HMT Live: David Fanshawe's „African Sanctus“

Konzert mit Chor, Instrumenten und Tonbandaufnahmen

24. Januar 2010, von
„African Sanctus“ in der HMT
„African Sanctus“ in der HMT

In der kalten Jahreszeit und besonders bei den jetzigen eisigen Temperaturen freut man sich ja über jeden Augenblick in beheizten Räumen und über jeden warmen Gedanken. Beides zusammen, verbunden mit vielen exotischen Eindrücken fremder Kulturen, hat die Hochschule für Musik und Theater in ein stimmiges Abendprogramm einfließen lassen.

Das Konzert mit dem Titel „African Sanctus“ des englischen Komponisten David Fanshawe wurde am 23. und 24. Januar 2010 jeweils um 19.30 Uhr in der HMT aufgeführt. Schon bei der ersten Aufführung am Samstag waren viele Besucher in die Hochschule gekommen, um sich die Live-Darbietung dieses außergewöhnlichen Stückes anzusehen. Obwohl bis zum Beginn der Vorstellung noch genügend Zeit war, waren die Sitzplätze schon vollständig ausverkauft und nur noch einige Stehplätze im Angebot.

Fabian Friedrich: „African Sanctus“ - HMT
Fabian Friedrich: „African Sanctus“ - HMT

Meine praktischen Erfahrungen mit Afrika beschränken sich ja größtenteils auf die gewaltigen Pyramiden Ägyptens und eine fantastische Ballonfahrt über den Nil.

Das ist jedenfalls das, was so hauptsächlich hängen geblieben ist – neben dem Eisschwan auf dem Buffet und den Kameltreibern auf den Märkten… aber Afrika hat mit seinen endlosen Wüsten und vielschichtigen Völkern ja noch weitaus mehr zu bieten als nur die bekannten Touristenziele.

Chor beim „African Sanctus“ in der HMT
Chor beim „African Sanctus“ in der HMT

Das Konzert „African Sanctus“ kann nicht nur dem besseren Völkerverständnis uriger abgelegener Kulturen dienen, sondern sicher auch Grundlage für die bevorstehende Urlaubsplanung sein. Der große Katharinensaal der HMT füllte sich recht schnell mit Zuschauern, dank der absteigenden Ränge sollte man von jedem Platz aus beste Sicht auf die Bühne haben. Dort waren schon einige Instrumente aufgebaut und eine Karte von Afrika wurde auf eine Leinwand darüber projiziert.

Aufgeführt wurde das Konzert von dem Chor und Instrumentalisten der HMT unter der musikalischen Leitung von Prof. Dagmar Gatz, die selbstsicher und begeistert dirigierte. Das Besondere an „African Sanctus“ ist die gelungene Mischung aus Tonbandaufnahmen aus Afrika und Live-Musik mit Gesang und größtenteils klassischen Instrumenten.

Prof. Dagmar Gatz, Dirigentin beim „African Sanctus„“
Prof. Dagmar Gatz, Dirigentin beim „African Sanctus„“

David Fanshawe ist nicht nur Komponist, sondern auch Musikethnologe, Dirigent, Fotograf und Abenteurer. „African Sanctus“ berichtet in 13 Sätzen von seiner Pilgerreise, die er 1969 durch Ägypten, den Sudan, Uganda und Kenia machte. Mit einem einfachen Kassettenrekorder nahm er dort vier Jahre lang Musik aus über 50 Stämmen auf, die er später mit komponierter Musik harmonisch verband.

Ein rundum gelungener multimedialer Abend in der HMT!

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