Bombendrohung sorgt für Sperrung der Kröpeliner Straße

Verdächtiges Päckchen in der Targo-Bank verursacht Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr

13. August 2012, von
Bombendrohung in der Kröpeliner Straße sorgt für Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei
Bombendrohung in der Kröpeliner Straße sorgt für Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei

Ein mysteriöses Päckchen sorgte heute für eine weiträumige Sperrung der Innenstadt. Ein verdächtiger Mann betrat gegen 18 Uhr die Filiale der Targobank in der Kröpeliner Straße und legte das Bündel auf einem der Schalter ab. Auf die Frage eines Mitarbeiters, was das solle, drehte der Mann sich um und verließ das Geldinstitut ohne etwas zu sagen. Die Angestellten alarmierten daraufhin die Polizei und verließen das Gebäude.

Die Ordnungshüter gingen schnell von einer ernsthaften Bedrohung aus, denn aus dem Paket schauten Drähte heraus und blinkende Lampen waren zu erkennen. So entschied man, den Bereich zwischen Apostelstraße und Pädagogienstraße abzusperren und mithilfe der Feuerwehr alle Wohnungen und Geschäfte in dem Bereich zu räumen – den Feierabend hatten sich die Gewerbetreibenden sicher anders vorgestellt.

Der Entschärfer vom Munitionsbergungsdienst vor der Targobank
Der Entschärfer vom Munitionsbergungsdienst vor der Targobank

Gegen 20 Uhr trafen die Experten vom Munitionsbergungsdienst ein, die extra aus Schwerin anrücken mussten. In voller Schutzkleidung betrat der sogenannte Entschärfer die Bank und begutachtete das blinkende Bündel genau. Auch er konnte eine Gefahr nicht ausschließen und so ging man auf Nummer sicher: Mit einem Wassergewehr wurde die scheinbare Bombe beschossen und so außer Gefecht gesetzt.

Die Reste des vermeintlichen Sprengsatzes
Die Reste des vermeintlichen Sprengsatzes

Im Nachhinein stellte sich der Inhalt des Päckchens als harmloser Sand heraus. So konnten auch alle Bewohner schnell wieder in ihre Wohnungen und die Gewerbetreibenden ihre Geschäfte schließen. In der Targobank nahm sofort die Kriminalpolizei die Arbeit auf und untersuchte den Tatort und die Reste des vermeintlichen Sprengkörpers auf Spuren des Täters.

„Da der Munitionsbergungsdienst eine Gefahr nicht ausschließen konnte, haben wir uns für den sicheren Weg entschieden“, berichtete Rostocks Polizeichef Michael Ebert. Weiter sagte er: „Wir haben die Bänder der Videoüberwachung schon ausgewertet und sind optimistisch den Täter zu finden, da es sich um eine sehr markante Person handelt.“ Zu möglichen Motiven konnte er noch nichts sagen.

Fahndungsfoto, Bombendrohung Targobank, Kröpeliner Straße Rostock
Fahndungsfoto, Bombendrohung Targobank, Kröpeliner Straße Rostock

Zur schnellen Aufklärung der Tat bittet die Polizei um Mithilfe der Bevölkerung. Wer kennt den Mann, der auf dem Bild der Überwachungskamera abgebildet ist?

Personenbeschreibung:

  • männlich
  • ca. 185 cm groß
  • ca. 25 – 35 Jahre alt
  • sportlicher Typ
  • gebräunt
  • kurze dunkle Haare
  • unrasiert, 3-Tage-Bart

Bekleidung:

  • helles T-Shirt mit dunklen Streifen im Schulterbereich, bunter Aufdruck, Marke Camp David
  • dunkle, lange Sporthose
  • schwarzer Rucksack, vermutliche Marke Jack Wolfskin
  • dunkle Fahrradsonnenbrille
  • gelbes Basecap mit grünem Aufdruck
  • Fahrradhandschuh mit heller Oberfläche
  • helle Turnschuh
  • weißer, klinischer Mundschutz

Hinweise nehmen der Kriminaldauerdienst der Polizeiinspektion Rostock, Blücherstraße 1-3 in 18055 Rostock unter der Telefonnummer: 0381/ 652 6224, sowie jede andere Polizeidienststelle oder Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Aktualisierung, 14.08.2012:
Als der unbekannte Täter die vermeintliche Bombe auf dem Tresen ablegte, schob er dem Bankangestellten wortlos ein Schreiben zu, in dem er aufforderte, ihm Geld zu übergeben, da ansonsten die Bombe explodiere.

Über die geforderte Summe ist derzeit nichts bekannt.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den Unbekannten wegen des Tatvorwurfs der versuchten räuberischen Erpressung.

Schlagwörter: Bombendrohung (8)Feuerwehr (428)Innenstadt (154)Kröpeliner Straße (32)Polizei (3510)

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