Erste bestätigte Corona-Infektion in Rostock

Bei einem Rostocker wurde heute SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen – nach dem ersten Covid-19-Fall in Rostock wurden die Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt

10. März 2020
Erste bestätigte Corona-Infektion in Rostock
Erste bestätigte Corona-Infektion in Rostock

Aktualisierung, 10.03.2020 20:50 Uhr:

Inzwischen wurde eine zweite Corona-Infektion in Rostock bestätigt. Es handelt sich um einen 44-jährigen Mann. Auch er ist ein Reiserückkehrer aus Österreich. Das Gesundheitsamt wird die Kontaktpersonen ermitteln und entsprechend informieren.

Heute, am 10. März 2020, erfolgte der erste positive Nachweis von SARS-CoV-2 bei einem Rostocker. Der 51-jährige Mann kehrte am 4. März aus einem Skiurlaub in Österreich zurück und fühlte sich seit dem 6. März nicht wohl. Die Kontaktpersonen werden durch das Gesundheitsamt ermittelt und häusliche Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Das Gesundheitsamt fordert dazu auf, weiterhin Ruhe zu bewahren. Sorgsamer Umgang sowie verantwortungsvolles Handeln bei der Einhaltung persönlicher Schutzmaßnahmen sind oberstes Gebot. „Dazu zählen regelmäßiges, mindestens 30 Sekunden langes Händewaschen und der Verzicht auf Handschlag-Begrüßungen“, so Amtsleiter Dr. Markus Schwarz.

Für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock gilt ein Pandemieplan, der auch im Internet öffentlich zugänglich ist. Darüber hinaus existieren Pandemiepläne der Ämter, die Fragen zur Arbeitsfähigkeit der Verwaltung beantworten. Gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Virus-Ausbreitung werden nach Beratung im Verwaltungsstab dann getroffen, wenn sie nötig sind. Das werden vermutlich Einzelfallentscheidungen sein, die davon abhängen, wie die Ausbreitung konkret wirksam verhindert werden kann.

Welche jeweils definierten Maßnahmen notwendig sind, ergibt sich jedoch aus den zentral zur Verfügung gestellten Informationen, Einschätzungen und Beurteilungen des Bundes und der Länder. Die Federführung liegt hierbei fachlich beim Robert-Koch-Institut.

Was tun bei einem Verdacht?

Kommt es zu einem Verdachtsfall (Person mit Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall oder Aufenthalt in einem vom RKI definierten Risikogebiet und jeweils mit Krankheitssymptomen), werden die klinischen Untersuchungen auf das SARS-CoV-2-Virus veranlasst.

Patientinnen und Patienten sollen bei Verdachtsmomenten zunächst telefonisch Kontakt mit ihrer Arztpraxis aufnehmen. Im Falle eines SARS-CoV-2-Virusnachweises würde das Gesundheitsamt eine Quarantäne im häuslichen Umfeld oder im Krankenhaus – je nach Gesundheitszustand – anordnen. Umgehend würden dann die Kontaktpersonen ermittelt und erfasst. Den Kontaktpersonen würde auferlegt werden, zwei Wochen lang täglich zweimal die Körpertemperatur zu messen und Auskünfte über den Gesundheitszustand zu geben. Täglich würde das Gesundheitsamt die Informationen abfragen, ggf. auch bei ihnen eine Untersuchung veranlassen.

Checkliste aus dem Gesundheitsamt zum richtigen Händewaschen:

  • Hände auch über den Gelenkbereich hinaus waschen,
  • mindestens eine halbe Minute lang Hände waschen,
  • ausreichend Seife verwenden,
  • auch zwischen den Fingern reinigen,
  • Fingerkuppen nicht vergessen,
  • gründlich mit Wasser abspülen und
  • Hände sorgfältig abtrocknen.

Erklärvideo unter https://rathaus.rostock.de/media/rostock_01_prod.a.11248.de/upload_mp4/Hygiene_1_200227.mp4

Allgemeine Hinweise aus dem Gesundheitsamt zur häuslichen Hygiene:

  • Bitte bei Begrüßungen keine Hände schütteln,
  • beim Husten und Niesen nur Einmaltaschentücher verwenden,
  • nicht in die Hand, sondern notfalls in den Ellenbogen niesen,
  • gründliches Händewaschen,
  • Treppengeländer nach Möglichkeit nicht benutzen,
  • handelsübliche Handseife ist i.d.R. ausreichend,
  • zum Hausputz reichen normalerweise auch normale Haushaltsreiniger.

Erklärvideo unter https://rathaus.rostock.de/media/rostock_01_prod.a.11248.de/upload_mp4/Hygiene_2_200227.mp4

Weitere Informationen

Das Robert Koch-Institut (RKI)

erfasst mit Blick auf das neuartige Corona-Virus kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Auf der Internetseite sind Informationen zusammengestellt, unter anderem Hinweise zu Diagnostik, Hygiene und Infektionskontrolle sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

https://www.rki.de

Das Bundesministerium für Gesundheit

hat ein Bürgertelefon freigeschaltet. Erreichbar ist es montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter Tel. 030 346465100.

Das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales eine Telefon-Hotline geschaltet. Sie ist montags bis donnerstags von 9 bis 12 und von 13 bis 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar unter Tel. 0385 588-5888

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

Schlagwörter: Coronavirus (63)Medizin (78)

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