31. Silvesterlauf des ESV Lok Rostock

Bei Schnee und guter Gesellschaft über die Felder

2. Januar 2010, von

Silvesterlauf Rostock - Anmeldung Der Übergang ins neue Jahrzehnt ist endlich (und hoffentlich schadlos) überstanden, der Leuchtturm stand bereits in Flammen, da fehlt für den Start ins Jahr 2010 nur noch ein wichtiges traditionelles Event. Jedes Jahr findet am Samstag um Silvester der Silvesterlauf des ESV Lok Rostock statt, der alle Laufbegeisterten der Hansestadt zum Jahreswechsel noch einmal zusammenführt.

In der Nacht hat der Winter uns eine dicke Schneedecke beschert, die die Landschaft in einen fantastischen Märchenwald verwandelt und die Laufstrecken sicher noch um einiges interessanter macht. Start und Ziel ist traditionell die Sporthalle Erich-Schlesinger-Straße neben der Kooperativen Gesamtschule Südstadt.

Siegfried Ebert und Klaus KinskiUm 9:30 Uhr, eine halbe Stunde vor dem Start, ist Anmeldeschluss für die Läufe. Die Teilnehmer haben sich in der warmen Sporthalle versammelt, wo ein liebevoll hergerichtetes Buffet mit kostenlosem heißen Tee für alle bereitsteht. Während die letzten Startnummern an den Jacken befestigt und neue Pulsuhren sowie Laufschuhe begutachtet werden, rückt der Start immer näher.

Zuvor gibt es allerdings noch die gewohnte Begrüßung durch Cheforganisator Siegfried Ebert. Der Silvesterlauf findet in diesem Jahr schon zum 31. Mal statt, begann also ein Jahr vor den Nikolausläufen. Der erste Lauf 1979 startete noch bei der Molkerei und lief dann über Schwaan, damals war mit 42km sogar noch der Marathon mit im Programm. „Wir wollten die Größten werden“, schwärmt Herr Ebert.

Start vom Rostocker Silvesterlauf Außerdem gibt es im weiteren Sinne ein Geburtstagskind zu feiern, denn (der echte) Klaus Kinksi feiert heute sein 30-jähriges Laufjubiläum. Der Rostocker Langstreckenläufer hat während seiner Laufkarriere unter anderem bereits das Death Valley in den USA, das Swiss-Alpin, den Supermarathon beim Rennsteiglauf (75 km), den Untertagemarathon (bei 30°C) und mehrere 100 km-Läufe bewältigt.

So viel Schnee und Eis auf den Wegen sind natürlich verschärfte Bedingungen beim Silvesterlauf, so etwas gibt es nicht jedes Jahr. Trotzdem ließen sich viele Fans nicht davon abhalten am Lauf teilzunehmen, jährlich starten zwischen 300 und 360 Läufer bei dieser Veranstaltung. Meistens sind es wohl die gleichen, die auch schon am Nikolauslauf teilnehmen, der ebenfalls vom ESV Lok organisiert wird.

Glückliche Teilnehmerin beim Silvesterlauf in Rostock Damit für jeden Interessierten etwas dabei ist, stehen vier verschiedene Strecken zur Auswahl. Die kleinste Runde sind 3,2 km, bei 7,2 km muss man es schon ein ganzes Stück weiter schaffen, bei einer Wendemarke umkehren und auf einem parallelen Weg zurück laufen. Die 11 km-Strecke reicht bis nach Papendorf und führt die Läufer dann über Sildemow zurück. Die längste Strecke über Pölchow ist 20,5 km lang, also fast schon ein Halbmarathon.

Neben den vielen altbekannten Teilnehmern, von denen einige schon von Anfang an dabei sind, gibt es auch einige Neuzugänge. Einer von ihnen ist Hansa-Spieler Tim Sebastian, der mit einem weiteren Kollegen aus dem Team erstmals beim Silvesterlauf startet. Die Gelegenheit habe sich dazu angeboten, da sie wegen ihres Trainingsprogramms diese Woche jeden Tag eine Stunde laufen müssten. Schnee und Eis hätten ihm aber keine Probleme bereitet.

Laura Michel, Siegerin der 11 km Der Start scheint kaum vergangen, da kommen auch schon die ersten Läufer wieder ins Ziel. Die erste Frau bei den 11 km ist die 16-jährige Laura Michel. Sie trainiert sechs Mal in der Woche beim 1. LAV und so scheint der Sieg für sie keine große Überraschung zu sein, da sie sich die anderen Läufer vorher schon genau angesehen habe. Zur Belohnung für die harte Arbeit gibt es eine schöne Glas-Trophäe, die sicher einen Ehrenplatz in der Vitrine bekommt.

Der Zieleinlauf findet direkt in der Sporthalle statt. Die Läufer müssen dazu scharf um die Ecke Richtung Eingang laufen, dürfen sich aber noch nicht vorzeitig von dem großen Ziel-Banner irritieren lassen, da die Zeit erst direkt am Eingang gestoppt wird. Im schmalen Flur wird dann die Urkunde übergeben, in der großen Halle gibt es für jeden Teilnehmer einen neuen Kalender und eine kleine Flasche Sekt, wie es sich zu Silvester gehört.

Kleine und große Läufer beim Rostocker Silvesterlauf Als auch meine liebe Familie endlich vollständig das Ziel durchlaufen hat und frisch geduscht ist, herrscht in der Sporthalle ein reger Austausch über die Erlebnisse auf der Strecke. Der Schnee scheint für die meisten nicht so schlimm gewesen zu sein, zumindest nicht für diejenigen, die weiter hinten im Feld gelaufen sind.

Zum Abschluss gibt es noch ein Kult-Zitat von unserem Geburtstagskind Klaus Kinski: „Was vom Laufen kommt, geht vom Laufen auch wieder weg“. Also nur keine Scheu es selbst mal beim Volkslauf zu probieren, 3 km sollten bei solch einer Motivation und Gemeinschaft für jeden machbar sein.

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