18. Sun of the beach – Frisbeeturnier 2011 in Warnemünde

21 internationale Teams kämpfen um die silberne Frisbeescheibe

1. August 2011, von
Nach jedem Spiel werten die Sportler ihre Leistungen aus
Nach jedem Spiel werten die Sportler ihre Leistungen aus

„Ultimate Frisbee“ kommt ursprünglich aus den USA und wird im Sommer auf einer Wiese oder in Hallen gespielt. Viele Menschen kennen die flache Scheibe noch aus Kindertagen oder vom Urlaub am Strand, wo man sich mit einfachem Hin- und Herwerfen die Zeit vertrieb. So scheint es auch naheliegend, das professionelle Frisbeespielen vom Park ans Meer zu verlegen. Diese Idee hatte der Rostocker Frisbeeverein „Endzonis“ im Jahr 1996. Seitdem richten sie am Warnemünder Strand das größte Ultimate-Beach-Turnier Deutschlands aus. Und dorthin reisen jährlich viele Ultimate-Teams aus dem In- und Ausland.

Beerrace beim 18. Sun of the beach 2011 in Warnemünde
Beerrace beim 18. Sun of the beach 2011 in Warnemünde

Technik und Kondition sind das Wichtigste beim „Ultimate“. Zudem herrschen am Strand verschärfte Bedingungen. Denn es erfordert mehr Kraft, auf Sand als auf Rasen zu laufen. Das Prinzip des Beach-Ultimates ist schnell erklärt. Es spielen immer fünf gegen fünf auf einem 75 Meter langen Feld. Die Regeln sind für Laien schon etwas komplizierter.

Interessant ist allerdings, dass die Mannschaften selbst auf die Einhaltung dieser Regeln achten, einen Schiedsrichter gibt es nicht. Unter anderem aus diesem Grund gilt „Ultimate“ als der fairste Mannschaftssport der Welt. Es gibt keinen Körperkontakt, Fouls oder andere Auseinandersetzungen werden in Ruhe diskutiert, und am Ende jeder Begegnung stellen sich beide Teams im Kreis auf und sprechen noch einmal über das Spiel.

Das spannende Finale zwischen der dänischen Mannschaft "Dinos" (schwarz) und dem deutschen Team "Medwedjev" (weiß)
Das spannende Finale zwischen der dänischen Mannschaft "Dinos" (schwarz) und dem deutschen Team "Medwedjev" (weiß)

„Beim ‚Sun oft the beach‘-Turnier geht es nicht um den Wettkampf, sondern vor allem um Spaß“, erklärt Mitorganisator Thomas Bachert. Und für den sorgen nicht nur die Teilnehmer selbst, sondern auch die Gastgeber. Zum Beispiel mit dem „Beerrace“ – seit Jahren ein fester Bestandteil vieler Frisbee-Wettkämpfe – bei dem freiwillige Teams über den Strand und durch das Wasser rennen und, wie der Name schon sagt, Bier trinken. Trotzdem wird ein gewisser sportlicher Ehrgeiz nicht vergessen. Schließlich geht es für die Mannschaften auch darum, den Wanderpokal mit nach Hause nehmen zu können. Zusätzlich kann das fairste Team den „Spirit of the game“-Preis gewinnen. Dieses wird durch eine anonyme Abstimmung aller Teilnehmer ermittelt.

Sun of the beach – Frisbeeturnier 2011 in Warnemünde
Sun of the beach – Frisbeeturnier 2011 in Warnemünde

Beim diesjährigen „Sun of the beach“-Turnier waren neben Deutschland auch die Länder Dänemark, Italien, Holland und Tschechien vertreten. Eine Altersbeschränkung gibt es ebenso wenig wie eine Vorgabe zum Geschlecht der Spieler. „Wir empfehlen den Mannschaften jedoch mit mindestens einer Frau anzutreten, um ein ungefähr gleiches Niveau sicherzustellen“, so Bachert.

Außerdem ist festgelegt, dass in der Vorrunde kein Team ausscheidet. Jede Mannschaft tritt am nächsten Tag noch einmal an. Eine große Rolle spielte an beiden Turniertagen natürlich das Wetter. Und die Sportler hatten Glück. Auch wenn der Samstag etwas windig und durchwachsen war, zeigte sich der Strand ab Sonntagmittag von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und weitestgehender Windstille konnten die Teams ihre Scheiben ungestört durch die Luft fliegen lassen.

Die Sieger des 18. "Sun of the beach"-Turniers: "Medwedjev" aus Berlin
Die Sieger des 18. "Sun of the beach"-Turniers: "Medwedjev" aus Berlin

Zum Finale am Nachmittag versammelten sich viele Zuschauer und Spieler anderer Mannschaften am Spielfeldrand und feuerten entweder „Medwedjev“ aus Berlin oder ihre Gegner, die „Dinos“ aus Dänemark an.

Es war ein spannendes Spiel, bei dem die Sportler zeigen konnten, warum sie es bis ins Finale geschafft haben. Bis zum Ende blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aus dem die Männer und Frauen von „Medwedjev“ als Sieger hervorgingen. Die Vorjahresgewinner „Dinos“ mussten ihnen die mitgebrachte silberne Scheibe wohl oder übel überlassen. Aber wie man so schön sagt, zählt nicht der Sieg, sondern vielmehr, dass man dabei gewesen ist und außerdem haben sie die Möglichkeit einer Revanche – im nächsten Jahr, beim 19. „Sun of the beach“.

Fotos vom 18. Sun of the beach – Frisbeeturnier 2011 in Warnemünde

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