lassen. Nach „alter Sitte“ wurde ein Glas geworfen und es zerbrach. Dann wurde die Richtkrone emporgezogen und die letzten Nägel eingeschlagen. Schließlich gab es einen feinen Festschmaus.

Bis zur Fertigstellung des Gebäudes gibt es noch viel zu tun. Doch „es ist vollbracht, der Rohbau steht und auf ihm“ schon „der Richtkranz weht. Prost!“ Der Polier der Baustelle hätte es nicht treffender ausdrücken können: „gemeinsam mit aller Kraft wird es auch gelingen, das Werk zu Ende zu bringen“, sagte er.

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1 Kommentar

  • FRank sagt:

    Klasse Bericht … Wir konnten vor „-zig“ Jahren mal vom alten RZ aus die Vernetzung der Uni über ATM vorantreiben. Es war eine tolle Zeit. Nur eine ständige Weiterentwicklung sichert die erfolgreiche Entwicklung. Die Uni’s in MV sind wirkliche „Leuchttürme“ der Regionen… Guter Bericht – FRank

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