Universitätsball der Uni Rostock 2010 im Hotel Neptun

Professoren, Studenten und Gäste schwingen das Tanzbein

28. November 2010, von
Erwin Sellering und Ehefrau auf dem Uniball
Erwin Sellering und Ehefrau auf dem Uniball

Es war die Herz-Acht, die Erwin Sellering Glück brachte. Glück heißt in diesem Fall, dass der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern am Samstagabend drei weitere Gäste des Universitätsballs mit der gleichen Spielkarte gefunden hatte und sich mit ihnen zusammen den Preis teilen konnte – eine Tafel Schokolade. Und das schon vor seinen Begrüßungsworten, die er an die 400 Gäste im Bernsteinsaal des Hotel Neptun richtete.

Darin lobte er besonders das Miteinander, das sich auf dem Universitätsball zeigte, denn schließlich sei die Universität mehr als die Summe der einzelnen Fakultäten und Lehrstühle, so der Ministerpräsident.„Universitäten sind der Stolz der Städte und der Motor der Entwicklung. Das gemeinschaftlich zu zeigen ist sehr schön.“

Wolfgang Schareck und Karina Jens beim Uniball
Wolfgang Schareck und Karina Jens beim Uniball

Und so waren der Einladung des Rektors Professor Dr. Wolfgang Schareck nicht nur Professoren, Mitarbeiter und Studenten aus den unterschiedlichsten Fakultäten und universitären Einrichtungen gefolgt. Auch Vertreter der Stadt, unter ihnen die Präsidentin der Rostocker Bürgerschaft Karina Jens, und des Landes mischten sich unter die Ballgesellschaft. Sogar internationale Delegationen aus dem Jemen und Syrien nahmen an diesem universitären Austausch der etwas lockeren Art teil.

Denn auf diesem besonderen gesellschaftlichen Ereignis wurde nicht nur ausgiebig getanzt, auch viele interessante Gespräche wurden geführt. Profillinien, Bachelor of Law – alles, was die Universität derzeit so bewegt, darüber konnten sich die Gäste in entspannter Atmosphäre austauschen.

Und auch für die Verleihung des 4. Rektorpreises bildete der Ball den feierlichen Rahmen. Für ihre Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen wurde Professor Dr. Brigitte Müller-Hilke vom Rektor ausgezeichnet.

Angeregte Gespräche, Preise, flotte Tanzeinlagen – da darf das leibliche Wohl natürlich nicht zu kurz kommen. Um dieses sorgte sich die Gourmetküche vom Hotel Neptun. Mit einer „Kulinarischen Ostseereise“ verwöhnte sie die Gaumen der Gäste mit warmen und kalten Spezialitäten aus Neptuns Reich.

Good Vibrations
Good Vibrations

Für den Ohrenschmaus waren Good Vibrations zuständig. Die Band hatte sich extra für diesen Anlass gegründet. Dennoch spielten sie nicht zum ersten Mal zusammen. Einigen dürften die fünf Musiker vielleicht auch unter dem Namen Les Bummms Boys bekannt sein. Zum Universitätsball hatten sie sich besonders chic herausgeputzt und ihr Repertoire um einige Tanznummern erweitert. Aber würden sie, deren Karriere als Straßenmusiker begann, auch den Eröffnungswalzer des Rektors meistern?

Wolfgang Schareck und Gattin
Wolfgang Schareck und Gattin

Kein Problem. Trotz lädiertem Knie eröffnete Rektor Schareck mit seiner Gattin souverän den tänzerischen Teil des Abends. Nachdem sich auch Erwin Sellering und seine Frau zum Ehepaar Schareck gesellten, war spätestens beim zweiten Walzer die Tanzfläche voll. Sie sollte es auch den ganzen Abend bleiben, wenn Good Vibrations mit ihrer äußerst gelungenen Mischung aus alten und neuen Songs der Rock und Popmusik die Tanzbeine zum Schwingen brachte.

Von „Mein kleiner grüner Kaktus“ bis „Seven Nation Army“ reichte die musikalische Bandbreite, meist im Rock ‘n’ Roll Stil, aber auch Swing und Latin Rhythmen waren zu hören. Und zum Ende hin durften dann auch die Bummms-Boys-Gute-Laune-Klassiker „Eisprung“ und „Muggebedürfnis“ nicht fehlen.

Einen musikalischen Kontrast bildete das Duo VioCe. Die beiden Musikerinnen des Freien Studenten Orchesters Rostock begrüßten die Gäste mit Musik von Vivaldi, Bach und Händel.

Auch in den wohlverdienten Tanzpausen kam bei den Ballgästen keine Langeweile auf. Ein umfangreiches Showprogramm sorgte zwischendurch für Unterhaltung. Dazu gehörte die Jazz-Dance-Show der Jarits, die afrobrasilianische Kampfkunst von Capoeira Do Baltico und die Feuershow der Santinis.

Cynthia Wagner und Manuel Paulus
Cynthia Wagner und Manuel Paulus

Auch abseits des Tanzparketts bot das Organisationsteam des Balles mit einer Tombola und der Ballolympiade Spannung und Unterhaltung.

Viele lächelnde Gesichter lassen darauf schließen, dass der Abend den Ballgästen gefallen hat. Jedenfalls ging es Cynthia Wagner und Manuel Paulus so. Für sie war der Universitätsball „hervorragend“. Besonders das Verhältnis zwischen Musik und Show hob der 29-Jährige Promotionsstudent der Politikwissenschaften lobend hervor. Nur die Getränke waren etwas zu teuer, bedauerte die 23-jährige Sonderpädagogikstudentin.

Ute und Mathias Paschen
Ute und Mathias Paschen

Als „rundum toll“ bewertet auch Ute Paschen den Abend. Sie und ihr Mann Professor Dr. Mathias Paschen sind als „Uni-Blut“ schon immer dabei. Der Professor für Meerestechnik zeigte sich auch diesmal wieder sehr von der Begeisterung angetan, mit der die Studierenden sich auf den Ball vorbereiten.

Die Mischung aus älterer und jüngerer Generation, Professoren und Studierenden, lockerer Musik und edler Abendgarderobe dürfte wohl zu den außergewöhnlichen Stärken des Universitätsballes gehören.

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