Rostock Seawolves unterliegen VfL AstroStars Bochum mit 66:69 (34:26)

Die Basketballer der Rostock Seawolves haben den zweiten Heimsieg der Saison verpasst und mussten sich in der Schlussphase den AstroStars Bochum knapp geschlagen geben

8. November 2015
Die Rostock Seawolves (im Bild: Daniel Lopez) unterliegen den AstroStars Bochum (Foto: Tobias Hahn)
Die Rostock Seawolves (im Bild: Daniel Lopez) unterliegen den AstroStars Bochum (Foto: Tobias Hahn)

Die Rostock Seawolves haben den zweiten Heimsieg der Saison 2015/2016 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord verpasst und mit 66:69 (34:26) gegen die VfL AstroStars Bochum verloren. Nach einer 14-Punkte-Führung der Wölfe im dritten Viertel kämpften sich die Gäste vor 1.800 Zuschauern in der Stadthalle Rostock zurück und sicherten sich in einer spannenden Schlussphase den ersten Auswärtssieg. Für die Seawolves, die nun auf dem vierten Tabellenplatz stehen, war es die zweite Niederlage hintereinander. Daniel Lopez sammelte als Topscorer 16 Punkte. Bei den Bochumern war Ryon Howard mit 16 Punkten und 20 Rebounds nicht zu stoppen.

Zehn Sekunden vor dem Spielende vergrub André Murillo sein Gesicht in beiden Händen. Beim Spielstand von 66:67 wollte der 25-jährige Power Forward den Ball nach einem Einwurf an Matt Hunter übergeben, doch die Bochumer Abwehr ließ den Pass nicht zu. Murillo suchte daraufhin den Weg zum Brett, ließ Bochums Center Michael Haucke mit einer Finte aussteigen, wurde dennoch hart angegangen und verfehlte den Korbleger zur Führung.

Dass die Seawolves in einer dramatischen Schlussphase nicht die Lorbeeren für ihre Leistung ernteten, konnten sich die 1.800 Zuschauer in der stimmungsvollen Stadthalle Rostock nach Spielende kaum erklären. Die Hausherren starteten zwar mit zwei Ballverlusten in die Partie, gingen aber nach einem 7:0-Lauf mit 7:2 (3. Min) in Führung und kontrollierten das Spiel über weite Strecken.

Auch Bochum ließ sich vom hektischen Beginn anstecken, blieb jedoch dank Ryon Howard im Rennen (9:10, 6. Min); der athletische Forward sammelte bis dato allein sechs Punkte und vier Rebounds. Rostock konnte sich zum Ende des ersten Abschnitts nach einem Dreipunktespiel von Murillo und David Rivers auf fünf Zähler absetzen (16:11, 9. Min), doch Bochums Debütant Richard Thomas verkürzte zum Pausenstand von 16:14.

Vor der Halbzeit packten die Wölfe in der Defensive ordentlich zu und suchten häufig den Weg in die Zone. Sven Hellmann tauchte in der 15. Minute unter dem Korb durch, drehte den Ball spektakulär an und traf zum 23:19. Mit ihrer Ganzfeldpressverteidigung stellten die Seawolves die AstroStars vor Schwierigkeiten im Spielaufbau. Durch die Unruhe geriet das Bochumer Spiel aus dem Takt, Rostock wusste daraus Kapital zu schlagen und setzte sich nach Treffern von Franz Winkler und Rivers auf 34:26 bis zur Halbzeit ab.

Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Wölfe weiter ab. Daniel Lopez führte seine Farben mit zwölf Punkten innerhalb von nur knapp sieben Minuten an. Rostock führte phasenweise mit 14 Punkten (44:30, 24. Min). Nach der Auswechslung von Lopez beim Stand von 51:41 (27. Min) fanden die Gäste zurück ins Spiel: Ein 19:3-Lauf, darunter ein 10:0-Zwischenspurt zum Beginn des Schlussabschnitts, brachte Bochum mit sechs Zählern in Führung (54:60, 33. Min). Nach zwei punktlosen Minuten auf beiden Seiten erlöste der wieder eingewechselte Lopez die leise gewordenen Seawolves-Fans mit den ersten Zählern des letzten Abschnitts.

Es bahnte sich eine spannende Schlussphase an, in der zunächst Hunter punktete und Kapitän Tim Vogt per Dreier zum 64:64-Ausgleich (38. Min) traf. Plötzlich waren die Zuschauer wieder da und feuerten ihre Wölfe an. 99 Sekunden vor Schluss traf Murillo einen Korbleger zum 66:64. Im anschließenden Angriff drückte der Bochumer Aufbauspieler Felix Engel mit Ablauf der 24-Sekunden-Wurfuhr aus knapp acht Meter ab – sein Wurf zischte durch die Maschen zum erneuten Führungswechsel. Es blieb spannend: 36 Sekunden vor Schluss konnte Hunter einen Fastbreak nach einem Ballgewinn nicht in zwei Punkte ummünzen, auf der Gegenseite nahm David Markert sein zweites Offensivfoul des Abends an, so dass der Ballbesitz wieder wechselte. Nach einer Auszeit kam es schließlich zur unglücklichen Aktion von Murillo. Am Ende stellte der überragende Bochumer Ryon Howard (16 Punkte, 20 Rebounds) an der Freiwurflinie den 66:69-Endstand her.

„Der Spielverlauf war so ähnlich wie in der letzten Woche in Herten. Wir haben uns zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt eine Schwächeperiode erlaubt. Wenn wir ein paar Minuten länger den Vorsprung halten oder ausbauen können, dann haben wir eine gute Möglichkeit, als Gewinner vom Platz zu gehen. Kompliment an die Bochumer, die sich noch einmal aufgebäumt haben und dann wichtige Würfe getroffen haben. Wir haben etwas überhastet abgeschlossen und brachten Bochum so zurück ins Spiel. Wir konnten die Wende danach nochmal herbeiführen, haben am Ende aber unglücklich agiert. Wir hatten zwei Möglichkeiten, doch es hat nicht ganz gereicht“, resümierte Seawolves-Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

Die Seawolves gehen am kommenden Wochenende bei den Iserlohn Kangaroos auf Korbjagd. Das nächste Heimspiel wird am 21. November um 19:30 Uhr gegen die Artland Dragons in der Stadthalle Rostock ausgetragen. Karten gibt es auf www.tickets.Seawolves.de und am Vorverkauf in der Stadthalle.

Punkteverteilung pro Viertel (HRO-BO):
16:14, 18:12, 20:24; 12:19

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Gulley (nicht eingesetzt), Hellmann (10), Hunter (6), Lange (2), Lopez (16), Markert (2), Murillo (6), Rivers (7), Slavchev (2), Vogt (6), Winkler (9)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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