Bodfeld Baskets Oberharz vs. EBC Rostock Seawolves 89:86

Wölfe unterliegen trotz tollen Kampfes und Aufholjagd in Bodfeld

7. Oktober 2012
Bodfeld Baskets Oberharz vs. EBC Rostock Seawolves 89:86
Bodfeld Baskets Oberharz vs. EBC Rostock Seawolves 89:86

Am vergangenen Samstag, 06.10.2012, machten sich die EBC Rostock Seawolves auf die wohl längste Auswärtsfahrt der Saison zum ambitionierten Aufsteiger Bodfeld Baskets Oberharz. In einem spannenden und ausgeglichenen Spiel hatten die Rostocker das Nachsehen und verloren ihr drittes Spiel in acht Tagen 89:86. Es war vor allem das 3. Viertel, welches den Ausgang des Spiels richtungweisend beeinflusste. Die Wölfe verschliefen den Start der 2. Hälfte und lagen bis zur 30. Spielminute sogar mit acht Punkten hinten (64:56). Mit Pressverteidigung und Leidenschaft wollten die Rostocker noch mal das Ruder herumreißen, doch auch ein letzter erfolgreicher 3er kurz vor Ende reichte nicht mehr, um das Blatt zu wenden. Die EBC Rostock Seawolves stehen jetzt auf dem 10. Platz mit einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen.

Der EBC reiste mit einem dezimierten Kader an, da Coach Wild aufgrund einiger Verletzungen und privater Verhinderung einige Spieler nicht zur Verfügung standen. Die Warnowstädter trafen auf ein Team mit sechs ausländischen Vollprofis, die vom europäischen Topscorer des vergangenen Jahres Everage Richardson (42.5 PPG) angeführt wurden.

Die Rostocker starteten schnell und spielfreudig in das Spiel, welches in hitziger Atmosphäre vor beeindruckender Kulisse stattfand. Durch zwei hervorragend herausgespielte Körbe von Jens Hakanowitz und Sven Hellmann übernahm der EBC sofort eine 4:0-Führung. Der größenmäßig weit überlegene Gegner aus dem Harz antwortete jedoch umgehend und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in den ersten sechs Minuten des Spiels. Unterstützt durch einige unnötige Ballverluste der Seawolves und mehrere Offensiv Rebounds des Gegners, welche das Rostocker Team über die gesamte Spieldauer plagten, starteten die Gastgeber einen 9:0 Lauf. Zu diesem Zeitpunkt ließ nun auch zum ersten Mal Richardson sein Können aufblitzen, in dem er 8 der 9 Bodfelder Punkte erzielte. Der US-Boy in den Reihen der Baskets erwischte der Rostocker Defensive speziell in der ersten Hälfte ein ums andere Mal eiskalt und verbuchte allein in diesem Spielabschnitt 20 seiner 34 Punkte.

Zum Ende des ersten Viertels und über das gesamte zweite Viertel hinweg fand der EBC seinen Rhythmus wieder und kämpfte sich in eine sehr ausgeglichene Partie. Es entwickelte sich nun ein packendes Duell, in dem beide Mannschaften häufig die Verteidigung wechselten und sich im Angriff auf Ihre Stärken konzentrierten. Die Bodfeld Baskets fingen Feuer von der 3-Punktlinie (drei erfolgreiche Würfe innerhalb von zwei Minuten) und für den EBC punkteten nun speziell Hakanowitz, gegen den der Aufsteiger im Low-post selten ein Mittel fand, und Sven Hellmann aus einigen schnell vorgetragenen Angriffen heraus. Zur Pause sahen sich die Rostocker einem knappen 40:44-Rückstand gegenüber.

Den Beginn der 2. Hälfte verschliefen die Gäste nun total. Unkonzentriertheiten in der Defensive und die eigene Reboundschwäche erlaubten den Bodfeld Baskets immer wieder Würfe aus nächster Distanz oder zahlreiche Möglichkeiten von der Freiwurflinie. Auch die Offensive geriet immer mehr ins Stocken und der Fluss, der zeitweise in der ersten Hälfte zu beobachten war, ging nun verloren. Lediglich einige Einzelaktionen von Kwame Morgan, der im 3. Viertel sechs Punkte markierte, und Hakanowitz hielten den EBC zu dieser Phase in Schlagdistanz. Mit einem 8-Punkte-Rückstand, welcher früh im 4. Viertel auf elf Punkte anwuchs, ging es in den letzten Abschnitt.

Im letzten Viertel übernahmen die Seawolves dann noch mal die Initiative in der Partie und kämpften sich Punkt um Punkt wieder an den stark aufspielenden Aufsteiger heran. Mit einer Pressverteidigung wurden schnelle Würfe und Ballverluste seitens der Bodfeld Baskets erzwungen, die direkt in Rostocker Punkte umgewandelt werden konnten. Das Momentum war nun auf der Seite der Hanseaten, allerdings verhinderten zwei aufeinanderfolgende Rostocker Ballverluste, die zu zwei einfachen Fastbreak Korblegern der Hausherren führten, eine mögliche Rostocker Führung. Zwar eröffnete ein erfolgreicher Drei-Punkte Wurf von Norman Holl in den letzten Sekunden, welcher den Rückstand auf drei Punkte verkürzte, noch eine minimale Chance auf eine potenzielle Verlängerung, allerdings liefen die letzten Sekunden von der Uhr und die Gastgeber konnten sich über einen knappen aber verdienten ersten Sieg der Spielzeit freuen.

Die Rostocker machen sich immer wieder selbst das Leben schwer, indem man durch Offensiv Rebounds und Ballverluste das ohnehin schon schlagkräftige und variable Spiel der Gastgeber unterstützte. Zusätzlich blieben teilweise einfachste Möglichkeiten in unmittelbarer Korbnähe ungenutzt, sodass man sich über diese knappe Niederlage bei einem starken Gegner nicht beschweren darf. Nach drei Spielen in acht Tagen haben die Wölfe nun etwas Zeit um sich zu regenerieren, bis man am kommenden Samstag einen der Ligafavoriten aus Itzehoe in der Scandlines Arena empfängt.

Viertelstände:
24:21, 20:19, 20:16, 25:30

Es spielten für die EBC Rostock Seawolves:
Sven Hellmann (22 P.), Kwame Morgan (21), Eric Bill (3), Jörn Galdirs (-), Jens Hakanowitz (27), Eric Lehmann (4), Norman Holl (3), Moritz Westkämper (4), Axel Stüdemann (2)

Quelle: EBC Rostock Seawolves

Schlagwörter: Basketball (134)Rostock Seawolves (130)Sport (1064)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.