Auftakt zum 2. Warnemünder Wintervergnügen 2011

Wir trotzen Regen, Wind und Kälte – und ziehen an den Strand

4. Februar 2011, von
Wintertreiben vom Strand bis hin zum Leuchtturm
Wintertreiben vom Strand bis hin zum Leuchtturm

Der Geruch von Bratwurst und Glühwein steigt mir in die Nase. Links neben mir sehe ich einen Mutzenstand und die klimatischen Verhältnisse am Ostseestrand lassen nicht daran zweifeln, dass Winter ist. Jedoch schlendere ich heute nicht über den Rostocker Weihnachtsmarkt, wie es vielleicht durch die vielen Buden und das kleine Karussell den Anschein erwecken mag, sondern über das Areal zwischen Warnemünder Leuchtturm, Strand und Promenade. Bis auf die Höhe des Hotels Hübner stehen hier kleinere und größere Buden. Ich bin also mitten im 2. Warnemünder Wintervergnügen, dem Saison verlängernden Ereignis für Groß und Klein. Von heute bis Sonntag sollen sich hier Interessierte und Neugierige tummeln.

Aprés-Hütte des Warnemünder Wintermarkttreibens
Aprés-Hütte des Warnemünder Wintermarkttreibens

Doch leider scheinen die Besucheranstürme zu Beginn auszubleiben. Mehrere Imbissbudenbesitzer erzählen mir, dass ihnen das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung gezogen habe. Sie können ihre Stände nicht vollständig ausbreiten oder müssen einen Teil davon sogar wieder zuhängen, damit der Wind die verschiedensten Verkaufsstücke oder Servietten und Plastikbesteck nicht wegwehen kann. Es ist eben Sturm an der norddeutschen Küste.

Doch genug mit dem Verbreiten von negativen Eindrücken. Einige von Euch haben sich trotz des Wetters (denn bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter – nur unpassende Kleidung) auf den Weg nach Warnemünde gemacht. Und darüber war nicht nur ich froh, sondern vor allem auch Schausteller und Veranstalter waren es. Immerhin haben sie ein dreitägiges Ereignis organisiert, das Besucher aus ganz Mecklenburg-Vorpommern dazu animieren soll, Warnemünde zu erkunden. Eigens deswegen haben sogar die Geschäfte bis zum Sonntag geöffnet.

Wärmendes Strandfeuer
Wärmendes Strandfeuer

„Schusters Strandbar“ verwandelt sich in die „Winterlounge“ und Rostocker Feuerwehrleute sorgen dafür, dass den treuen Besuchern nicht – auf gut Deutsch gesagt – der Hintern abfriert. Insgesamt werden zwei Strandfeuer errichtet, sodass jeder Platz genug hat, sich warme Gedanken zu machen. Für weitere Gemütlichkeit sorgen 19 aufgestellte Strandkörbe, die zur Strandoase gehören. Hier drinnen können sich die Fröstelnden unter uns wieder vollständig aufwärmen. Mit Glühwein und Tee in Hand und Kehle ist man dann auch noch ein weiteres Mal dazu breit, sich hinauszuwagen.

Die Pferdefreunde des Ostseeküste e.V. demonstrieren ihr Können
Die Pferdefreunde des Ostseeküste e.V. demonstrieren ihr Können

Und es lohnt sich. Wer heute schon Gast des Spektakels war, konnte sich davon überzeugen, dass es sich morgen erst richtig lohnen wird, an den Strand zu pilgern. Die Pferdefreunde der Ostseeküste gaben kleinere Kostproben, um morgen dann richtig durchzustarten. Dann steht nämlich der große Umzug durch Warnemündes Altstadt an. Anschließend werden sie die Zuschauer mit den Tricks der Reitkunst im Viereck verzaubern.

Wir lassen uns von dem Wetter nicht beirren...
Wir lassen uns von dem Wetter nicht beirren...

Und siehe da, je später der Nachmittag und je größer das Feuer, desto mehr Menschen werden es, die es wagen, sich dem Sturm auszusetzen. Endlich lächeln auch einige derer wieder, die sich während der drei Tage unserer Verköstigung verschrieben haben. Und vielleicht kann ich morgen dann von vollen Straßen und einer Menge Schaulustiger am Strand berichten, wenn es unter anderem heißt: Eis frei für die Rostocker Seehunde.

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