Telefonbetrug: Angeblicher Geldgewinn kostet 900 Euro

Mit einem angeblichen Geldgewinn wurde ein 57-jähriger Rostocker von Telefonbetrügern dazu gebracht, Guthabenkarten für 900 Euro zu kaufen und deren Codes durchzugeben

24. Juli 2018
Telefonbetrug: Angeblicher Geldgewinn kostet 900 Euro
Telefonbetrug: Angeblicher Geldgewinn kostet 900 Euro

„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ – was für einen 57-Jährigen zunächst wie eine gute Nachricht klang, entwickelte sich schnell zu einem Betrug.

Bereits am vergangenen Sonnabend wurde der Rostocker von einem bislang unbekannten Mann angerufen. Dabei gratulierte der Anrufer zu einem angeblichen Gewinn in Höhe von 27.000 Euro. Weiter wurde dem 57-Jährigen mitgeteilt, dass zwei Tage später ein Geldtransporter samt Security-Mitarbeiter und Notar vor seiner Tür stehen werden.

Anschließend sollte ein Geldkoffer übergeben werden und der Rostocker bekam telefonisch den Zahlencode genannt, um den Koffer dann zu öffnen.

Tatsächlich erhielt der vermeintliche Gewinner dann am gestrigen Montag einen Anruf und ihm wurde mitgeteilt, dass das Geld nur übergeben werden kann, wenn der Rostocker STEAM-Guthabenkarten kaufen würde. Der Betrag der Wertkarten, die als Versicherungsbetrag zu werten waren, solle 900,00 Euro betragen. Erst dann könne der Geldkoffer übergeben und mit einem passenden Code geöffnet werden.

Der Rostocker besorgte die STEAM-Guthabenkarten und übergab die Codes an die Betrüger. Diese wurden immer dreister und teilten dem Mann mit, dass die Gewinnsumme tatsächlich höher ist und er sogar 72.000 Euro gewonnen hätte. Er wurde aufgefordert weitere Guthabenkarten zu kaufen. Da der Rostocker und seine Frau nun misstrauisch wurden, informierten sie die Polizei über den Vorfall.

Das Kriminalkommissariat Rostock ermittelt nun wegen Betrugsverdacht.

Die Polizei rät erneut, ein gesundes Misstrauen zu bewahren.

  • Leisten Sie keine Vorauszahlungen für einen vermeintlichen Gewinn!
  • Seriöse Gewinn- oder Lotteriegesellschaften verlangen keine Gebühren!
  • Geben Sie nie Gutschein- oder Kartencodes an Dritte weiter! Mit der Weitergabe des Codes ist Ihr Geld in fremden Händen!
  • Sprechen Sie mit Eltern, Großeltern sowie Verwandten und klären sie diese über die Gefahren auf! Weitere Infos unter: www.polizei-beratung.de

Quelle: Polizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Betrug (73)Enkeltrick (43)Polizei (3572)

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