Rostock Seawolves unterliegen Dresden Titans mit 69:77 (43:45)

Die Basketballer der Rostock Seawolves müssen sich zuhause den Dresden Titans geschlagen geben, bleiben aber auf dem ersten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord

18. Januar 2015
Rostock Seawolves unterliegen Dresden Titans mit 69:77 (43:45), Foto: Tobias Hahn
Rostock Seawolves unterliegen Dresden Titans mit 69:77 (43:45), Foto: Tobias Hahn

Vor der Rekordkulisse von 920 Zuschauern in der Osa-Arena verpassten die Rostock Seawolves den dritten Heimsieg in Folge. Der Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord verlor ein spannendes und hart umkämpftes Basketballspiel gegen die Dresden Titans mit 69:77 (43:45). Die Sachsen feierten dank einer starken Schlussoffensive den fünften Sieg in Serie und sind nach den Uni-Riesen Leipzig die zweite Gastmannschaft, die die Seawolves in eigener Halle bezwingen konnte. Yannick Anzuluni erzielte 19 Punkte für die Wölfe, Daniel Lopez gelang mit elf Punkten und elf Rebounds sein erstes Double-Double der Saison. Gäste-Kapitän Philipp Lieser traf zehn seiner 15 Würfe aus dem Feld für 23 Punkte.

Am Stadtwerke-Tag erlebten die Zuschauer neben einem bunten Programm mit Schlumpfrennen, Ospa Family Challenge, 1.000 Euro Money Shot, dem Tanzprojekt ARThus e.V. und einer großen Tombola auch hochklassigen Basketball. Die Anfangsminuten gehörten den Rostock Seawolves, in der Schlussphase hatten die Dresden Titans mehr vom Spiel. Zwischendurch ging es hin und her; 14-mal wechselte die Führung, zwölfmal leuchtete ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Coach Wild musste aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Tim Vogt und Sven Hellmann seine Startformation umbauen und schickte David Markert, Yannick Anzuluni, Ivo Slavchev, Jens Hakanowitz und Daniel Lopez zu Beginn aufs Feld. Es dauerte nur wenige Sekunden, ehe Anzuluni die ersten Zähler per Dunk erzielte. Die Seawolves erwischten den besseren Start und führten nach vier Minuten mit 9:2. Danach kamen die Titans, angeführt von ihrem Kapitän Philipp Lieser, besser ins Spiel und gingen noch vor dem Viertelende in Führung. Doch die Wölfe eroberten die Führung zurück und gingen beim Stand von 25:23 ins zweite Viertel.

Die Zuschauer sahen nun ein Duell auf Augenhöhe, das sich bis ins Schlussviertel fortsetzen sollte. Keine Mannschaft konnte sich auf mehr als fünf Zähler absetzen. Behaupteten die Titans zur Halbzeit noch eine Zweipunkteführung (43:45), so war es Jarrell Crayton, der kurz vor dem Ende des dritten Viertels zum 57:55-Zwischenstand einnetzte.

Im Schlussviertel hatten die Titans ab der 33. Minute mehr vom Spiel, Lieser traf fast nach Belieben und war nicht zu stoppen. Er schulterte die Verantwortung zusammen mit seinem Teamkollegen Guy Aud, der am Spielende zehn Punkte, acht Rebounds, fünf Assists und vier Steals auf seinem Konto haben sollte. Durch einen 8:0-Lauf setzten sich die Gäste auf acht Punkte ab (62:70, 34. Min). Die Wölfe kämpften und versuchten, die Begegnung bis zum Ende offen zu gestalten. 3:35 Minuten vor dem Ende verwandelte Anzuluni einen Dreier, um den Rückstand auf 69:74 zu verkürzen. Danach hatten die Wölfe kein Wurfglück mehr und mussten die zweite Heimniederlage dieser Saison hinnehmen.

Trotz der zweite Niederlage in Folge bleiben die Rostock Seawolves auf dem ersten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord. Sie hatten zwar einen Vorteil in der Rebound-Statistik (42:30), leisteten sich aber 18 Ballverluste und verwandelten nur jeden dritten Dreipunktewurf (6/18 3FG; Dresden: 10/22 3FG). Neben Anzuluni (19 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists) und Daniel Lopez (11 Punkte, 11 Rebounds) kam auch Jarrell Crayton (10 Punkte, 7 Rebounds) auf eine zweistellige Punktausbeute. Bei den Titans punkteten mit Lieser (23), Damon Smith (12), Jaroslav Tyrna (10) und Guy Aud (10) vier Spieler zweistellig.

Am kommenden Samstag jagen die Rostock Seawolves auswärts bei den Uni-Riesen Leipzig. Das Hinspiel endete mit einer 72:85-Niederlage. Das nächste Heimspiel findet am 31. Januar um 19:30 Uhr gegen die DRUFF! Baskets Braunschweig statt (Hinspiel: 95:70-Sieg). Tickets gibt es auf www.tickets.Seawolves.de.

Zitat von Coach Sebastian Wild: „Wir haben offensiv nicht mit dem Fluss gespielt, der uns sonst auszeichnet. Wir müssen lernen, die Ausfälle zu kompensieren, nicht nur weil uns Schlüsselspieler fehlen, sondern weil die Rotation arg eingeschränkt ist. Einige Spieler müssen auf Positionen spielen, die sie nicht gewohnt sind. Das hat man aus meiner Sicht sowohl offensiv als auch defensiv gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir noch recht effizient punkten können. Da hat aber die Konzentration in der Defensive etwas gefehlt. Mit 45 Punkten haben wir zu viel zugelassen. Im dritten Viertel haben wir es dann ausgeglichener gestaltet, defensiv waren wir besser organisiert. In den letzten acht Minuten fehlte das Zusammenspiel im Angriff, um uns hochprozentige Würfe zu erarbeiten. Wo hier die Gründe liegen, müssen wir analysieren. Wir hatten die Möglichkeit, gegen ein sehr gutes Dresdner Team zu gewinnen. Es hat nicht ganz gereicht.“

Viertelstände (HRO:DD):
25:23, 18:22, 14:10, 12:22

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Yannick Anzuluni (19), Jörn Boghöfer (nicht eingesetzt), Jarrell Crayton (10), Jens Hakanowitz (7), Tobias Lange (2), Daniel Lopez (11), David Markert (9), Zbigniew Owczarek (6), Ivo Slavchev (5)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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