Verkehrsfreigabe der Neuen Warnowstraße

Freie Fahrt auf der Verbindungsstraße zwischen Mühlendamm und Vorpommernbrücke

3. August 2011, von
Reinhard Wolfgramm (RGS), Volker Schlotmann und Roland Methling (v.l.) bei der feierlichen Verkehrsfreigabe der Neuen Warnowstraße
Reinhard Wolfgramm (RGS), Volker Schlotmann und Roland Methling (v.l.) bei der feierlichen Verkehrsfreigabe der Neuen Warnowstraße

Nach knapp einem Jahr Bauzeit konnte heute das über sechs Millionen Euro teure Projekt „Neue Warnowstraße“ abgeschlossen werden. Wie Verkehrsminister Volker Schlotmann bei der feierlichen Freigabe erklärte, soll die neue Straße „den Verkehrsfluss in Rostock verbessern, die Östliche Altstadt entlasten und das“, sich noch in Planung befindende „neue Wohngebiet anschließen.“

Dieses „besondere Stück Rostock“, wie Oberbürgermeister Roland Methling es nannte, soll zu beiden Seiten der Neuen Warnowstraße entstehen. Geplant sind Geschäfts- sowie Wohnhäuser und ein Parkhaus. Das so genannte Petriviertel soll zwar modern werden, sich aber dennoch in das Stadtbild Rostocks einfügen. Schließlich werden diese Häuser in wenigen Jahren das erste sein, was Besucher, die aus östlicher Richtung kommen, von der Hansestadt zu Gesicht bekommen. Auf dem offiziellen Bauplan sind bereits einige Flächen mit „reserviert“ gekennzeichnet.

Die Neue Warnowstraße liegt zwischen Warnow und Östlicher Altstadt und verbindet den Mühlendamm mit der Vorpommernbrücke
Die Neue Warnowstraße liegt zwischen Warnow und Östlicher Altstadt und verbindet den Mühlendamm mit der Vorpommernbrücke

Auf einem dieser Plätze wird in ein paar Jahren das Haus von Bodo Gräning und seiner Familie stehen. Für den 50-Jährigen steht schon seit einiger Zeit fest, dass er von Nordwest-Mecklenburg nach Rostock ziehen möchte. Aber warum genau in dieses Viertel? „Das Neubaugebiet kommt unseren Wünschen einfach am nächsten und wir haben auch Mitsprache bei der Planung.“ Der Familie ist es auch wichtig, im Stadtzentrum zu wohnen und eine gute Verkehrsanbindung zu haben. „Außerdem ist die Lage am Wasser sehr schön“, so Gräning. Ein Boot besitzt die Familie zwar noch nicht, aber „vielleicht ja in ein paar Jahren“, schmunzelte er.

Nach einem 2009 erwirkten Baustopp einigten sich Stadt und Anwohner auf eine Geschwindigkeitbeschränkung von 30 km/h. Im September 2010 begannen dann die Bauarbeiten an der Neuen Warnowstraße. Einen Monat nach dem geplanten Termin konnte am heutigen Tag die Straße für den Verkehr frei gegeben werden. Wie Heinz Wessels (Strabag) bemerkte, sei diese Verzögerung nicht groß, wenn man bedenke, welches „Schietwetter“ an vielen Tagen geherrscht habe. Den Witterungen trotzend verlegten die Arbeiter 3.500 Quadratmeter Asphalt auf der ungefähr 550 Meter langen Straße.

Roland Methling, Volker Schlotmann, Heinz Wessels und Reinhard Wolfgramm (v.l.) öffnen die Straße symbolisch für den Verkehr
Roland Methling, Volker Schlotmann, Heinz Wessels und Reinhard Wolfgramm (v.l.) öffnen die Straße symbolisch für den Verkehr

Doch nicht nur Autos werden diesen Verbindungsweg bald nutzen können. Auch für die Fahrradfahrer wurde gesorgt. Jedoch nicht genug, wie Volker Schlotmann bemängelte. Die Verkehrsinseln in der Mitte seien zu klein und die Schranken vor dem Straßenbahnübergang zu schmal für Fahrräder mit Anhänger oder Rollstuhlfahrer.

Im nächsten Jahr soll der Grundstein für das Petriviertel gelegt werden. Bis dahin können Rostocker und Ortsfremde mit ihrem Auto oder dem Fahrrad schon einen wesentlichen Teil des Wohngebiets, nämlich die Neue Warnowstraße, ausprobieren. Und vielleicht entscheidet sich der ein oder andere bei seiner Fahrt für ein Haus „zwischen Altstadt und Warnow“.

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