Rostock Seawolves besiegen Itzehoe Eagles mit 78:75 (41:40)

Vor heimischem Publikum feierten die Basketballer der Rostock Seawolves am 3. Advent einen emotionalen Derby-Sieg gegen die Itzehoe Eagles

12. Dezember 2016
Rostock Seawolves besiegen Itzehoe Eagles: Jovonni Shuler (#5) zieht zum Korb (Foto: Sylvia Funk)
Rostock Seawolves besiegen Itzehoe Eagles: Jovonni Shuler (#5) zieht zum Korb (Foto: Sylvia Funk)

Das Nord-Derby zwischen den Rostock Seawolves und den Itzehoe Eagles am 3. Advent war geprägt von knallharter Verteidigung und aggressiver Gangart. 1.930 Zuschauer in der Stadthalle Rostock sahen einen umkämpften und umjubelten 78:75-Sieg der Seawolves. Ein 15:2-Lauf der Gastgeber im Schlussviertel ebnete den Weg für den vierten Saisonsieg. Für den neuen Coach Ralf Rehberger war es eine erfolgreiche Premiere. Jarvis Davis war Topscorer der Partie mit 27 Punkten. Die Seawolves bleiben auf dem zehnten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord.

Die Rostock Seawolves starteten nervös in die Ära Ralf Rehberger. Die Gäste aus Itzehoe erwischten den besseren Start und behaupteten im ersten Durchgang stets ein leichtes Punktepolster, ehe sie nach zehn Minuten mit acht Punkten vorn lagen (14:22). Die Wölfe ließen sich einige Defensiv-Rebounds entgehen und erlaubten den Eagles dadurch erneute Wurfchancen. Außerdem ließen die Schleswig-Holsteiner den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen als die Hausherren, so dass vor allem durch Energie, Leidenschaft und bedingungslosen Einsatz der Seawolves die Wende herbeigeführt werden sollte. Es dauerte bis zur 13. Minute, bis die Anfangsnervosität abgeschüttelt war und die Wölfe zupackten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Itzehoes Frederik Henningsen 13 von 29 Eagles-Punkte erzielt. Die Seawolves sahen sich dem größten Rückstand des Abends (20:29) ausgesetzt. Nach einer Auszeit der Gäste löste sich nun auch der Knoten in der Offensive. Mit einem 15:6-Lauf beendeten die Wölfe die Halbzeit und gingen mit einem hauchdünnen Polster (41:40) in die Kabine.

Das intensiv geführte Nord-Derby setzte sich im dritten Viertel fort. Itzehoe, angefeuert von etwa 30 mitgereisten Fans, fand besser zurück ins Spiel und erzielte fünf Punkte in Folge. (41:45, 22. Min). Anschließend ging es hin und her, die Führung sollte bis zur 25. Minute insgesamt fünf Mal wechseln. Erst dann konnten sich die Eagles nach zwei Dreipunktewürfen von Henningsen etwas Luft verschaffen. So gingen die Seawolves mit einem 57:62-Rückstand ins Schlussviertel.

Nachdem die Wölfe im vierten Durchgang mit sieben Zähler (57:64, 31. Min.) zurücklagen, kam der Offensivmotor der Wölfe plötzlich ins Rollen: David Markert traf aus der Distanz, Franz Winkler legte nach, Freiwürfe von André Murillo und Treffer von Daniel Lopez wie auch Jarvis Davis kamen hinzu, so dass die Seawolves nach einem 15:2-Lauf das Kommando in dieser Partie komplett übernommen hatten. 3:51 Minuten vor dem Ende stand es 72:66 für Rostock. Die Zuschauer in der Stadthalle Rostock standen und applaudierten ihrer Mannschaft zu, die jedoch in der Folgezeit den Ball vertändelte, um die Partie wieder unnötig spannend zu gestalten. 26,7 Sekunden vor der Schlusssirene hatte Itzehoe zum 75:75 ausgeglichen. Sollte etwa, wie im Hinspiel, eine Verlängerung über den Ausgang der Partie entscheiden müssen?

Nach einer Rostocker Auszeit zog Jarvis Davis zum Korb. David Rivers bekam den Ball und vollendete trotz Foul – Rivers traf den Bonuswurf, die Seawolves führten mit 78:75. Im Gegenzug suchte Eagles-Aufbauspieler Kostas Karamatskos eine Anspielstation. Die knallharte Abwehrarbeit von Zbigniew Owczwarek, der durch Coach Rehberger zurück in die Rotation geholt wurde, erzwang einen Schrittfehler. Der Ballbesitz war erneut bei den Seawolves. David Markert wurde gefoult, trat an die Linie und hätte vier Sekunden vor Schluss das Spiel entscheiden können. Jedoch gingen beide Würfen daneben. Henningsen passte daraufhin den Ball zu seinem Mitspieler Darren Galloway, der nach Ertönen der Sirene zum Wurf ansetzte. Die Partie war vorbei. Die Halle tobte, die Spieler jubelten vor Erleichterung über den hart erkämpften 78:75-Heimsieg in diesem mitreißenden Nord-Derby.

Neben Jarvis Davis (27 Punkte) punktete auch Franz Winkler (11) zweistellig bei den Hausherren. Bei den Itzehoe Eagles, die das Rebound-Duell deutlich mit 37:25 für sich entschieden haben, kam Frederik Henningsen auf 26 Punkte. Die Rostocker erzielten 24 Punkte an der Freiwurflinie (24/37 FT, Itzehoe: 11/19 FT) und leisteten sich lediglich zwölf Ballverluste (Itzehoe: 24).

„Wir haben mit sehr viel Energie gespielt. Ich glaube, man hat gesehen, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte. Dieser Wille und diese Energie waren von Anfang an zu sehen. Das waren zwei große Schlüssel in diesem Spiel. Ich bin sehr zufrieden, dass wir gewonnen haben“, sagte Ralf Rehberger nach seinem ersten Sieg als Headcoach der Rostock Seawolves.

Das nächste Heimspiel in der Stadthalle Rostock steht am Sonntag, den 8. Januar 2017, um 16:00 Uhr gegen die Iserlohn Kangaroos auf dem Programm. Karten gibt es auf tickets.Seawolves.de.

Viertelstände (HRO-ITZ):
14:22, 27:18, 16:22, 21:13

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Buntić (0), Davis (27), Lange (nicht eingesetzt), Lopez (8), Markert (5), Murillo (5), Owczarek (2), Rivers (9), Shuler (7), Slavchev (4), Vogt (nicht eingesetzt), Winkler (11)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Sylvia Funk

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