Broschüre „Stadtbereiche 2011“ der Hansestadt vorgestellt

Bevölkerungs- und Sozialstruktur, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Wohnungsbestand, Kriminalstatistik oder Wahlverhalten – die neue Broschüre „Stadtbereiche 2011“ bietet eine Vielzahl statistischer Informationen auf Stadtbereichsebene

4. Juli 2012
Carmen Becke, Sachgebietsleiterin Kommunale Statistikstelle und Karin Helke, Leiterin des Hauptverwaltungsamtes (v.l.n.r) stellen die Broschüre „Stadtbereiche 2011“ der Hansestadt Rostock vor
Carmen Becke, Sachgebietsleiterin Kommunale Statistikstelle und Karin Helke, Leiterin des Hauptverwaltungsamtes (v.l.n.r) stellen die Broschüre „Stadtbereiche 2011“ der Hansestadt Rostock vor

Die meisten Einwohner (19.250) wohnen in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, die wenigsten in Dierkow-Ost (1.131). Am dichtesten besiedelt ist die Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit 6.384 Einwohnern je Quadratkilometer, am dünnsten die Rostock-Heide mit 30 Einwohnern je Quadratkilometer. Die vom Durchschnittsalter der Einwohner her jüngsten Stadtbereiche sind die Kröpeliner-Tor-Vorstadt (36,6 Jahre) und Dierkow-Neu (39,9 Jahre), die ältesten Stadtbereiche sind Warnemünde (53,4 Jahre) und die Südstadt (51,4 Jahre).

Ausgehend vom Jahr 2000 können acht Stadtbereiche eine Bevölkerungszunahme verzeichnen. Darunter weisen Brinckmansdorf, Stadtmitte und Kröpeliner-Tor-Vorstadt einen Zuwachs von über 25 Prozent auf. Die Stadtbereiche Toitenwinkel, Dierkow-Ost, Dierkow-Neu und Rostock-Heide mussten im gleichen Zeitraum Einwohnerverluste von über zehn Prozent hinnehmen. Die meisten Kinder, nämlich 255, wurden im Jahr 2011 in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt geboren. Hinsichtlich des auf die Einwohnerzahl bezogenen Geborenen-/Gestorbenensaldos weisen sieben der 21 Stadtbereiche einen Geborenenüberschuss auf: die beste Bilanz haben die Kröpeliner-Tor-Vorstadt (+7,2 je 1.000 Einwohner) und die Stadtmitte (+4,5 je 1.000 Einwohner), die schlechteste Bilanz die Südstadt (-8,5 je 1.000 Einwohner) und Lütten Klein (-7,6 je 1.000 Einwohner).

Im Jahr 2011 konnten 16 von 21 Stadtbereichen einen positiven Wanderungssaldo verbuchen, das heißt dort sind mehr Menschen zu- als fortgezogen. Die meisten Zuzüge (2.898) gab es in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, von dort sind allerdings auch die meisten Menschen fortgezogen. Beim relativen, das heißt auf die Einwohnerzahl bezogenen Wanderungssaldo stehen die Stadtbereiche Toitenwinkel (+20,6 je 1.000 Einwohner), Evershagen (+20,0 je 1.000 Einwohner) und Lütten Klein (+18,1 je 1.000 Einwohner) an der Spitze.

In zwei Stadtbereichen sind über die Hälfte der ab 18-jährigen Einwohner noch ledig. Am höchsten ist der Anteil in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (61,1 Prozent). In Biestow und Dierkow-Ost trifft dies nur auf weniger als 20 Prozent der Einwohner dieses Alters zu. Die Stadtbereiche Dierkow-Neu und Schmarl haben die höchsten Arbeitslosenquoten von über 15 Prozent. Gehlsdorf, Biestow, Gartenstadt/Stadtweide, Brinckmansdorf und Dierkow-West (Stadtbereiche mit hohem Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern) zeichnen sich durch Arbeitslosenanteile von unter vier Prozent aus.

Die Häuser mit den größten Wohnungen stehen in Rostock-Ost, wo die Wohnungen über durchschnittlich 98,4 Quadratmeter Wohnfläche verfügen. Die kleinsten Wohnungen mit durchschnittlich 54,2 Quadratmetern Wohnfläche sind in Lütten Klein zu finden.

In den Jahren 2000 bis 2011 war Brinckmansdorf Spitzenreiter beim Wohnungsneubau mit 1.742 fertig gestellten Wohnungen. Der Wohnungsneubau im Jahr 2011 vollzog sich vor allem in den Stadtbereichen Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Stadtmitte und Lichtenhagen.

Aufgrund der örtlichen Lage ist die PKW-Quote (Private PKW je 100 Einwohner im Alter von 18 Jahren und älter) des Stadtbereiches Rostock-Ost mit 77,3 Prozent am höchsten. Dem entgegen hat die Kröpeliner-Tor-Vorstadt die niedrigste PKW-Quote von 34,1 Prozent, begründet mit der Tatsache, dass dort viele Studenten leben und der zentralen Lage dieses Stadtbereiches.

Auch die Ärzteversorgung ist in der Hansestadt Rostock statistisch betrachtet sehr unterschiedlich. Während es in Biestow drei niedergelassene Ärzte bzw. Zahnärzte pro 10.000 Einwohner gibt, findet man in Stadtmitte 55 Ärzte und 27 Zahnärzte pro 10.000 Einwohner. Von den 52 Apotheken in der Hansestadt Rostock befinden sich zwölf in Stadtmitte, dagegen gibt es in sieben Stadtbereichen gar keine.

Die Stadtbereichsinformation beantwortet auch noch andere Fragen, wie „Wann entstand welcher Stadtbereich?“, „Welche Gewerbe haben sich wo angesiedelt?“, „Wie hat sich die Bausubstanz entwickelt?“, „Wie ist die Versorgung mit Kindereinrichtungen und Schulen abgesichert?“, „Gibt es in einigen Bereichen besonders viele Straftaten?“, „Welche Bereiche der Stadt haben bei der letzten Kommunalwahl welche Partei gewählt?“.

Diese und viele detaillierte Informationen enthält die neu erschienene Stadtbereichsinformation, die ab sofort allen Interessenten zur Verfügung gestellt wird.

Die Publikation „Stadtbereiche 2011“ kann für ein Entgelt von 20 Euro (zzgl. Porto) und auch als CD für 18 Euro (zzgl. Porto) beim Hauptverwaltungsamt in der Kommunalen Statistikstelle, Telefon 381-1190 bezogen werden.

Quelle: Hansestadt Rostock, Pressestelle

Schlagwörter: Bevölkerungsstruktur (15)Politik (129)Statistik (31)Wirtschaft (104)

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