Die Wildtier-WG im Darwineum wächst

Jemenchamäleons sind eingezogen, Weißhandgibbons werden erwartet

5. Dezember 2012
Jemenchamäleon im Zoo Rostock
Jemenchamäleon im Zoo Rostock

Die Wildtier-WG im Darwineum des Rostocker Zoos wächst munter weiter. Gut eingelebt haben sich die beiden Jemenchamäleons (Chamäleon calyptratus), die im März 2011 geschlüpft sind. Die Tiere stehen unter Artenschutz und haben ihr Terrarium in der Tropenhalle gegenüber von den Zwergseidenäffchen bezogen.

Noch im Dezember wird ein Paar Weißhandgibbons erwartet. Nach der obligatorischen Übergangszeit in Quarantäne werden auch die tagaktiven Baumbewohner ihr Quartier im Darwineum beziehen.

Gut getarnt und eine schnelle Zunge

Foto Zoo Rostock/Dobbertin:  Die beiden Neurostocker Jemenchamäleons leben in Nachbarschaft mit den Zwergseidenäffchen. Man muss genau hinschauen, um die Leguane in ihrem Terrarium zu entdecken.
Foto Zoo Rostock/Dobbertin: Die beiden Neurostocker Jemenchamäleons leben in Nachbarschaft mit den Zwergseidenäffchen. Man muss genau hinschauen, um die Leguane in ihrem Terrarium zu entdecken.

Das Jemenchamäleon ist im Jemen und in Saudi-Arabien beheimatet. Chamäleons sind bekannt für ihre einzigartige Anpassungsfähigkeit. Je nach Stimmung und körperlicher Verfassung können die Leguane ihre Farbe und mitunter sogar ihre Erscheinung ändern. Der Farbwechsel, der für Chamäleons typisch ist, dient vorrangig der Kommunikation mit den Artgenossen und steht zudem mit der Tageszeit, Luftfeuchtigkeit und mit anderen äußeren Einflüssen in Verbindung.

Mit ihren Augen, die sie um 360 Grad drehen können, sind sie fähig, bis zu einem Kilometer weit scharf zu sehen, ohne dafür den Kopf zu bewegen. In der Regel erreichen die Tiere eine Länge von 45 bis 60 cm und ein Alter von bis zu sechs Jahren.

Jemenchamäleons sind Kleintierfresser, vor allem Insekten werden in bekannter Chamäleonmanier mit der schnellen Zunge „erlegt“. Die Chamäleonzunge entspricht der Länge des gesamten Tieres einschließlich seines ausgerollten Schwanzes. Die Tarnungskünstler verschmähen aber auch kleinere Wirbeltiere bis zur Größe halbwüchsiger Mäuse nicht. Auf dem Speiseplan steht zudem pflanzliche Nahrung in Form von Blättern.

Quelle: Zoo Rostock

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