Rostock Seawolves besiegen Baskets Akademie Weser-Ems mit 91:70

Die Basketballer der Rostock Seawolves feiern gegen die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB ihren sechsten Sieg in Folge und behaupten den zweiten Tabellenplatz

8. November 2014
Rostock Seawolves besiegen die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB mit 91:70, Foto: Tobias Hahn
Rostock Seawolves besiegen die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB mit 91:70, Foto: Tobias Hahn

Das halbe Dutzend ist voll. Die Rostock Seawolves verteidigten nach einem souveränen 91:70-Sieg gegen die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB den zweiten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord und feierten zugleich den sechsten Sieg in Folge. Die Gäste von der Hunte spielten bis zur Mitte des zweiten Durchgangs auf Augenhöhe. Anschließend übernahmen die Seawolves das Kommando vor 841 Zuschauern in der heimischen Ospa-Arena. Rückkehrer Jarrell Crayton (19 Punkte, 10 Rebounds) und Yannick Anzuluni (22 Pkt, 12 Reb, 8 Assists, 5 Stl) führten das Wolfsrudel an. Tim Vogt (14 Pkt, 4/5 Dreier) und Ivo Slavchev (11 Pkt, 6 Reb) punkteten ebenfalls zweistellig. Bei den Gästen hieß der Topscorer Leo Niebuhr (20 Pkt).

Drei Spiele war Jarrell Crayton mit einer Bänderdehnung im Sprunggelenk außer Gefecht. Drei Spiele musste er von der Bank aus zusehen. Nach überstandener Verletzung kehrte der US-Amerikaner der Rostock Seawolves an der Seite von Tim Vogt, Sven Hellmann, Yannick Anzuluni und Daniel Lopez zurück in die Startformation und legte los wie die Feuerwehr. Die ersten sechs Seawolves-Zähler gingen auf das Konto des 24-Jährigen, der nicht nur punktete, sondern auch an den Brettern aufräumte. Crayton war mit zehn Punkten und sechs Rebounds der Mann des ersten Abschnitts bei den Wölfen, die nach dem 2:0 erst wieder gegen Viertelende die Führung übernahmen. Die wurfstarke und diszipliniert auftretende Mannschaft aus Oldenburg hielt in den Anfangsminuten gut mit, beantwortete die Körbe der Wölfe mit Treffern aus der Distanz oder unmittelbarer Korbnähe. Luka Buntic und Leo Niebuhr stachen hier im ersten Abschnitt, der mit 23:22 an die Seawolves ging, hervor.

Ein Dreipunktewurf von Yannick Anzuluni in der 13. Minute zum 30:26 war die Initialzündung für das Wolfsrudel, das im zweiten Durchgang mit gewohnt bissiger Defensivarbeit und hungrigem Angriffsspiel die Zuschauer in der Ospa-Arena mitriss. Anzuluni zog wenige Angriffe später an der Grundlinie in Richtung Korb und schraubte sich zum Dunk hoch. Kurz darauf bediente er seine Teamkollegen mit sehenswerten Zuspielen. Die Gäste suchten nun den Faden, der ihnen im ersten Viertel ein Spiel auf Augenhöhe ermöglichte, doch dieser schien verschwunden. Rostock erlaubte den Korbjägern aus Niedersachsen über eine Zeitspanne von dreieinhalb Minuten keinen Punkt, und als sie wieder trafen, eilten die Seawolves durch einen 9:3-Lauf erstmals zweistellig davon. Gekrönt wurde dieser Zwischenspurt zunächst von einem spektakulären Block von Tobias Lange und wenig später von Tim Vogt, der per Buzzerbuzzer aus dem Dreipunkteland die 43:33-Halbzeitführung besorgte.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Hausherren die Zügel weiterhin fest in der Hand. Im dritten Abschnitt bauten sie ihre Führung auf 20 Zähler (66:46, 29. Min) aus. Im Schlussviertel betrug der Unterschied teilweise 26 Punkte (89:63, 38. Min). Waren in der ersten Hälfte vor allem Crayton und Anzuluni die spielbestimmenden Akteure, so ragten nach der Halbzeitpause Tim Vogt und Ivo Slavchev mit zusammen erzielten 18 Punkten aus dem Seawolves-Kollektiv hervor. Bis zur letzten Minute hielten die Wölfe Konzentration und Druck auf den Gegner hoch und boten den Zuschauern eine leidenschaftliche Vorstellung, die von zahlreichen spektakulären Korbaktionen gekrönt war. In der Schlussphase erhielten zudem Pavel Mokrys und Jörn Boghöfer Einsatz, um mit den Fans den souveränen 91:70-Heimsieg zu feiern. Damit behaupten die Rostock Seawolves nach dem sechsten Sieg in Serie den zweiten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Die Rostocker kontrollierten die Rebounds (52:34), trafen 15 von insgesamt 18 Freiwürfen (Oldenburg: 6/11 FT) und erzielten 52 Punkte in der Zone (Oldenburg: 30).

Zitat von Coach Sebastian Wild: „Aus meiner Sicht war es wahrscheinlich die beste Saisonleistung von uns. Wir konnten das erste Viertel sehr ausgeglichen gestalten, obwohl wir nicht unser bestes Spiel gezeigt haben. Im zweiten Viertel sind wir deutlich kompromissloser in der Verteidigung zu Werke gegangen. Dadurch konnten wir die für uns so wichtigen Fastbreaks fahren. Wir wollten in der zweiten Hälfte unbedingt dort ansetzen, wo wir im zweiten Viertel aufgehört hatten. Das ist uns auch größtenteils gelungen. Wir konnten auch variabler im Angriff agieren. Wir konnten mit einer gewissen gradlinigen Intensität über das gesamte Spiel die Tiefe im Kader ausspielen. Ich hoffe, das hilft uns an solchen Doppelspieltagen, bei denen die Pausen gering sind.“

Lange haben die Rostocker nicht Zeit, um sich nach diesem Sieg zu erholen. Schon am Sonntag steht der nächste Härtetest an. Dann jagen die Seawolves bei CityBasket Recklinghausen dem dritten Auswärtssieg in Folge hinterher. Das Team aus dem Ruhrgebiet unterlag am Freitag trotz einer zweistelligen Führung im Schlussviertel mit 79:85 nach Verlängerung bei den Druff! Baskets Braunschweig.

Das nächste Heimspiel bestreiten die Rostocker am 22. November. Um 19:30 Uhr werden dann die Uni-Riesen Leipzig zu Gast sein. Tickets für dieses Spiel gibt es auf tickets.Seawolves.de.

Viertelstände (HRO:OLD):
23:22, 20:11, 25:18, 23:19

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:

Yannick Anzuluni (22), Jörn Boghöfer (0), Jarrell Crayton (19), Jens Hakanowitz (4), Sven Hellmann (8), Tobias Lange (4), Daniel Lopez (2), David Markert (5), Pavel Mokrys (0), Zbigniew Owczarek (2), Ivo Slavchev (11), Tim Vogt (14).

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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