Rostock Seawolves besiegen Artland Dragons mit 75:74 (49:39)

Mit ihrem Sieg über den ehemaligen Bundesligisten Artland Dragons klettern die Basketballer der Rostock Seawolves nach dem neunten Spieltag auf den vierten Tabellenplatz

22. November 2015
Die Rostock Seawolves (im Bild: Ivo Slavchev) besiegen die Artland Dragons (Foto: Tobias Hahn)
Die Rostock Seawolves (im Bild: Ivo Slavchev) besiegen die Artland Dragons (Foto: Tobias Hahn)

Nach drei Niederlagen in Folge sind die Rostock Seawolves zurück in der Erfolgsspur. In einem dramatischen Spiel gegen den ehemaligen Bundesligisten Artland Dragons gewannen die Wölfe mit 75:74 (49:39). 2.133 Zuschauer in der Stadthalle Rostock sahen einen 15:1-Traumstart ihres Teams, spektakuläre Dunks von Matt Hunter (19 Punkte) und Ivo Slavchev (5 Punkte, 10 Rebounds) sowie insgesamt fünf erfolgreiche Dreipunktewürfe von Franz Winkler (15 Pkt), der seinen ersten Seawolves-Sieg überhaupt bejubelte. Zwar hatten die Dragons mit dem letzten Wurf die Chance zum Sieg, doch der Versuch aus der Distanz von Alexander Goolsby verfehlte sein Ziel. Durch diesen Sieg stehen die Seawolves nach neun Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz.

Die Seawolves erwischten gegen die Gäste aus Quakenbrück den besseren Start und führten durch aggressive Verteidigung und schnelles Umschaltspiel mit 15:1 in der 5. Minute. Inmitten der furiosen Anfangsminuten ereignete sich auch eine Schrecksekunde, als Kapitän Tim Vogt mit Teamkamerad David Rivers zusammenstieß, benommen zu Boden ging und eine Platzwunde unter dem linken Auge erlitt. Vogt wurde ärztlich behandelt und musste das weitere Spielgeschehen von der Bank aus beobachten. Dragons-Guard Javarez Willis war es schließlich, der nach fast sechseinhalb Minuten die ersten Dragons-Zähler aus dem Feld einnetzte. Danach blieben die Rostocker weiterhin bissig, doch auch Artland war nun im Spiel angekommen. Vor allem der erst 17-jährige Isaiah Hartenstein nahm das Heft in die Hand und hielt sein Team mit sechs Punkten in Folge im Rennen (22:10, 9. Min). Zur Viertelpause führten die Seawolves mit 25:15.

Im weiteren Spielverlauf war den Wölfen anzusehen, dass sie diesen Sieg mehr wollten als die Gäste, die ebenfalls seit drei Spielen auf ein Erfolgserlebnis warteten. Immerhin nahmen knapp 150 Fans die Reise an die Ostsee auf sich, um ihr Team lautstark von den Rängen zu unterstützen. Die Kulisse war beeindruckend und sorgte für einen Eintrag in das Geschichtsbuch des EBC Rostock: 2.133 Zuschauer besuchten die Partie – nie zuvor waren so viele Menschen bei einem Heimspiel der Rostock Seawolves. Wenngleich die Hausherren über die gesamte Partie hinweg führten, so ließen sich die Dragons nicht abschütteln. Trotz der wechselnden Press- und Zonenverteidigung der Gastgeber bewies vor allem Willis ein gutes Händchen von außen; er traf sechs seiner neun Dreipunktewürfe und markierte insgesamt 20 Zähler. So schmolz im zweiten Durchgang die 15-Punkte-Führung der Seawolves (39:24, 15. Min) bis kurz vor dem Seitenwechsel auf sechs Zähler ein (45:39, 19. Min). Rostock fand jedoch stets die richtige Antwort. Insbesondere Franz Winkler war meist zur Stelle und traf in brenzligen Phasen seine Dreier. Fünf seiner insgesamt sieben Versuche landeten im Korb, darunter ein besonders spektakulärer Treffer mit Brett mit Ablauf der 24-Sekunden-Wurfuhr.

Im dritten Viertel ließen es Matt Hunter, der 15 seiner insgesamt 19 Zähler in der ersten Hälfte erzielte, und Ivo Slavchev ordentlich krachen und rissen die Fans von den Sitzen. Die Drachen ließen sich jedoch nicht abschütteln und kamen Punkt um Punkt heran. Sechs Minuten vor Schluss stand es 73:67 und beide Teams wussten um die Bedeutung dieser Partie: Eine Negativserie würde nach Spielende bestehen bleiben. Obwohl die Seawolves in der verbleibenden Spielzeit nur noch zwei Punkte durch Daniel Lopez erzielten, konnten sie die dramatische Schlussphase dank zahlreicher Offensiv-Rebounds und knallharter Abwehrarbeit für sich entscheiden. Als die Sirene ertönte, war der Jubel auf den Rängen ohrenbetäubend. Der zweite Heimsieg war unter Dach und Fach, die Durststrecke von drei Niederlagen in Folge beendet.

Matt Hunter (19 Punkte, 3/4 Dreier), Franz Winkler (15 Pkt, 5/7 Dreier) und André Murillo (11 Pkt) punkteten zweistellig für die Seawolves. Bei den Gästen sammelte Javarez Willis 20 Zähler, Isaiah Hartenstein kam auf zwölf Punkte, sieben Rebounds sowie je drei Steals und Blocks.

„Es ist schwierig, wenn man früh im Spiel einen Spieler wie Tim (Vogt) verliert, der eine feste Rolle hat und schwer zu ersetzen ist. Kompliment an das Team, dass es den Verlust so gut wie es ging auffangen konnte. Auch David (Markert) hat verletzt gespielt und war am Ende seiner Kräfte. Ich hätte mir gewünscht, dass wir in einigen Phasen einen etwas cooleren Kopf bewahren, aber am Ende siegt die Erleichterung über einen hart umkämpften und sehr intensiven Sieg. Ich glaube, dieser Sieg war sehr wichtig für die Psyche“, sagte Seawolves-Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

In einer Woche steht bereits das nächste Heimspiel der Rostock Seawolves auf dem Programm. Am Sonntag, den 29.11., um 16 Uhr sind die Itzehoe Eagles zu Gast in der Stadthalle Rostock. Karten gibt es auf www.tickets.Seawolves.de und am Vorverkauf in der Stadthalle.

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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