Anti-Gewalt-Projekte des F.C. Hansa Rostock

Kampagne „Nur unsere Herzen sollen schlagen – Hansa spielt fair“ wirbt für Gewaltlosigkeit bei Fußballspielen

21. Juli 2010, von
Ostseestadion aka DKB-Arena
Ostseestadion aka DKB-Arena

Fußball soll Spaß machen, wenn man selbst spielt oder aber, wenn man bei den Spielen seiner Lieblingsmannschaft mit fiebert. Der Spaß hört aber auf, wenn einigen die Hitze zu Kopfe steigt und sie so ein aggressives Verhalten an den Tag legen, dass sich andere dadurch gestört fühlen. Zu derartigen Vorfällen war es in der Vergangenheit immer wieder bei Spielen des F.C. Hansa Rostock gekommen. Nicht nur bei vielen Hansa-Fans, die friedlich ihre Mannschaft unterstützen wollen, löste das Unverständnis aus, auch viele Rostocker machten sich Sorgen über das gewaltsame Auftreten einiger Fußball-Randalierer.

Bernd Hofmann und Lorenz Caffier
Bernd Hofmann und Lorenz Caffier

Nun hat der F.C. Hansa Rostock eine neue Anti-Gewalt-Kampagne „Nur unsere Herzen sollen schlagen – Hansa spielt fair“ ins Leben gerufen „Wir reagieren damit auf Entwicklungen in der Fanszene und distanzieren uns ganz klar von den Gewalttätern“, betonte Bernd Hofmann, Vorstandsvorsitzender des F.C.Hansa Rostock. Mit zahlreichen öffentlichen Aktionen möchte der Verein ein deutliches Zeichen gegen Gewalt am Rande von Fußballspielen setzen und für mehr Sportlichkeit und Fairness werben. Dafür ist eine groß angelegte Kampagne mit Plakaten und Beflaggung geplant, die weit über Rostock hinaus wirken soll.

Bernd Hofmann, Lorenz Caffier und Juri Schlünz
Bernd Hofmann, Lorenz Caffier und Juri Schlünz

Geld für diese Kampagne erhält der F.C.Hansa Rostock vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung. Einen Fördermittelbescheid in Höhe von 9.840 Euro überbrachte Lorenz Caffier, Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung am Dienstag dem Vereinsvorstand. „Hansa braucht wieder ein klares Fußballgesicht. Diese Initiative ist notwendig und richtig und im Interesse des ganzen Sportes“, sagte der Innenminister. Er sieht den Verein in einer besonderen Pflicht, da das Verhalten seiner Anhänger über die Landesgrenzen hinaus strahle.

Juri Schlünz
Juri Schlünz

Weil sportliches Verhalten bereits in der Jugend geprägt wird, spielt auch die Nachwuchsarbeit beim F.C. Hansa Rostock eine wichtige Rolle. Das traditionelle Fußballturnier der D-Junioren, welches im Dezember ausgetragen wird, steht deshalb in diesem Jahr unter dem Motto „Fair geht vor“. Damit möchte man schon den jugendlichen Fußballbegeisterten „Fairplay auf dem Spielfeld und in den Rängen vermitteln.“ Juri Schlünz, Leiter der Nachwuchsakademie des F.C.Hansa Rostock konnte für dieses Turnier ebenfalls einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2.200 Euro entgegennehmen.

Sowohl die Kampagne „Nur unsre Herzen sollen schlagen – Hansa spielt fair“, als auch das Nachwuchs-Fußballturnier unter dem Motto „Fair geht vor“ sind Teil der landesweiten Aktionsreihe „Anpfiff gegen Gewalt“.

Zur Unterstützung von Präventionsprojekten stellt das Innenministerium über den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr insgesamt 326.300 Euro zur Verfügung. Damit werden landesweit bislang 85 Einzelprojekte gefördert.

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